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FCSP-Blog: Die Rabauken bringen Alexander Blessin mit ungewöhnlicher Frage zum Schmunzeln

Hamburg – Der FC St. Pauli benötigt dringend Zähler im Abstiegskampf. Am Sonntag um 17:30 Uhr empfängt das Team im Millerntor-Stadion den SC Freiburg.

Der Druck steigt von Spiel zu Spiel, doch Abwehrspieler Hauke Wahl sieht darin auch einen kleinen Vorteil. Trainer Alexander Blessin hatte hingegen mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen.

In unserem St.-Pauli-Blog halten wir Euch stets auf dem Laufenden – mit aktuellen News rund um die Mannschaft, möglichen Transfers und allem, was am Millerntor passiert.

Zweimal pro Woche stellt sich Cheftrainer Alexander Blessin (52) den Fragen der Presse. Doch manchmal bekommen auch Nachwuchstalente die Gelegenheit, den Coach zu interviewen. So traten jüngst die FCSP-Rabauken bei einer eigenen Pressekonferenz mit einer ungewöhnlichen Frage an den 52-Jährigen heran.

„Wenn du und dein Team in einer Zombie-Apokalypse stecken würdet, wer wäre der erste, der das Zeitliche segnet, und wer würde am längsten überleben?“, wollte ein Junge wissen. Blessin lauschte aufmerksam und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen: „Boah, das ist wirklich eine fiese Frage.“

Nach kurzem Nachdenken antwortete er: „Da gibt es keinen einzelnen. Wir sind eine Einheit und treten als Mannschaft auf, da kann ich niemanden hervorheben oder aussortieren.“

Doch die Rabauken harten nach: „Wer würde denn am längsten durchhalten?“ Schließlich entschied sich Blessin für ein Duo: „Wer am längsten überleben würde, weil er vermutlich am weitesten laufen kann, ist wahrscheinlich Mathias Pereira Lage oder Jackson Irvine, da sie regelmäßig fast 13 Kilometer pro Spiel zurücklegen.“

Die Fragen waren damit aber noch nicht beendet. Die Nachwuchsspieler wollten noch wissen, wer sich am besten verstecken könne. Blessin lachte und konterte mit einem typischen Spruch: „Eigentlich wollen wir keine Spieler, die sich verstecken.“

Während Eric Smith (29), Arkadiusz Pyrka (23) und Nikola Vasilj (30) noch um die letzten WM-Tickets kämpfen, sind andere Kiezkicker bei Testspielen mit ihren Nationalmannschaften im Einsatz, um sich für weitere Berufungen zu empfehlen.

Connor Metcalfe (26) hat seine Chancen auf die WM im Sommer noch nicht aufgegeben und hofft, bei den Partien Australiens gegen Kamerun (27. März, 10:10 Uhr) sowie Curacao (31. März, 11:10 Uhr) dabei zu sein. Jackson Irvine (32) hingegen wurde vorsorglich geschont und fehlt.

Joel Chima Fujita (24) und Tomoya Ando (27) reisen gemeinsam nach Großbritannien, wo sie zunächst mit Japan gegen Schottland (28. März, 18 Uhr) und anschließend gegen England (31. März, 20:45 Uhr) antreten.

Abdoulie Ceesay (22) hat mit Gambia ein einziges Länderspiel vor sich, Gegner am 31. März ist Senegal (21 Uhr).

Danel Sinani (28) steht vor wichtigen Qualifikationsspielen mit Luxemburg für die Nations League. Am 26. und 31. März, jeweils um 18 Uhr, geht es gegen Malta.

Der FC St. Pauli steckt acht Spieltage vor Saisonende mitten im Abstiegskampf. Während der Druck spürbar ist, betrachtet Abwehrspieler Hauke Wahl (31) die Situation etwas gelassener.

„Bei uns herrscht eine gute Mischung aus Lockerheit und Konzentration“, beschrieb er die Atmosphäre. „Etwas Lockerheit ist wichtig und hilft enorm. Man kann nicht ständig zuhause die Anspannung hochhalten, sonst verkrampft man irgendwann.“

Seiner Meinung nach ist es von Vorteil, dass die Mannschaft seit dem Auftaktspiel weiß, dass es einzig um den Klassenerhalt geht. „Das kann ein Pluspunkt sein. Es ist schön, dass es so eng zugeht. Wir sind nicht nervös, als Profis wissen wir, wie man mit Druck umgeht“, erklärte Wahl weiter.

