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Regio-Reform: Steht die Auflösung der NOFV-Staffel bevor?

Frankfurt am Main – Die Arbeitsgruppe Regionalliga-Reform hat einstimmig beschlossen, die Anzahl der Staffeln von fünf auf vier zu reduzieren und damit der Forderung von Vereinen und Fans gerecht zu werden, dass "Meister direkt aufsteigen müssen". Überraschenderweise legt sie nun zwei verschiedene Modelle zur Abstimmung vor.

Bereits im Vorfeld wurde intensiv über das sogenannte „Kompass-Modell“ diskutiert. Dabei würden die vier Staffeln in jeder Spielzeit anhand der Entfernungen aller Regionalligisten – mithilfe künstlicher Intelligenz – gebildet werden. Traditionelle Derbys wie Chemnitz gegen Zwickau oder Jena gegen Erfurt sollen dabei erhalten bleiben.

Bisher wurde das „Regionenmodell“ nicht thematisiert: Hierbei würden aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei Staffeln entstehen. Die Regionalligen West und Südwest blieben unverändert bestehen. Auch dieses Modell wird nun zur Abstimmung gestellt.

Der Grund, warum das Regionenmodell bislang nicht diskutiert wurde, liegt darin, dass es bereits 2018 vorgeschlagen und verworfen wurde, da es die Auflösung der NOFV-Staffel bedeuten würde. Aus geografischer Sicht würden bayerische Teams künftig gemeinsam mit sächsischen und thüringischen Vereinen in einer Staffel spielen, während Brandenburger, Berliner und Mecklenburger in die Nord-Staffel wechseln müssten.

In dieser Form wäre der NOFV nicht mehr existent. Angesichts dessen, dass die Vereine dieses Verbands die Reform ursprünglich angestoßen haben, wäre dies ein Affront. Andererseits blieben auch bei diesem Modell die traditionsreichen Derbys erhalten.

Ein neues Konzept mit vier Regionalliga-Staffeln könnte ab der Saison 2028/2029 umgesetzt werden. Die Qualifikationsrunde dafür wäre die Spielzeit 2027/2028.

Das bedeutet auch: Der NOFV müsste noch zweimal die unangenehme Relegation durchlaufen – sowohl in dieser Saison als auch 2027/2028. In der kommenden Spielzeit steigt der Meister des NOFV jedoch direkt auf.

Dr. Michael Vesper, Vorsitzender der AG Regionalliga-Reform, erklärt: „Unser Ziel war es, konkrete Lösungsvorschläge vorzulegen, mit denen die zuständigen Verbandsgremien arbeiten können. Ich freue mich, dass uns dies gelungen ist. Nun folgt der weitere Entscheidungsprozess unter Einbindung der betroffenen Vereine.“