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Komplikationen nach Verletzung: Henrichs hatte „nicht erwartet, so lange auszufallen“

Almancil (Portugal) – Immer wieder gab es Rückschläge und Herausforderungen, doch Benjamin Henrichs (28) von RB Leipzig ist nach seinem Achillessehnenriss wieder auf dem Platz aktiv, fühlt sich wohl und traut sich nach mehr als einem Jahr Pause zu, am Wochenende sogar im Kader zu stehen!

Im internen Trainingsspiel des Portugal-Camps war der Rechtsverteidiger 25 Minuten im Einsatz.

„Ich hätte gern länger gespielt, aber das war vorher so abgesprochen. Nach einer so langen Pause empfinde ich vor allem Dankbarkeit, dass ich wieder spielen kann und keine Beschwerden habe“, erklärte er.

Vor rund einem Jahr, nach der Verletzung am 14. Dezember 2024, konnte er „nicht einmal laufen“. Nun ist er wieder auf dem Spielfeld und rückt seinem Comeback im Trainingslager einen großen Schritt näher – wenn auch später als ursprünglich erwartet: „Ich hatte nicht damit gerechnet, so lange nicht spielen zu können.“

Obwohl es noch kleinere Schwächen gibt, wie Henrichs augenzwinkernd in einer Medienrunde zugab: „Die Wade ist noch etwas dünner als die andere.“ Selbst ein verlorener Zweikampf gegen Christoph Baumgartner (26) brachte ihn nicht aus der Fassung.

„Ich habe überlegt, ob ich in den Zweikampf gehen soll oder nicht. Dann habe ich ihn verloren, war aber sehr glücklich, dass trotzdem alles gehalten hat“, berichtete der Nationalspieler, der auch im Austausch mit Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) steht.

Die Aussicht auf ein mögliches Comeback weckt natürlich auch Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Sommer: „Die WM ist natürlich weiterhin im Hinterkopf.“

Der Kontakt zu Nagelsmann erfolgt vorwiegend über WhatsApp, vor Kurzem erhielt Henrichs „eine ziemlich gute Nachricht“ vom Bundestrainer.

Ein wenig bitter ist jedoch, dass er im Rennen um einen WM-Platz gegen Ridle Baku (27) antreten muss, den Nagelsmann nach einer längeren Pause wieder ins Team berufen hat.

Am Mittwochnachmittag kehrt das Team von RB Leipzig zurück in die Heimat, am Samstag steht beim Bundesliga-Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli der nächste Einsatz an. Vielleicht sitzt Benjamin Henrichs dann als Joker auf der Bank.