St.-Pauli-Blog: Philipp Treu erläutert seinen Abschied von den Kiezkickern
Hamburg – wichtige Punkte im Abstiegskampf! Der FC St. Pauli konnte überraschend, aber durchaus verdient, bei TSG 1899 Hoffenheim triumphieren.
Nach dem Spiel zeigte sich Hauke Wahl erleichtert, während Freiburg-Profi Philipp Treu seinen Wechsel vom Kiezklub erklärte.
In unserem St.-Pauli-Blog findet Ihr alle aktuellen Meldungen rund um die Mannschaft, mögliche Wechsel sowie sonstige Neuigkeiten aus dem Millerntor-Stadion.
Philipp Treu (25) erlebte mit dem FC St. Pauli zwei bedeutende Meilensteine: den Aufstieg in die Bundesliga sowie den Klassenerhalt in der Folgesaison. Dennoch entschied er sich im Sommer für eine Rückkehr zum SC Freiburg. Im Gespräch mit transfermarkt.de erläuterte der 25-Jährige seine Beweggründe.
„Nach einem starken Zweitliga-Jahr und einer soliden ersten Bundesligasaison war für mich klar: Es ist Zeit für den nächsten Schritt“, so Treu. „Ich habe auch darüber nachgedacht, vielleicht bei St. Pauli zu bleiben. Doch ich wollte zu einem größeren Verein wechseln, der sogar international spielt.“
Seinen Wechsel zu den Kiezkickern bereut er nicht im Geringsten: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Übergang von der dritten Liga in die Bundesliga und dann ins internationale Geschäft war mir zu groß. Deshalb wechselte ich erst zu einem ambitionierten Zweitligisten. So, wie es gekommen ist, war es perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli könnte ich später meinen Kindern erzählen. Danach haben wir den Klassenerhalt geschafft, das war etwas ganz Besonderes.“
Inzwischen hat sich Treu beim Sportclub einen festen Platz erkämpft und freut sich sicher besonders auf seine Rückkehr ans Millerntor am 22. März.
Nach dem Erfolg gegen Werder Bremen in der Vorwoche wollte der FC St. Pauli bei der TSG Hoffenheim nachlegen – und das gelang eindrucksvoll.
„Ich bin sehr erleichtert. Gerade in unserer Lage war es enorm wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs einzufahren“, betonte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).
Mit diesem Sieg bewiesen die Kiezkicker erneut, dass sie auch gegen die Spitzenteams der Liga bestehen können – schließlich ist Hoffenheim Tabellen-Dritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Serie gewonnen.
Zwar musste St. Pauli in der ersten Hälfte einige brenzlige Situationen überstehen, kam aber selbst immer wieder gefährlich vor das Tor des Gegners. „Wir haben ihnen immer wieder wehgetan. Das 1:0 kurz vor der Pause war extrem wichtig“, erklärte Wahl.
In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild. „Da ging es nur ums Überleben“, gestand der 31-Jährige. „Und ich glaube, das haben wir heute nicht schlecht gemacht.“
Ein gutes Vorzeichen: Deniz Aytekin (47) wird das Spiel des FC St. Pauli am Samstag bei der TSG Hoffenheim leiten. Unter seiner Leitung haben die Kiezkicker eine beachtliche Bilanz.
Insgesamt pfiff Aytekin schon 17 Partien mit Beteiligung der Boys in Brown, von denen zehn gewonnen wurden, nur drei gingen verloren. Die letzten fünf Begegnungen unter dem 47-Jährigen gewann St. Pauli jeweils, zudem sind sie seit neun Spielen ungeschlagen.
Auch Hoffenheim weist unter Aytekin eine positive Statistik auf: 14 Siege, 12 Niederlagen und 11 Unentschieden stehen zu Buche.
Beide Teams wurden vom Diplom-Betriebswirt zuletzt in der Saison 2023/24 gepfiffen. Für St. Pauli war das mit dem letzten Saisonspiel bei Wehen Wiesbaden ein gutes Omen: Dort sicherten sie sich die Zweitliga-Meisterschaft.
Die Verantwortung liegt bei ihnen! Der FC St. Pauli trifft am Samstag (15.30 Uhr) auf die TSG 1899 Hoffenheim, die Abwehrspieler Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) erwarten dabei eine Menge Arbeit gegen die zweitbeste Offensive der Liga.