Für ihn persönlich sei der Druck sogar förderlich. „Nur wenn man ihn spürt, kann man seine beste Leistung abrufen und hundert Prozent geben. Sobald die Spannung nachlässt, wird es schwierig. Das hat man im letzten Spiel der vergangenen Saison gegen Bochum gesehen. Die spannendsten Spiele sind doch die, bei denen es um etwas geht.“

Drei FC St. Pauli-Profis kämpfen in der kommenden Woche mit ihren Nationalmannschaften um die letzten WM-Tickets für das Turnier im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko.

Eric Smith (29) gehört dazu, er wurde nach vielen verletzungsbedingten Absagen für die schwedische Nationalmannschaft nominiert. Die Tre Kronor treffen im Play-off-Halbfinale zuerst auf die Ukraine (26. März, 20:45 Uhr). Bei einem Erfolg könnte es zu einem Kiezkicker-internen Duell kommen.

Im anderen Halbfinale steht Arkadiusz Pyrka (23) mit Polen, Gegner ist Albanien (26. März, 20:45 Uhr).

Der dritte Spieler ist Nikola Vasilj (30), der mit Bosnien-Herzegowina zunächst auf Wales trifft (26. März, 20:45 Uhr). Im Finale wartet dann entweder Italien oder Nordirland.

Fabian Hürzeler (33) feierte mit dem FC St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga, inzwischen misst er sich in der Premier League mit den besten Spielern weltweit. Vor einigen Wochen spielte er mit Brighton & Hove Albion gegen Tabellenführer Arsenal London und verlor knapp mit 0:1. Anschließend kritisierte er das Zeitspiel der Gunners.

Das sorgte am Dienstagabend für eine Reaktion von Matthias Sammer (58). Vor dem Bayer Leverkusen-Spiel bei Arsenal sagte er bei Amazon Prime: „Zu Arsenal möchte ich nur sagen: Sie sollen einfach den Mund halten. Im Fußball gibt es keine B-Noten. Es geht um Titel – und wer Titel gewinnt, hat Recht.“

Daraufhin richtete der Experte seine Worte auch direkt an den ehemaligen St.-Pauli-Trainer: „Fabi Hürzeler schätze ich sehr, aber bevor du eine Mannschaft kritisierst, musst du erst drei Titel gewinnen und nicht nur mit Pauli aufsteigen. Respekt gehört dazu.“

Wie bekannt wurde, tauschte sich Hürzeler erneut mit Arsenal-Coach Mikel Arteta (43) aus, bestätigte seine Kritik aber.

Eigentlich arbeitet Hauke Wahl am Millerntor, an der Kollaustraße oder in anderen Bundesliga-Stadien. Am Montag jedoch stand der Profi überraschend an einer Supermarktkasse – und das für einen guten Zweck.

Der gesamte Betrag, den der „Aushilfskassierer“ während seiner Zeit an der Kasse bei EDEKA in der Rindermarkthalle eingenommen hat, fließt einem wohltätigen Zweck zu. Die Filiale erhöhte die Summe auf insgesamt 10.000 Euro. Der Erlös soll den FC St. Pauli Rabauken zugutekommen und Kindern aus Familien zugutekommen, die sich eine Teilnahme an einem Fußballcamp sonst nicht leisten könnten.

„Es war schön zu sehen, wie positiv die Kundinnen und Kunden reagiert haben. Die Arbeit der Rabauken liegt mir sehr am Herzen. Kinder früh für Bewegung, Teamgeist und gesunde Ernährung zu begeistern, ist enorm wichtig. Wenn ich dazu einen kleinen Beitrag leisten kann, mache ich das gerne“, erklärte Wahl die Aktion.

Wie bedeutend James Sands (25) für den FC St. Pauli ist, zeigte sich bei der Niederlage am Freitag in Gladbach deutlich. Der US-Amerikaner fehlte an allen Ecken und Enden. Die Nachricht von seiner schweren Verletzung löste bei den Mitspielern Bestürzung aus.

