RB Leipzig hat „verschlafen“: Ganz anders gedacht – aber letztlich egal?
Leipzig/Freiburg – Es war wohl zu erwarten, dass RB Leipzig das letzte Saisonspiel gegen den SC Freiburg nicht mehr mit voller Konsequenz angehen würde, nachdem das große Ziel, die Qualifikation für die Champions League, bereits eine Woche zuvor gesichert war. Dennoch wollte man sicher nicht mit einer 1:4-Niederlage untergehen.
Genau das ist aber passiert, was vor allem an den Schwächen bei Standardsituationen lag. Ein Punkt, den Trainer Ole Werner (38) deutlich kritisierte.
„Das Spiel hätten wir insgesamt nicht verlieren müssen, schon gar nicht so deutlich. Bei drei Standards haben wir geschlafen und nicht die Konsequenz an den Tag gelegt, die uns während der gesamten Saison ausgezeichnet hat“, erklärte der Coach, der durch die Niederlage mit seinem Team verpasste, den Punkterekord von 67 aus der Aufstiegssaison 2016/17 zu erreichen.
Somit stehen die Rasenballer am Ende bei 65 Punkten.
Obwohl Sportdirektor Marcel Schäfer (41) betonte, dass er „sehr darauf erpicht“ gewesen sei, ist es offenbar nicht allzu dramatisch, dass das nicht geklappt hat.
Das Erreichen der Königsklasse galt beim Umbruch im letzten Jahr als große Herausforderung für das neu formierte Team.
Mit dem starken dritten Platz in der Liga wurde dieses Ziel erreicht, wodurch die Roten Bullen erneut international antreten dürfen.
Die nächsten Wochen bringen in Leipzig unterschiedliche Prioritäten mit sich. Die Spieler, die bei der Weltmeisterschaft mitwirken, genießen zunächst Urlaub und bereiten sich anschließend intensiv auf das Turnier vor.
Die übrigen Teammitglieder reisen auf die Werbetour nach Südafrika, wo RB am 29. Mai auf den Premier Soccer League-Meister Mamelodi Sundowns trifft.
Unterdessen ist Schäfer bereits dabei, den Kader für die kommende Saison zu planen. Kürzlich wurde er in Spanien gesichtet, wo er Gespräche führte.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einem Verbleib von Brajan Gruda (21) sowie darauf, einen passenden Abnehmer für Castello Lukeba (23) zu finden.
Tabelle der 1. Bundesliga
Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist folgende: Der Sieger am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (16. Rang) hat die Möglichkeit, in der Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.