„Sie besitzen viel Qualität und haben für jede Position die passenden Spieler gefunden“, erklärte Mets. „Hoffenheim ist ein starkes Team und will das Spiel kontrollieren.“
Das zeigte sich auch im Hinspiel am Millerntor, als die TSG mit 3:0 gewann und St. Pauli kaum Chancen ließ. „Da haben sie vieles richtig gemacht“, räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal drehten allerdings die Kiezkicker den Spieß um: „Auch dort haben sie wenig falsch gemacht, aber das Spiel kippte zu unseren Gunsten.“
Aus Sicht von Wahl sind die Hoffenheimer in einem positiven Lauf, haben viel Selbstvertrauen und aus den Erfahrungen des Vorjahres gelernt. „Sie sind eine ganz andere Mannschaft. Über die individuelle Klasse brauchen wir nicht zu sprechen.“
Obwohl St. Pauli den Pokal-Erfolg vorweisen kann, wird ein weiterer Sieg gegen die TSG am Samstag sehr schwer.
Taichi Hara (26) stand bislang nur zweimal für insgesamt 22 Minuten auf dem Platz. Trainer Alexander Blessin (52) erläuterte nun, wie er den japanischen Stürmer einsetzen möchte.
„Wir wollten ihm in letzter Zeit mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel passte es einfach nicht. Ich hatte kein gutes Gefühl in dem Moment“, begründete Blessin die Entscheidung.
Im Training aber zeigt Hara vollen Einsatz. „Dort gibt er Gas“, so der Coach, der Hoffnungen auf einen baldigen Einsatz äußerte: „Vielleicht können wir ihn schon im nächsten Spiel bringen.“
Ein Startelf-Debüt schloss der 52-Jährige jedoch aus: „Das ist noch zu früh. Aber für die letzten 20 Minuten ist er definitiv eine Option.“
Martijn Kaars (26) hat es bisher schwer. Als teuerster Neuzugang (vier Millionen Euro) mit 19 Zweitliga-Toren im Rücken wird vom Stürmer ein Durchbruch erwartet – bisher gelangen ihm in 24 Pflichtspielen fünf Treffer und eine Vorlage.
„Ich bewerte ihn nicht unbedingt nach Toren, sondern wie er der Mannschaft hilft“, erklärte Trainer Blessin, der sich zuletzt intensiv mit Kaars beschäftigte und Videoanalysen durchführte.
Das Hauptproblem ist offensichtlich: „Er sagt selbst, dass man als Stürmer vor allem an Toren gemessen wird. In letzter Zeit kam er nicht oft in solche Situationen. Wenn man weniger Chancen hat, wird man ängstlicher.“
Seine Mitspieler konnten Kaars bislang noch nicht optimal einsetzen, obwohl er seine Stärken klar im Strafraum hat. Blessin betonte: „Wir müssen ihm helfen, die Chancen zu bekommen – und er muss sie dann nutzen.“
Der Coach ist überzeugt, dass Kaars bei weiterem Training bald wieder glücklicher vor der Kamera stehen und über seine Tore sprechen wird.
Gute Neuigkeiten vom Trainingsgelände: Nach David Nemeth (24) ist nun auch Andréas Hountondji (23) zurück auf dem Rasen. „Er hat Laufübungen absolviert“, bestätigte Blessin.
Der Stürmer war lange Zeit getrennt vom Team und trainierte individuell, ist nun zurück. „Es geht darum, ihn langsam wieder heranzuführen. Die ersten Schritte hat er gemacht, bald folgen hoffentlich weitere Fortschritte“, so der Trainer.
David Nemeth ist bereits weiter: „Wir wollen die Belastung schrittweise erhöhen und ihn dann in der zweiten Mannschaft einsetzen, um Spielpraxis zu sammeln“, erläuterte Blessin.
Zudem wird Mittelfeldspieler Connor Metcalfe (26) wieder in den Kader zurückkehren. Nach zwei Wochen vollumfänglichen Trainings sei er eine wertvolle Unterstützung, so der Coach: „Ich freue mich, dass wir ihn wieder auf der Bank haben.“
Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 markierte den 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.
