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Ein Jubel der besonderen Art: FCM-Stürmer stürzt in Berliner Graben

Magdeburg – Am 15. Spieltag der 2. Bundesliga sorgte Rayan Ghrieb (26) mit seinem späten Treffer zum 2:0 (90+11.) für den Sieg des 1. FC Magdeburg gegen Hertha BSC. Doch der Jubel endete mit einem überraschenden Zwischenfall: Der Angreifer sprang bei seiner Torfeier unversehens in den Graben zwischen Tribüne und Spielfeldrand.

„Nach dem 2:0 waren wir uns sicher, dass wir die Partie gewinnen würden. Deshalb ließ ich nach meinem Tor meinen Emotionen freien Lauf und wollte unbedingt gemeinsam mit unseren Fans feiern“, erklärte Ghrieb im Interview mit der Bild während des Trainingslagers.

Der Berliner Olympiastadion-Graben, der Tribüne und Spielfeld voneinander trennt, ist etwa drei Meter tief. Dies war dem FCM-Stürmer laut eigener Aussage nicht bewusst. Rückblickend sah er die Situation durchaus kritisch: „Im Nachhinein betrachtet war das schon eine gefährliche Aktion.“

„Meine Familie und Freunde verfolgten das Spiel vor dem Fernseher und waren zunächst ziemlich erschrocken“, berichtete er. Doch als der Stürmer mit einem Lächeln aus dem Graben wieder auftauchte, war die Sorge schnell verflogen. „Jetzt können wir darüber lachen“, fügte Ghrieb hinzu.

Ganz sicher trug dazu auch bei, dass der FCM damit die beeindruckende Serie von sieben Siegen der Berliner beendete.

In der zuletzt sehr stabilen Phase des 1. FC Magdeburg trat Ghrieb allerdings meist nur als Einwechselspieler auf. Das lag wohl auch daran, dass die Bilanz mit ihm in der Startelf zu Saisonbeginn nicht optimal war.

Dennoch fühlt sich der 26-Jährige wohl: „Ich wurde vom Team sehr gut aufgenommen und hatte sofort das Gefühl, hier zuhause zu sein.“ Beim Testspiel gegen Winterthur konnte er mit einem Treffer seine Fähigkeiten erneut unter Beweis stellen.

Falls ihm auch zum Rückrundenstart gegen Braunschweig ein Tor gelingt, wird er zwar wieder von der blauen Tartanbahn umgeben sein, doch im Eintracht-Stadion gibt es keinen Graben.

Tabelle der 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison Platz 1 belegt, ist Meister der Zweiten Liga und steigt in die Bundesliga auf. Gleiches gilt für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.