„Für mich war das ein Schock. Sein Ausfall tut uns sehr weh“, sagte Hauke Wahl (31). „Er ist ein absoluter Stabilitätsfaktor, gerade in den sehr starken Phasen, die er auch hatte. Er bringt viel Wucht in die Zweikämpfe.“

Die Verletzung trifft Sands besonders hart: Zum einen läuft sein Leihvertrag zum Saisonende aus, sodass er wohl keine weiteren Spiele für St. Pauli bestreiten wird. Zum anderen verpasst er die Heim-WM, für die er noch Hoffnungen hegte.

„Eine WM im eigenen Land – ich kann mir das zwar nicht vorstellen, weil ich viel zu weit weg bin – aber für ihn war es ein Traum, dabei zu sein. Er hätte es verdient gehabt“, gestand Wahl. „Es tut uns weh, aber menschlich gesehen ist es für ihn eine große Enttäuschung, nicht dabei zu sein. Es ist auch unsere Aufgabe als Team, ihn wieder aufzubauen.“

Ein gutes Omen? Daniel Schlager (36) wird am Freitagabend (20:30 Uhr) das wichtige Abstiegsduell des FC St. Pauli bei Borussia Mönchengladbach leiten. Unter seiner Leitung haben die Kiezkicker eine gute Bilanz.

Der gelernte Bankkaufmann pfiff bislang sieben Partien von St. Pauli, von denen vier gewonnen wurden, nur eine ging verloren. Zuletzt war Schlager in der zweiten Runde des DFB-Pokals für die Boys in Brown im Einsatz, als sie im Elfmeterschießen gegen Hoffenheim siegten.

Die Bilanz der Borussia unter Schlager ist hingegen negativ: Von 13 Spielen gewannen die Fohlen nur drei und verloren vier. In dieser Saison leitete er das torlose Unentschieden der Gladbacher am sechsten Spieltag gegen Freiburg.

In dieser Saison trafen St. Pauli und Gladbach bereits zweimal aufeinander, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Besonders hervor tat sich Haris Tabakovic (31), der drei der fünf Tore der Fohlen erzielte.

„Er ist einer ihrer Schlüsselspieler und ein sehr guter Stürmer“, meinte Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem dritten Aufeinandertreffen am Freitagabend. Insgesamt attestierte er der Borussia eine hohe individuelle Qualität. „Aber wir haben schon gezeigt, dass wir sie schlagen können“, spielte er auf den Pokalsieg an.

Am Freitag wollen die Kiezkicker erneut gewinnen. „Wenn wir defensiv so stabil auftreten wie gegen Frankfurt und mit dem Ball so stark wie gegen Hoffenheim, dann haben wir gute Chancen“, erklärte Irvine. „Wir müssen mehr Laufbereitschaft und Kampfgeist zeigen als der Gegner.“

Vor allem die defensive Stabilität, die St. Pauli zuletzt auszeichnete, ist für ihn entscheidend. „Dann wissen wir, dass wir die Qualität besitzen, Spiele zu gewinnen.“ Ein Dreier am Freitag wäre im Abstiegskampf besonders wichtig.

Vor dem Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach erreichten die Kiezkicker äußerst bittere Nachrichten: James Sands (25) fällt bis zum Saisonende aus. Der US-Amerikaner verletzte sich in der Partie gegen Eintracht Frankfurt durch ein Foul am linken Sprunggelenk.

Der Verein teilte am Freitag mit, dass sich der Mittelfeldspieler einer Operation unterziehen muss und somit mehrere Monate ausfällt.

Somit ist klar, dass Sands wohl kein weiteres Spiel für St. Pauli bestreiten wird, da sein Leihvertrag am Saisonende endet. Außerdem sind seine Chancen auf eine WM-Teilnahme quasi dahin.

„Er bleibt dran, wir stehen im engen Austausch“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52) und betonte: „Martijn will unbedingt spielen und arbeitet intensiv an der Umsetzung unserer Vorgaben.“

Eigentlich hätte Kaars gegen Frankfurt eingewechselt werden sollen, wie Blessin zugab, doch verletzungsbedingte Wechsel verhinderten dies. „Er lässt den Kopf nicht hängen und gibt weiterhin Vollgas.“

Der Trainer weiß auch genau, woran es bei seinem Stürmer hapert: „Wir müssen ihm helfen, in die Positionen zu kommen, in denen er seine Stärken ausspielen kann“, erläuterte er und forderte mehr Körperlichkeit vom Niederländer.

