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Frustrierender Spieltag für RB Leipzig: „Das unterscheidet uns momentan von anderen Teams“

Leipzig – Ein 2:2-Unentschieden gegen den abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg entspricht sicherlich nicht den Erwartungen, die Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff (50) mit seiner Ansage zur Champions-League-Qualifikation verbunden hatte. Dennoch kann sich RB Leipzig nach dem Spiel am Sonntagabend kaum Vorwürfe machen – abgesehen davon, dass ein Spitzenklub einfach deutlich mehr hochkarätige Chancen im Tor unterbringen muss, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Gerade im ersten Durchgang gegen die Wölfe lag genau darin das Problem. Harder, Gruda und Diomande ließen reihenweise Gelegenheiten aus, die Partie zugunsten der Sachsen zu entscheiden.

Wie so oft im Fußball ging letztlich sogar der bis dahin erfolglose Außenseiter in Führung. Für die Gastgeber reichte es immerhin noch, um einen Punkt zu sichern.

„Eine gute Leistung, aber ein unpassendes Ergebnis. In der ersten Halbzeit müssen zwei oder drei Chancen einfach verwertet werden, dann käme es in der zweiten Hälfte gar nicht erst zu dieser Situation. Mit der Einstellung und dem Auftreten bin ich jedoch zufrieden. Dass wir die Chancen nicht nutzen, ist genau das, was uns momentan von anderen Mannschaften unterscheidet“, erklärte RB-Trainer Ole Werner (37) auf der Pressekonferenz nach Spielende.

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, wie sehr das Unentschieden für die Leipziger schmerzt: Alle Rivalen im Kampf um die Königsklasse konnten am Wochenende gewinnen.

Durch das Remis gegen Wolfsburg rutschen die Roten Bullen nicht nur auf den fünften Platz ab, der nur zur Teilnahme an der Europa League berechtigt. Auch Bayer Leverkusen ist inzwischen auf einen Punkt herangekommen und hofft, am kommenden Spieltag vorbeiziehen zu können.

Werner dazu: „Wir stehen da, wo wir nach 22 Spieltagen hingehören. Insgesamt ist die Liga stark umkämpft. In den vergangenen Wochen haben wir zu wenige Punkte gesammelt. Das ist keine einfache Phase für uns.“

Feststeht: RB Leipzig muss jetzt liefern, wenn das erklärte Saisonziel noch erreicht werden soll. Zwei der nächsten vier Begegnungen finden gegen direkte Konkurrenten um die Champions-League-Plätze statt. Am kommenden Samstagabend empfängt man Borussia Dortmund in der Red Bull Arena.

Im März steht dann für die Roten Bullen ein schweres Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart auf dem Programm.

Tabelle der 1. Bundesliga

Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist folgende: Der Verein auf Platz 1 am Ende der Saison wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte auf Rang 16 muss in die sogenannte Relegation, um den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.