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RB Leipzig kämpft lange mit eigenen Fehlern und bangt um Gulacsi

Leipzig – Im bedeutenden Heimspiel am Sonntagabend gegen den VfL Wolfsburg kam RB Leipzig nicht über ein 2:2 (0:0) hinaus. Obwohl die Rasenballer vor allem in der ersten Hälfte zahlreiche Chancen hatten, scheiterten sie immer wieder an ihrer eigenen Verwertung. Nach der Pause wurde dieses Manko umgehend bestraft. Doch der glänzend aufgelegte Brajan Gruda (ein Assist, ein Treffer) sicherte den Roten Bullen wenigstens einen Punkt.

In der kühlen Atmosphäre der Red Bull Arena starteten die Sachsen sofort mit viel Elan und erspielten sich mehrere vielversprechende Möglichkeiten.

Besonders beeindruckend war der Fallrückzieher von Conrad Harder aus rund sechs Metern, der jedoch genau auf Torhüter Kamil Grabara zielte, der den Ball parieren konnte (19. Minute).

Wolfsburg verteidigte sehr tief und kam offensiv kaum zu nennenswerten Aktionen.

In der 28. Spielminute erlitt RB dann einen Rückschlag: Torwart Peter Gulacsi musste verletzt gegen Maarten Vandevoordt ausgewechselt werden, nachdem er sich beim Aufprall aufs Knie verletzt hatte.

Bis zur Halbzeit drückten die Roten Bullen dennoch weiter und suchten die Führung. Die Gastgeber präsentierten sich deutlich wacher und aktiver. Fast wäre Gruda mit seinem Debüttreffer belohnt worden, doch er scheiterte allein vor dem Tor an dem starken Grabara (41.). Wolfsburg hätte sich nicht beklagen dürfen, mit einem 0:3-Rückstand in die Pause zu gehen.

Nach Wiederanpfiff knüpften die Hausherren nahtlos an ihre starke Leistung an. Yan Diomande verpasste mit einem Drehschuss erneut die Führung (49.).

Wie es im Fußball oft der Fall ist: Wer vorne seine Chancen nicht nutzt, wird hinten bestraft.

Die bis dahin nahezu ungefährlichen Wölfe kombinierten sich über rechts durch. Der Ball kam zu Mohammed Amoura, der direkt abzog und links oben zum 1:0 traf (52.).

Der Rückstand war angesichts der bisherigen Spielanteile höchst unverdient, doch RB war nun gefordert, eine Antwort zu finden. Die Gäste bekamen zunehmend Selbstvertrauen und steigerten sich im Spiel.

Erst in der 60. Minute übernahmen die Sachsen wieder das Kommando. Das erste Tor gelang allerdings dank eines Fehlers des starken Grabara: Sein missglückter Abschlag landete genau vor den Füßen von Gruda, der auf der rechten Seite ablegte. Diomande traf anschließend flach zum Ausgleich (70.).

Viele Fans rechneten nun mit einer Wende zugunsten der Hausherren. Doch es kam anders: Leipzig verlor den Ball in einer Offensivaktion, Wolfsburg konterte schnell und spielte den Ball durch zu Mattias Svanberg, der eiskalt zum 2:1 einschoss (78.).

Die Roten Bullen gaben sich jedoch nicht geschlagen, erhöhten den Druck und erkämpften sich kurz vor Schluss den Ausgleich! Gruda platzierte den Ball sehenswert ins lange Eck – 2:2 (89.). Mit der allerletzten Gelegenheit hätte Romulo den Sieg noch klarmachen können, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz (90.+6).

22. Spieltag

RB Leipzig - VfL Wolfsburg 2:2 (0:0)

RB Leipzig: Gulácsi (29. Vandevoordt) – Henrichs (63. Baku), W. Orban, Seiwald (82. Lukeba), Finkgräfe – Schlager – Gruda, Baumgartner – Diomande, Harder (63. Romulo), Nusa (82. Bakayoko)

VfL Wolfsburg: Grabara – Kumbedi, Vavro, Jenz, Belocian – Eriksen, Arnold – Daghim (90.+5 Adjetey), Majer (84. Pejcinovic), Shiogai (60. Svanberg) – Amoura (83. Koulierakis)

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiburg im Breisgau)

Zuschauer: 35.787

Tore: 0:1 Amoura (52.), 1:1 Diomande (70.), 1:2 Svanberg (78.), 2:2 Gruda (89.)

Gelbe Karten: Schlager (3) / Kumbedi (2), M. Müller (1)

Bundesliga-Tabelle

Die Tabelle der 1. Bundesliga zeigt Folgendes: Am Saisonende wird der Tabellenführer Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) hat die Möglichkeit, in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Liga um den Verbleib in der höchsten Spielklasse zu kämpfen.