Großartige Neuigkeiten! Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden. Dies gab der 30-Jährige auf seinem Instagram-Kanal bekannt. Demnach erblickte das Mädchen, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, bereits am 3. März das Licht der Welt.

Für die Geburt verpasste Hartel auch ein Spiel bei seinem aktuellen Verein St. Louis FC. Sportlich läuft es noch nicht ganz rund – aus drei Partien holte das Team nur einen Punkt, die Play-offs sind daher früh in Gefahr.

Jackson Irvine (33) ist für den FC St. Pauli unverzichtbar – das belegt eine Statistik: Immer wenn der Australier die vollen 90 Minuten auf dem Feld stand, ging das Team ungeschlagen hervor. Auch Trainer Alexander Blessin (52) lobte ihn in höchsten Tönen.

„Er ist äußerst wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Platz“, sagte er. „Er fungiert als Sprachrohr und Taktgeber und beruhigt die Mannschaft, wenn es hektisch wird.“

Seine Erfahrung aus über 430 Vereins- und 79 Länderspielen kommt dabei besonders zum Tragen. „Seine Präsenz ist enorm bedeutend. Für die Mannschaft und mich als Trainer ist er ein fester Anker“, betonte Blessin.

Eric Smith (29) wurde kürzlich Vater, ein weiterer Spieler erwartet ebenfalls Nachwuchs. Abwehrspieler Adam Dzwigala (30) verkündete am Donnerstag, dass seine Frau Kiki erneut schwanger ist.

Das Paar hat bereits zwei Kinder und scherzte auf Instagram, dass sie bald „in Unterzahl“ seien. Wann das Baby kommt, wurde nicht verraten. Bisher haben sie eine Tochter und einen Sohn.

Das Lazarett beim FC St. Pauli lichtet sich langsam: Für das Auswärtsspiel am Freitag bei Borussia Mönchengladbach stehen Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) wieder zur Verfügung. „Beide werden im Kader sein“, bestätigte Trainer Alexander Blessin (52).

Besonders die Rückkehr von Hountondji weckt Hoffnungen. „Mit seiner Dynamik und Schnelligkeit ist er ein wertvolles Pfund. Er war im Training sehr hungrig“, erklärte Blessin und denkt über einen etwa 15-minütigen Einsatz am Freitag nach.

Ob Verteidiger David Nemeth (24) die Reise mit nach Gladbach antritt, ist noch offen. Er soll aber sicher am Sonntag bei der U23 Spielpraxis sammeln.

Verzichten muss St. Pauli definitiv auf Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) – beide verletzten sich im Frankfurt-Spiel. „Bei Manos dachte ich zunächst, alles sei in Ordnung. Aber es sieht gar nicht so schlecht aus. Es besteht eine vage Hoffnung, dass er nächste Woche wieder mitwirken kann“, so Blessin. Bei Sands heißt es hingegen noch abwarten.

Schlechte Nachrichten vom FC St. Pauli: Wie der Verein am Dienstagmittag mitteilte, fallen Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) vorerst aus. Beide verletzten sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt.

Saliakas zog sich kurz nach Wiederanpfiff bei einem Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ zu. Er wird daher in Gladbach fehlen, für das nächste Heimspiel gegen Freiburg in zwei Wochen gibt es noch Hoffnung auf sein Comeback.

Bei Sands sieht es etwas schlechter aus. Nach einem Foul musste er ausgewechselt werden, zudem stellte man eine „Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks“ fest. Die genaue Ausfalldauer ist noch unklar.

St. Paulis Abwehrspieler Hauke Wahl (31) hatte Jonathan Burkardt (25) beim torlosen Unentschieden bestens im Griff. Nach der Partie lobte der Eintracht-Star den Verteidiger.

„Es ist sehr unangenehm, gegen ihn zu spielen“, sagte Burkardt am DAZN-Mikrofon. „Er ist immer einen Schritt voraus, ständig im Rücken, körperlich stark. Er hatte mich gut unter Kontrolle.“

Das Lob gab Wahl umgehend zurück: „Jonathan ist ein herausragender Stürmer, meiner Meinung nach einer der besten deutschen. Ehrlich gesagt hasse ich es, gegen ihn zu spielen.“

Beim 0:0 gegen Frankfurt erlebte Torhüter Nikola Vasilj (30) einen relativ ruhigen Nachmittag. „Ich hatte nicht viel zu tun, aber das ist das Verdienst der gesamten Mannschaft, die defensiv einen großartigen Job gemacht hat“, lobte er seine Vorderleute. Und wenn er gefordert war, war er zur Stelle.