Bislang konnten die Kiezkicker in Pflichtspielen gegen Werder nur zweimal gewinnen: Im ersten Bundesliga-Duell der Saison 1977/78 (3:1) und im legendären DFB-Pokal-Spiel im Januar 2006 als Drittligist, als Bremen mit 3:1 besiegt wurde.
Die Bilanz wurde so leicht verbessert, dennoch stehen drei Siege fünf Unentschieden und 13 Niederlagen gegenüber.
Die Erleichterung nach dem 2:1 gegen Bremen war groß, entsprechend wurde gefeiert.
„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gab Abwehrspieler Karol Mets (32) zu. „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“
Zu Beginn war aus seiner Sicht die Ballkontrolle zu schlampig, nach der Pause lief es besser: „Wir hatten viele gute Momente. Das erste Tor fiel etwas glücklich, aber Glück muss man sich auch erarbeiten.“ Am Ende zog St. Pauli an Bremen vorbei auf den Relegationsplatz.
James Sands (25) erlebte am Sonntag eine ungewohnte Rolle: Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank – zuvor stand er bis auf eine Verletzung immer in der Startelf.
Trainer Alexander Blessin (52) erklärte den Grund: „Es geht auch um Frische.“ Zudem kehrte mit Eric Smith (29) eine starke Alternative zurück in den Kader.
Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen: „James bringt viel Qualität im Zweikampf. Er ist zwar unauffällig, aber sehr wichtig. Es tut weh, so einen Spieler auf der Bank zu lassen.“
In den kommenden Spielen könnte Sands auch öfter auf der Bank Platz nehmen, denn mit Smith und Jackson Irvine (32) hat der FC zwei Führungsspieler auf seiner Position.
Mit einem Sieg kann St. Pauli im Duell mit Werder Bremen an einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf vorbeiziehen – die Bedeutung dieses Spiels ist groß, das weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).
„Der Druck ist enorm, den kann man nicht abschütteln“, sagte der Australier kurz vor der Partie bei DAZN. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele weitere folgen.“
Irvine ist sich bewusst, wie viel ein Dreier bringen kann. Gut, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammspieler zurück sind.
Auch Coach Alexander Blessin macht einen guten Eindruck: „Er ist ruhig und fokussiert“, so Irvine.
Eine seltene Konstellation: Schiedsrichter Sören Storks (37) wird am Sonntag (17.30 Uhr) das Abstiegsspiel zwischen FC St. Pauli und Werder Bremen leiten. Er pfiff bereits das Hinspiel, das Bremen mit 1:0 gewann.
St. Pauli verbindet mit Storks positive Erinnerungen an das Spiel gegen Heidenheim im November, das 2:1 gewonnen wurde – trotz einer umstrittenen roten Karte gegen Eric Smith (29). Unter seiner Leitung gab es zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.
Bremen hat unter Storks ebenfalls eine eher negative Bilanz: vier Siege, drei Remis und fünf Niederlagen.
Vor dem direkten Duell zwischen St. Pauli und Werder Bremen erreichte beide Klubs eine traurige Nachricht: Sepp Piontek verstarb im Alter von 85 Jahren.
Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 über 300 Pflichtspiele für Werder Bremen. Anschließend war er von 1971 bis 1975 Trainer des Vereins.
Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und in Haiti trainierte Piontek auch St. Pauli, wo er 39 Zweitliga-Spiele betreute.
Weitere Details zum Tod von Piontek findet Ihr unter dem Titel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.
Manolis Saliakas (29) war beim 2:1-Erfolg von St. Pauli über den VfB Stuttgart auf der rechten Seite sehr aktiv und erzielte das 1:0. Sein Jubel war besonders.
„Ich hatte schon an den Torjubel gedacht, als der Ball zu mir kam“, berichtete der Grieche. „Ich hatte viel Platz.“ Er ließ den Ball über den Spann gleiten und erzielte ein sehenswertes Tor. „Es ist schön, ein Tor zu schießen, vor allem wenn es so wichtig ist.“
Sein Jubel war eindeutig: Er steckte sich den Ball unter das Trikot und den Daumen in den Mund. „Meine Frau ist schwanger“, verriet er stolz. „Es wird ein Junge, der Geburtstermin ist im Juni.“
Glücklicherweise ist zu diesem Zeitpunkt Sommerpause, sodass sich Saliakas ganz auf seine bevorstehende Vaterrolle konzentrieren kann.
