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Ausschreitungen vor dem Spiel gegen Schalke: Polizei sucht 18 Hertha-Anhänger

Berlin – Die Ereignisse vor dem Spiel gegen Schalke sind durch die Krawalle in Dresden beinahe in den Hintergrund gerückt. Nun jedoch nimmt der Fall erneut Fahrt auf: Die Polizei ermittelt gegen insgesamt 18 Hertha-Fans.

Bereits vor Beginn des Rückrundenauftakts am 17. Januar kam es unmittelbar vor der Ostkurve zu Auseinandersetzungen – ausgerechnet in einem Bereich, in dem die Polizei üblicherweise auf Zurückhaltung setzt.

Den Berichten zufolge wurden dabei 31 Anhänger von Hertha Berlin sowie 21 Beamte leicht verletzt. Die Polizei sprach von erheblicher Gewalt seitens der Fans. Im Gegenzug kritisierten die Anhänger den vermeintlich überzogenen Polizeieinsatz und erhielten dabei Rückendeckung vom Verein.

Im Unterschied zu den Ausschreitungen kürzlich bei Dynamo Dresden stellte sich Hertha BSC hinter seine Anhänger, die der Polizei vorwarfen, Verletzungen von Fans zu verschweigen.

Der Klub erklärte am Tag nach dem Vorfall: „In den vergangenen Monaten entstand aus verschiedenen Blickwinkeln wiederholt der Eindruck, dass Einsatzstrategien und Polizeipräsenz von den Fans zunehmend als konfrontativ und nicht mehr durchweg deeskalierend wahrgenommen werden.“

Was genau die Ausschreitungen auslöste, bleibt auch in der offiziellen Polizeimeldung unklar. Laut Angaben der Beamten, die mit einem Aufgebot im Bereich des Eingangs zur Ostkurve präsent waren, gab es Hinweise darauf, dass sich rund 100 vermummte Hertha-Fans versammelt hatten. Außerdem soll dort ein Schalke-Anhänger attackiert worden sein.

Demnach versuchten Hertha-Fans offenbar, den Zugang der Polizei zum Heimbereich zu verhindern und griffen die Einsatzkräfte mit Flaschenwürfen sowie dem Werfen von Absperrgittern und Metallmülleimern an, so die Polizei. Daraufhin setzten die Beamten Pfefferspray ein und machten Gebrauch von ihren Schlagstöcken.

Fünf Personen wurden damals festgenommen. Nun, knapp fünf Monate später, sucht die Polizei nach weiteren 18 Hertha-Anhängern. Fotos der Tatverdächtigen sind an dieser Stelle einsehbar.

Hinweise nimmt das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer (030) 4664-964510 entgegen. Auch per E-Mail an [email protected] können sachdienliche Hinweise übermittelt werden. Selbstverständlich können sich Zeugen auch an jede andere Polizeidienststelle wenden oder die Onlinewache nutzen.