Polizeieinsatz im Fokus: Darum fällt der Spielbetrieb am 1. Mai aus
Deutschland – An diesem Wochenende startet der Endspurt der Saison im deutschen Profi-Fußball. Die für Freitag geplanten Begegnungen in den ersten drei Ligen finden allerdings nicht statt. Was steckt dahinter?
Hintergrund sind vor allem organisatorische und sicherheitsrelevante Gründe. Im gesamten Bundesgebiet sind zahlreiche Demonstrationen und Kundgebungen angemeldet, die die Einsatzkräfte stark beanspruchen.
Um die ohnehin schon angespannte Lage bei der Polizei nicht zusätzlich zu belasten, hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) beschlossen, am 1. Mai bewusst keine Spiele anzusetzen und so weitere Belastungen zu vermeiden.
Diese Vorgehensweise ist allerdings kein Novum. Seit den 2010er Jahren wird sie regelmäßig in enger Abstimmung zwischen den Verbänden und den Behörden praktiziert und ist mittlerweile Teil der üblichen Abläufe.
Sportlich betrachtet kommt die erzwungene Pause allerdings ungünstig, da die Saison jetzt in die entscheidende Phase geht.
Dennoch dürfte die Enttäuschung der Fans angesichts der Wetterprognose überschaubar bleiben: Meteorologen versprechen die ersten Sommertage des Jahres, vielerorts werden Temperaturen von über 25 Grad erwartet. Ideal also, um Zeit draußen zu verbringen – vielleicht mit der Grillzange in der Hand statt mit einem Bier im Stadion.
Außerdem bietet sich so die Gelegenheit, die Nerven zu schonen, bevor ab Samstag die Spiele der Lieblingsmannschaften wieder beginnen. Eine Ausnahme bilden nur die Anhänger des FC Bayern, die nach dem klaren 4:2-Sieg gegen den VfB Stuttgart Ende April bereits die 35. Meisterschaft feiern konnten und für die es in der Bundesliga sportlich gesehen nichts mehr zu holen gibt.