Der FC St. Pauli benötigt dringend Punkte im Abstiegskampf, während der VfB Stuttgart im Kampf um die Champions-League-Plätze steckt. Ein Sieg der Schwaben könnte zudem einen neuen Bundesliga-Rekord bedeuten.
Der VfB gewann zuletzt drei Auswärtsspiele mit deutlichen Ergebnissen – 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Gelingt am Millerntor ein Sieg mit drei Toren Differenz, wäre es eine historische Premiere.
Bisher schaffte das in der Bundesliga kein Team – der VfB steht aktuell gleichauf mit Bayern, RB Leipzig und Bochum, die jeweils zweimal diesen Erfolg erzielten.
Benjamin Brand (36) wird am Samstag (15.30 Uhr) die Partie zwischen FC St. Pauli und VfB Stuttgart leiten. Beide Klubs hat er in dieser Saison bereits gepfiffen.
St. Pauli hat unter Brand eine positive Bilanz: Von 16 Spielen wurden sieben gewonnen, dazu gab es zwei Unentschieden. In dieser Saison leitete er die 1:2-Niederlage der Kiezkicker beim SC Freiburg.
Beim VfB ist die Bilanz noch besser: Sechs Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage. Zuletzt leitete Brand das Spiel der Schwaben am 11. Spieltag gegen Borussia Dortmund (3:3).
Für den FC St. Pauli droht am Samstag gegen Stuttgart der Ausfall zweier wichtiger Spieler. „Bei Hauke Wahl (31) besteht zwar noch Hoffnung, sie schwindet aber mit jedem Tag. Für das Spiel wird es wohl nicht reichen. Bei Eric Smith (29) habe ich noch eine stille Hoffnung“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52), der ansonsten auf fast den kompletten Kader zurückgreifen kann.
Das defensive Duo fehlte bereits beim Pokalspiel gegen Leverkusen am Dienstag.
Nach dem Ausfall von Ricky-Jade Jones (23) wird ein Spieler aus der U23 seine Chance erhalten. „Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt stehen zur Auswahl. Wir werden sehen, wen wir nominieren“, so Blessin.
Jones erlitt im Viertelfinale beim DFB-Pokalspiel in Leverkusen einen Syndesmosebandriss am rechten Sprunggelenk und muss operiert werden.
„Das ist hart und trifft uns sehr“, sagte Blessin vor der Partie gegen den Champions-League-Anwärter VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr / Sky). Besonders seine Schnelligkeit sei eine große Stärke gewesen.
Jones wird am kommenden Montag operiert. Es ist nicht das erste Mal, dass der Angreifer verletzt ist: Nach seiner Ankunft in Hamburg musste er wegen einer Schulter-OP mehrere Monate aussetzen und trat erst im Dezember erstmals in der Liga für St. Pauli an.
Ex-Nationaltorwart René Adler war als Experte für das ZDF beim Pokalspiel in Leverkusen im Einsatz und bewertete die Lage bei St. Pauli.
„Schon in Augsburg kam St. Pauli gut ins Spiel, hatte die besseren Chancen und hätte führen müssen“, sagte Adler und sah Parallelen zum Pokalspiel. „Das ist der rote Faden in der Saison: Gegen starke Gegner spielt man gut, ist teilweise überlegen.“
Fehlende Tore seien das Problem: „Irgendwann braucht man auch mal Glück und ein einfaches Tor.“ Dem Trainer empfahl er, weiter hart an Automatismen und Torschuss zu arbeiten. „Das Matchglück kommt, wenn man dranbleibt.“
Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat am Mittwoch die Spieltage 25 bis 27 termingerecht angesetzt. Für den FC St. Pauli ergeben sich daraus folgende Spielzeiten:
Eine weitere Hiobsbotschaft vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Bayer Leverkusen: Der FC St. Pauli muss nicht nur auf Hauke Wahl (31), sondern auch auf Eric Smith (29) verzichten. Smith verletzte sich im Bundesliga-Spiel in Augsburg und konnte bis zum Pokalspiel nicht fit werden.
Trainer Alexander Blessin (52) stellte die Mannschaft deshalb um. James Sands (25) rückt in die Innenverteidigung, für ihn rückt Neuzugang Mathias Rasmussen (28) ins Mittelfeld.