Am Freitag wartet mit dem Spiel in Gladbach ein weiteres wichtiges Duell im Abstiegskampf. „Wir müssen das zuletzt gezeigte hohe Niveau halten. Besonders das Spiel gegen den direkten Konkurrenten ist enorm wichtig. Gladbach ist nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn ist jedes Spiel für uns ein Finale“, betonte er.

Vasilj kann zudem mit einem weiteren Zu-Null-Spiel einen neuen persönlichen Rekord aufstellen. Aktuell steht er bei 208 Minuten ohne Gegentor, sein Bestwert liegt bei 287 Minuten.

Die Rückkehr steht bevor! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Verteidiger David Nemeth (24) sind im Training des FC St. Pauli wieder voll dabei und könnten bald wieder Spielzeit erhalten.

„Andréas hat nun noch eine Woche, was ihm gut tut, auch wenn es eine kurze Woche ist. Im Training zeigt er gute Aktionen“, berichtete Trainer Alexander Blessin (52). Einen Kurzeinsatz am Freitag in Gladbach schloss er nicht aus, eine Rückkehr steht unmittelbar bevor.

Ähnlich ist die Situation bei Nemeth, der aber zunächst Spielpraxis bei der abstiegsgefährdeten U23 sammeln soll. „Wir schauen, wie die Woche verläuft, dann macht ein Einsatz Sinn“, sagte Blessin.

Die Lage sah nicht gut aus! Nach dem torlosen Remis gegen Eintracht Frankfurt bangt der FC St. Pauli um zwei Profis.

Kurz nach der Pause musste Manolis Saliakas (29) das Feld verlassen, nachdem er beim Sprint eine Verletzung am Oberschenkel verspürte. „Ich fühle mich nicht gut. Wir müssen sehen, was genau passiert ist. Während des Sprints hatte ich plötzlich Schmerzen im Oberschenkel“, erklärte er nach dem Spiel.

Trainer Alexander Blessin (52) kommentierte: „Das sah nicht gut aus, ich denke, es ist etwas Strukturelles.“ Das würde bedeuten, dass Saliakas mehrere Wochen ausfällt.

Bei James Sands (25) sieht es etwas besser aus. „Jimmy ist nur umgeknickt, aber wir müssen abwarten, was genau los ist“, hielt sich Blessin zurück. Sands musste nach Spielende beim Verlassen des Feldes von einem Betreuer gestützt werden.

Ein eher ungünstiges Zeichen: Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel des FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die letzte Bilanz der Kiezkicker unter ihm ist nicht gut.

Der gebürtige Berliner pfiff bisher 25 Spiele der Braun-Weißen, davon wurden acht gewonnen und neun verloren. In den letzten drei Begegnungen unter seiner Leitung zog St. Pauli stets den Kürzeren, zuletzt im November beim 1:3 gegen Bayern München.

Bei der Eintracht sieht die Bilanz etwas positiver aus: Zwayer leitete 44 Partien, aus denen 18 Siege und 15 Niederlagen resultierten. In dieser Saison war er für die SGE noch nicht im Einsatz.

Der FC St. Pauli muss am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt auf mehrere Spieler verzichten. Neben David Nemeth (24) stehen Trainer Alexander Blessin (52) drei weitere Akteure nicht zur Verfügung.

„Mathias Rasmussen (28) fällt erneut aus, er konnte diese Woche nur laufen“, erläuterte Blessin. „Bei Karol Mets (32) wird es auch diese und nächste Woche noch nichts.“

Auch Andréas Hountondji (23) fehlt, obwohl es bei ihm besser aussieht. „Die Tests verliefen gut, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen und wir haben ein gutes Gefühl. Ich bin zuversichtlich, dass er bald zurückkehrt“, so Blessin.

Mit dabei ist dagegen Tomoya Ando (27), der gegen Hoffenheim zuletzt noch fehlte.

