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Polizei setzt großes Aufgebot beim Derby ein: Ultras bleiben draußen, Demonstration sorgt für Unruhe

Von Carsten Lappe

Köln – Bereits mehrere Tage vor dem mit Spannung erwarteten Rheinderby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach wurde den Ultras beider Fangruppen der Zutritt zum Hochsicherheits-Spiel verwehrt.

Laut Angaben der Polizei Köln sind 20 Personen vom Betreten des Stadiongeländes ausgeschlossen. Dennoch rechnet die Sicherheitsbehörde mit etwa 500 potenziell gewaltbereiten Fans beider Seiten, die man „besonders genau im Auge behalten“ will.

Rund 1400 Polizisten sollen im Umfeld des Bundesliga-Spiels am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Einsatz sein. Die Rivalität zwischen den Clubs besteht bereits seit den 1970er-Jahren und ist enorm ausgeprägt.

Sportlich wird das Derby diesmal zusätzlich durch den Abstiegskampf aufgeladen: Beide Mannschaften kämpfen darum, den Klassenerhalt zu sichern. Der Druck auf den 1. FC Köln ist dabei besonders hoch.

Kürzlich hatten die Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul (73), und Sachsen, Armin Schuster (64, beide CDU), indirekt angedeutet, den Vereinen zukünftig Kosten für derartige Polizeieinsätze in Rechnung zu stellen.

Dies sei ein Mittel, um insbesondere den Deutschen Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga dazu zu bewegen, beim Thema Stadionsicherheit konsequenter zu handeln, da sie aus Sicht der Politiker bislang zu zögerlich agierten.

Kölns Geschäftsführer Philipp Türoff (49) kritisierte diese „pauschalen Drohungen“ jedoch als wenig hilfreich.

„Solche Maßnahmen sind nachweislich kein effektives Mittel zur Erhöhung der Sicherheit, sondern könnten die vertrauensvolle Kooperation zwischen Vereinen und Behörden gefährden“, erklärte er im Gespräch mit dem „kicker“.

Zusätzlich zum Derby werden die Einsatzkräfte am Samstag durch eine zeitgleich stattfindende Demonstration gegen Rassismus in der Stadt gefordert, bei der etwa 10.000 Teilnehmer erwartet werden.

Die Polizei rechnet mit erheblichen Verkehrsbehinderungen und zahlreichen Straßensperrungen innerhalb Kölns.

Tabelle der 1. Bundesliga

Die Bundesliga-Tabelle entscheidet über Folgendes: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) hat die Möglichkeit, in einer Relegation den Verbleib in der Liga zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.