Ein schlechtes Omen? Schiedsrichter Florian Badstübner (35) wird das Pokalspiel von St. Pauli bei Bayer Leverkusen am Dienstag (20.45 Uhr) leiten.
Unter seiner Leitung konnten die Kiezkicker nur eine von neun Partien gewinnen. Zuletzt pfiff er die Hamburger in der vergangenen Saison bei der 2:3-Niederlage in München.
Für Leverkusen sieht die Bilanz etwas besser aus: Zwei von vier Spielen wurden gewonnen, zuletzt ein 2:2 gegen Werder Bremen in der Vorsaison.
Oladapo Afolayan (28) verließ den FC St. Pauli während der Wintertransferperiode. Weil er sich nicht persönlich von den Fans verabschieden konnte, schrieb er einen emotionalen Beitrag auf Instagram.
„Drei Jahre lang war Hamburg unser Zuhause. Ihr habt meiner Frau und mir das Gefühl gegeben, mit offenen Armen empfangen und geliebt zu werden. Wir haben unvergessliche Momente und große Erfolge miteinander geteilt“, bedankte sich der 28-Jährige.
„Ihr habt mir geholfen, einige meiner Träume zu verwirklichen – einen Meistertitel zu gewinnen und in der Bundesliga zu spielen. Es war eine Ehre, für Euch aufzulaufen.“
Zum Abschluss dankte Afolayan einigen Wegbegleitern, darunter Ex-Trainer Fabian Hürzeler (32). Der Name von Alexander Blessin blieb unerwähnt.
Das Kapitel St. Pauli ist für Oladapo Afolayan (28) beendet. Der Offensivspieler wechselte zu den Blackburn Rovers. Obwohl er bei Trainer Alexander Blessin in Ungnade gefallen war, fand dessen Abschiedsworte keine Kritik.
„Dapo ist ein verdienter St.-Pauli-Spieler, der viel zum Aufstieg beigetragen hat“, würdigte Blessin. „Dass sich unsere Wege jetzt trennen, ist das Beste für alle. Die Entwicklungen waren nicht schön, aber das gehört zum Fußball.“
Fin Stevens (23) und Oladapo Afolayan (28) werden wohl keine Teamkollegen mehr sein. Laut Football League World ist ein Transfer des Rechtsverteidigers nach Blackburn gescheitert.
Stevens steht kurz vor einer Rückkehr zu seinem Ex-Klub Oxford United, der großes Interesse zeigt. Allerdings läuft die Zeit, da Oxford gegen den Abstieg kämpft.
Ähnlich wie Oladapo Afolayan (28) könnte auch Fin Stevens (22) den FC St. Pauli verlassen. Der Rechtsverteidiger hat kaum Perspektiven und wird möglicherweise ebenfalls zu den Blackburn Rovers wechseln.
Ryan Alebiosu (24) steht in Blackburn vor einem Wechsel nach Genk, was Stevens zur Alternative machen würde.
Bei St. Pauli hat der zweimalige walisische Nationalspieler keine Zukunft. In eineinhalb Jahren bestritt er nur zwei Pflichtspiele, in dieser Saison stand er siebenmal im Kader, kam jedoch nicht zum Einsatz.
Der Wechsel von Oladapo Afolayan (28) weg vom FC St. Pauli ist keine Überraschung mehr. Er schließt sich dem englischen Zweitligisten Blackburn Rovers an.
Der Offensivspieler war vor knapp drei Jahren ans Millerntor gekommen und entwickelte sich rasch zum Publikumsliebling. Insgesamt bestritt er 93 Pflichtspiele, erzielte 16 Tore und bereitete sieben vor.
Seinen großen Anteil am Aufstieg – u.a. mit einem Doppelpack gegen Osnabrück – wird man nicht vergessen. Schon in der vergangenen Saison wurde er häufig nur noch als Joker eingesetzt.
Nach öffentlicher Kritik an Trainer Alexander Blessin und dessen Spielweise begann der Abstieg, in dieser Saison kam er kaum noch zum Zug und schaffte es zuletzt nicht einmal mehr in den Kader.