Eric Smith (29) fehlte in den letzten Tagen im Training. Nun ist auch der Grund bekannt: Der Schwede wurde am Freitagnachmittag auf Instagram Vater zum zweiten Mal. Er dürfte am Sonntag gegen Frankfurt wieder zur Verfügung stehen.

FCSP-Anhänger aufgepasst: Die DFL hat die Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 zeitgenau angesetzt. St. Pauli tritt einmal freitags, einmal samstags und einmal sonntags an.

Die Spiele im Überblick:

Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli

Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München

Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln

Schlechte Nachricht für den FC St. Pauli: Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Der Verein gab bekannt, dass sich der Verteidiger beim Auswärtssieg in Hoffenheim eine Verletzung an der linken Wade zugezogen hat und auf unbestimmte Zeit ausfällt.

Besonders bitter: Mets hatte sich nach langwierigen Problemen mit der Patellasehne Anfang der Saison zurückgekämpft und Mitte Oktober sein Comeback gefeiert.

Trainer Alexander Blessin (52) verfügt allerdings über mehrere Alternativen. Neben Lars Ritzka (27), der Mets bereits in der zweiten Halbzeit ersetzte, könnten auch Adam Dzwigala (30) oder Tomoya Ando (27) die Position übernehmen.

Mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen hat sich der FC St. Pauli im Abstiegskampf etwas Luft verschafft und steht nun auf Platz 15. Am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt wollen die Kiezkicker nachlegen. Doch wann waren sie zuletzt so erfolgreich?

Drei Siege in Serie gelangen St. Pauli zuletzt in der Saison 2010/11. Die Erfolge gegen Köln, den HSV und Gladbach waren am Ende jedoch bedeutungslos, da das Team damals abstieg.

Die längste Siegesserie verbuchte der Kiezklub in der Saison 1989/90 mit vier Erfolgen in Folge gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Das bildete die Basis für den zehnten Tabellenplatz.

Eine Saison zuvor blieb St. Pauli sogar elf Spiele ungeschlagen – mit drei Siegen und acht Unentschieden.

Philipp Treu (25) feierte mit dem FC St. Pauli zwei bedeutende Erfolge: den Aufstieg in die Bundesliga und den Klassenerhalt in der Folgesaison. Trotzdem wechselte er im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erläuterte der Außenverteidiger seine Beweggründe.

„Nach einer starken Zweitliga-Saison und einem stabilen Erstliga-Jahr war für mich klar: Jetzt ist der nächste Schritt dran“, erklärte Treu. „Ich habe auch darüber nachgedacht, vielleicht bei St. Pauli zu bleiben. Aber ich wollte zu einem größeren Bundesliga-Klub, der sogar international spielt.“

Seine Zeit bei den Kiezkickern bereut er jedoch nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten in die erste Liga und ins internationale Geschäft war mir zu groß. Deshalb bin ich zu einem ambitionierten Zweitligisten gewechselt. So wie es lief, war es perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli könnte ich später den Kindern erzählen. Dass wir die Klasse gehalten haben, war besonders.“

Mittlerweile hat sich Treu in Freiburg einen Stammplatz erkämpft und freut sich besonders auf seine Rückkehr am 22. März ans Millerntor.

Nach dem Sieg gegen Werder Bremen in der Vorwoche wollte der FC St. Pauli bei der TSG Hoffenheim nachlegen – und das gelang den Kiezkickern eindrucksvoll.

„Ich bin sehr erleichtert. Es war extrem wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs einzufahren, vor allem in unserer Situation“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).

Mit dem Erfolg bewiesen die Kiezkicker erneut, dass sie auch gegen die Topteams der Liga mithalten können. Hoffenheim ist Tabellendritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen.

Zwar hatte St. Pauli in der ersten Halbzeit einige schwierige Phasen, kam aber immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. „Wir haben es geschafft, ihnen immer wieder weh zu tun. Das 1:0 kurz vor der Pause war extrem wichtig“, so Wahl.

In der zweiten Halbzeit ging es dann vor allem ums Überleben, wie er gestand: „Und das haben wir heute, glaube ich, gut gemacht.“

Ein gutes Zeichen! Deniz Aytekin (47) wird am Samstag die Partie des FC St. Pauli bei der TSG Hoffenheim leiten. Unter ihm hat St. Pauli eine ordentliche Bilanz.

