Bleiben nur "Frust und Wut": RB Leipzig nach deutlicher Bayern-Niederlage "enttäuscht"
Leipzig – Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In dieser Saison trafen der FC Bayern München und RB Leipzig bisher zweimal aufeinander – beide Male siegte der Rekordmeister, mit einem Gesamt-Torverhältnis von 11:1. Doch zumindest beim zweiten Aufeinandertreffen am Samstagabend (1:5) in der Red Bull Arena war das Ergebnis nicht von Anfang an vorgezeichnet. Nach einer starken ersten Halbzeit hatten die Sachsen durchaus die Chance, die drei Punkte zuhause zu behalten, wurden jedoch in der zweiten Halbzeit durch einige unglückliche Szenen komplett überrollt.
Ein wesentlicher Faktor war dabei sicherlich die mangelhafte Chancenverwertung. RB Leipzig ließ teilweise hochkarätige Gelegenheiten ungenutzt, von denen andere Mannschaften im Duell mit den Bayern nur träumen können. Dass es nach 45 Minuten nur ein Tor auf Leipziger Seite gab, war eindeutig zu wenig.
„So ein Spiel erlebt man selten. Bis zur 80. Minute haben wir sehr gut gespielt. Was uns fehlte, war mehr Effizienz. Aus der ersten Halbzeit hätten wir deutlich mehr mitnehmen müssen. Nach dem 1:1 hatten wir zahlreiche Möglichkeiten, um erneut in Führung zu gehen oder zumindest den Ausgleich zu erzielen“, erklärte RB-Coach Ole Werner (37) bei der anschließenden Pressekonferenz.
Probleme bei der Chancenverwertung, die der Gegner nicht aufwies. Besonders nach der Führung zeigte sich der Tabellenführer gewohnt dominant und verwertete nahezu jede Gelegenheit. Leipzig konnte dem nur noch zuschauen.
„Wir müssen akzeptieren, dass Bayern in dieser Liga eine Sonderstellung einnimmt. Das ist diese Saison schon durchgehend so“, räumte Werner offen ein. Für das Pokalspiel im Februar in der Allianz Arena gelte es, an die „ersten 80 Minuten“ anzuknüpfen, betonte der Trainer.
Dass die Spieler von RB Leipzig über die Niederlage enttäuscht sind, liegt auf der Hand. Xaver Schlager (28) sagte: „Ich bin wirklich bedient. Meiner Meinung nach spiegelt das Ergebnis nicht das Spiel wider. Doch am Ende zählt nur das Resultat – und da haben wir klar den Kürzeren gezogen.“
Kapitän David Raum (27) stimmte dem zu und sagte bei „Sky“: „Es bleiben Frustration und Wut. Letztlich müssen wir anerkennen, dass Bayern eine besondere Qualität besitzt. Aber wie wir in den letzten 15 Minuten agiert haben, darf nicht passieren. Trotzdem können wir auch positive Aspekte mitnehmen.“
In den kommenden Wochen stehen für die Sachsen die Partien gegen Heidenheim, St. Pauli und Mainz an. Dabei sind neun Punkte fast Pflicht, um in der Spitzengruppe zu bleiben.
1. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Klub, der am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte, also der 16. Rang, darf in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.