Drei Punkte – und dennoch keine Zufriedenheit! Jetzt wird es für RB Leipzig wirklich entscheidend
Leipzig – Wann hat RB Leipzig zuletzt über die vollen 90 Minuten eine wirklich überzeugende Leistung abgeliefert? Beim glücklichen 2:1-Erfolg gegen den FC Augsburg am Samstagnachmittag war das jedenfalls nicht der Fall. Zwar bewahrte der Sieg die Chance auf die Champions League, doch mit einer solchen Darbietung wird es äußerst schwierig, das große Saisonziel zu erreichen.
Die deutlichen Worte von Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff (50) nach dem Spiel zeigen, dass sich die Verantwortlichen dessen bewusst sind.
Trainer Ole Werner (37), der seit Wochen volle Rückendeckung aus dem Verein genießt, versucht, seiner Mannschaft wieder mehr Spielfreude einzuhauchen, damit Partien auch mal souveräner und sicherer gewonnen werden können.
Dies gelang zeitweise zumindest für eine Halbzeit, wie in den ersten 45 Minuten gegen Bayern München (1:5) und Borussia Dortmund (2:2) zu Hause. Einige Spieler, wie etwa Yan Diomande (19), scheinen ihre Spielfreude kaum zu verlieren.
Dennoch wird das am Ende wohl kaum genug sein.
„Wir haben heute zu viele Chancen zugelassen und uns in entscheidenden Momenten fahrlässig verhalten, da fehlte der nötige Wille. Das war auch beim 0:1 der Fall, und das darf einfach nicht passieren“, erklärte Sportdirektor Marcel Schäfer (41), der nach dem Abpfiff erneut unzufrieden wirkte.
„Natürlich ist es schön, Punkte mitzunehmen, aber für unsere Ansprüche war das heute stellenweise zu wenig.“
Was nun? Die Mannschaft hat erneut eine Woche Zeit, an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Genau in diesem Moment stehen für die Roten Bullen möglicherweise die zwei wichtigsten Spiele der laufenden Saison bevor.
Am kommenden Sonntag tritt Leipzig beim VfB Stuttgart an, eine Woche später geht es gegen die TSG Hoffenheim – zwei direkte Konkurrenten im Rennen um die Champions-League-Plätze.
Tabellenstand der Bundesliga
Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist folgende: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) muss in der Relegation um den Verbleib in der höchsten Spielklasse kämpfen. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.