Aytekin pfiff bereits 17 Spiele der Boys in Brown, von denen sie zehn gewannen und nur drei verloren. Die letzten fünf Begegnungen unter seiner Leitung gewannen sie allesamt, zudem ist St. Pauli unter ihm seit neun Partien ungeschlagen.

Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Bilanz: 14 Siege, zwölf Niederlagen und elf Unentschieden. Beide Teams hat der Diplom-Betriebswirt zuletzt in der Saison 2023/24 gepfiffen. St. Pauli verbindet damit gute Erinnerungen: Es war das letzte Saisonspiel bei Wehen Wiesbaden, in dem sie die Zweitliga-Meisterschaft sicherten.

Auf Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) wartet im Spiel bei der TSG Hoffenheim am Samstag (15:30 Uhr) viel Arbeit – denn der Tabellendritte verfügt über die zweitbeste Offensive der Liga.

„Sie haben viel Qualität und die richtigen Spieler für ihre Positionen“, sagte Mets. „Sie sind ein starkes Team und wollen das Spiel kontrollieren.“

Das bewiesen die Hoffenheimer bereits im Hinspiel am Millerntor, das sie mit 3:0 gewannen und St. Pauli kaum Chancen ließen. „Da haben sie vieles richtig gemacht“, räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal drehten die Kiezkicker jedoch den Spieß um. „Auch da haben sie wenig falsch gemacht, aber das Spiel kippte zu unseren Gunsten.“

Wahl sieht die Hoffenheimer in einem Aufwärtstrend: „Sie haben viel Selbstvertrauen und die richtigen Schlüsse aus dem Vorjahr gezogen. Sie haben eine komplett andere Mannschaft. Über die individuelle Qualität müssen wir nicht reden.“

Obwohl St. Pauli den Pokalsieg gegen Hoffenheim vorweisen kann, wird eine Wiederholung am Samstag äußerst schwer.

Taichi Hara (26) kommt bislang nur auf zwei Einsätze mit insgesamt 22 Minuten Spielzeit. Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nun, wie der Plan mit dem japanischen Stürmer aussieht.

„Wir wollten ihm mehr Einsatzzeit geben, aber im letzten Spiel passte es einfach nicht. Ich hatte kein gutes Gefühl“, erläuterte er. Im Training gibt Hara jedoch Vollgas. „Er zeigt gute Momente, daher könnte er wieder eingewechselt werden.“

Ein Startelfeinsatz sei jedoch noch zu früh. „Aber für die letzten 20 Minuten ist er definitiv eine Option.“

Martijn Kaars (26) hat es nicht leicht. Für die Rekordablöse von vier Millionen Euro kam der Angreifer mit 19 Zweitliga-Toren zum FC St. Pauli, der Durchbruch blieb bisher aus. In 24 Pflichtspielen erzielte er fünf Treffer und bereitete einen vor.

„Ich bewerte ihn nicht nur an Toren, sondern auch an seiner Arbeitsleistung für die Mannschaft“, sagte Trainer Alexander Blessin (52). Er habe sich zuletzt mehrmals intensiv mit Kaars unterhalten und Videoanalysen durchgeführt.

Das Hauptproblem ist klar: „Er selbst sagt, dass Stürmer sich vor allem an Toren messen. In letzter Zeit kam er seltener zu Chancen, was zu Unsicherheiten führt.“

Bisher konnten die Mitspieler Kaars noch nicht oft in Szene setzen, obwohl er klare Qualitäten besitzt. „Seine Stärke liegt im Strafraum, wenn er den Ball hat, sollte er die Chancen bekommen. Dabei müssen wir ihm helfen, aber er auch selbst daran arbeiten.“

Blessin ist überzeugt, dass Kaars mit weiterem Einsatz bald wieder glücklicher in Interviews auftreten und über seine Tore sprechen wird.

Gute Nachrichten vom Trainingsplatz: Nach David Nemeth (24) kehrte in den letzten Tagen auch Andréas Hountondji (23) zurück auf den Rasen. „Er war draußen und absolvierte Laufeinheiten“, bestätigte Trainer Alexander Blessin (52).

Der Angreifer trainierte lange Zeit individuell, nun ist er wieder ins Mannschaftstraining eingebunden. „Es geht jetzt um die letzten Schritte, die ersten sind gemacht, bald hoffen wir auf weitere Fortschritte“, so Blessin.

Nemeth ist schon weiter: „Wir wollen die Intensität langsam steigern und dann versuchen, ihn bei der zweiten Mannschaft einzusetzen, damit er Spielpraxis erhält.“

Zudem kehrt Connor Metcalfe (26) in den Kader zurück. Der Mittelfeldspieler trainiert bereits seit zwei Wochen komplett mit. „Er bringt der Mannschaft viel, deshalb freue ich mich, ihn auf der Bank zu haben.“

Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 war der 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.

Bisher hatten die Kiezkicker gegen Werder nur zwei Pflichtspiele gewonnen: Das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und das legendäre Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist den Favoriten aus Bremen mit 3:1 ausschaltete.

Die Bilanz ist somit etwas ausgeglichener, wenngleich den drei Siegen weiterhin fünf Remis und 13 Niederlagen gegenüberstehen.

Nach dem 2:1-Erfolg gegen Bremen war die Erleichterung bei den Profis groß – gefeiert wurde auch.

„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gab Abwehrspieler Karol Mets (32) zu. „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“

Zunächst agierten die Kiezkicker aus Sicht des Esten etwas schlampig und verloren zu leicht Bälle. Nach der Pause änderte sich das Bild. „Wir hatten viele gute Momente und Chancen. Das erste Tor war etwas glücklich, aber Glück muss man sich erarbeiten“, so Mets. Am Ende zog St. Pauli am HSV vorbei auf den Relegationsplatz.

Für James Sands (25) war die Rolle am Sonntag ungewohnt: Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank. Bis auf einen verletzungsbedingten Ausfall hatte er sonst immer in der Startelf gestanden.

Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nach der Partie seine Entscheidung: „Es ging auch um etwas Frische.“ Zudem war mit Eric Smith (29) eine hochkarätige Alternative zurück im Kader.

Es fiel ihm dennoch nicht leicht. „James bringt uns viel Qualität im Zweikampf. Er ist unscheinbar, aber unglaublich wichtig. Es tut weh, solche Qualität auf der Bank zu lassen.“

In den nächsten Spielen könnte es für Sands häufiger so kommen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei Führungsspieler auf seiner Position stehen.

Mit einem Sieg kann der FC St. Pauli am Sonntag an Abstiegskonkurrent Werder Bremen vorbeiziehen – die Bedeutung des Spiels ist groß. Das weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).

„Der Druck ist hoch, das kann man nicht ignorieren“, sagte der Australier vor dem Spiel am DAZN-Mikrofon. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele folgen.“

Irvine ist sich bewusst, dass ein Dreier einen bedeutenden Schritt bringen würde. Zum Glück sind mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammspieler zurück.

Auch Trainer Alexander Blessin (52) wirke ruhig und fokussiert, so Irvine.

Ein seltenes Ereignis: Schiedsrichter Sören Storks (37) wird am Sonntag (17:30 Uhr) das Abstiegskrimi zwischen dem FC St. Pauli und Werder Bremen leiten. Er hatte bereits das Hinspiel an der Weser gepfiffen, das Bremen mit 1:0 gewann.

Bessere Erinnerungen verbindet St. Pauli mit Storks in Bezug auf das Spiel gegen Heidenheim im November. Das wurde mit 2:1 gewonnen, obwohl es eine umstrittene Rote Karte gegen Eric Smith (29) gab. Unter seiner Leitung gab es zudem zwei weitere Siege, ein Remis und drei Niederlagen.

Bremen hat unter Storks ebenfalls eine negative Bilanz: vier Siege, drei Unentschieden und fünf Niederlagen.

Vor dem Duell zwischen FC St. Pauli und Werder Bremen erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder und absolvierte über 300 Pflichtspiele für die Grün-Weißen. Anschließend wurde er Trainer des Vereins (1971-1975).

Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti übernahm Piontek später St. Pauli und coachte die Kiezkicker in 39 Zweitliga-Spielen.

Weitere Informationen zum Leben und Wirken von Sepp Piontek findet Ihr im Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.

1. Bundesliga – Tabelle und Bedeutung

In der Bundesliga-Tabelle gilt: Wer am Saisonende Platz 1 belegt, ist Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 bedeuten den Abstieg in die 2. Bundesliga. Der Drittletzte (Platz 16) darf in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.