Seit Samstag gehört Taichi Hara (26) zum FC St. Pauli. Ihm dürfte nicht entgangen sein, woran es derzeit bei den Kiezkickern hakt – an der mangelhaften Chancenverwertung im Angriff.
Entsprechend rasch könnte der Japaner zum Einsatz kommen. Am Samstag trainierte er bereits mit dem Athletiktrainer, am Sonntag folgte die Einheit mit den Ersatzspielern.
„Montag beginnen wir mit der Vorbereitung auf Leverkusen. Ich kann mir gut vorstellen, ihn einzusetzen“, erklärte Trainer Blessin. Er rechnet damit, dass Hara zumindest im Kader für das Pokalspiel stehen wird.
„Mit seiner Größe und Spielweise kann er uns sehr helfen“, zeigte sich der Coach zuversichtlich – und hofft, dass es besser sofort als später geschieht.
Es könnte sich schnell etwas tun: Nach der Verpflichtung von Taichi Hara (26) steht Oladapo Afolayan (28) beim FC St. Pauli offenbar vor dem Abschied. Der Engländer spielt keine Rolle mehr – nun könnte Bewegung in die Personalie kommen.
Aus England heißt es, dass die Blackburn Rovers, derzeit in der zweiten Liga, großes Interesse zeigen. St. Pauli dürfte bei einem Angebot keine Steine in den Weg legen.
Beim Auswärtsspiel in Augsburg war Afolayan erneut nicht im Kader.
Beim FC Augsburg muss St. Pauli auf zwei Abwehrspieler verzichten: Adam Dzwigala (30) leidet an einem grippalen Infekt, ähnlich ergeht es Hauke Wahl (31), der angeschlagen aus dem Spiel gegen Leipzig kam und nicht rechtzeitig fit wurde.
Auch ein schlechtes Omen? Sascha Stegemann (41) wird am Samstag (15.30 Uhr) das Spiel des FC St. Pauli in Augsburg leiten.
Unter seiner Leitung holten die Kiezkicker in 13 Spielen nur drei Siege, dazu zwei Unentschieden und acht Niederlagen. In dieser Saison war er schon einmal bei der 0:2-Niederlage in Stuttgart als Schiedsrichter im Einsatz.
Mut macht allerdings die schlechte Bilanz des FCA unter Stegemann: Nur fünf Siege bei 26 Spielen, zwölf Mal verloren.
Tomoya Ando (27) startete beim FC St. Pauli vielversprechend: Gegen Borussia Dortmund überzeugte er 45 Minuten, gegen RB Leipzig sogar die volle Spielzeit. Gegen Ende des Nachholspiels zeigte sich jedoch leichte Ermüdung.
„Er hat eine herausragende Leistung gezeigt“, lobte Trainer Blessin. „Mit seiner Qualität, Ruhe und Zweikampfstärke hat er 90 Minuten durchgehalten.“ Nach der Partie habe Ando aber „ein bisschen gespürt“, berichtete der Coach. Am Donnerstag sah es schon besser aus.
Dass Ando so schnell Fuß fasste, überrasche etwas, da er drei Wochen Pause hatte und erst seit drei Wochen wieder voll trainiere, erklärte Blessin. Da Adam Dzwigala nach Gelbsperre zurückkehrt, ist ein Einsatz offen. „Wir müssen abwägen, ob wir ein Verletzungsrisiko eingehen.“
Es ist eine kleine Überraschung, dass Jackson Irvine (32) aktuell für St. Pauli aufläuft. Nach seiner erneuten Fuß-OP war eine schnelle Rückkehr nicht erwartet worden, doch der Kapitän stand in den letzten beiden Spielen auf dem Platz.
„Es ist immer schmerzbedingt, wie er es schafft. Wir kontrollieren und besprechen das wöchentlich“, erklärte Trainer Blessin. Wie lange Irvine spielen kann, ist unklar: „Das hängt davon ab, wie er den Schmerz unterdrücken kann.“
„Ob 400 oder 800 mg Ibuprofen – wir wollen es nicht übertreiben“, so der Coach. Man setze auf Zeit und Besserung. „Ich bin froh, dass er trotz Schmerzen dabei ist. Großes Lob an ihn. Er ist unser Kapitän und wichtig für die Mannschaft.“
Mit Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (27) hat St. Pauli bereits zwei Japaner im Kader, dazu kommt Zeugwart Kenta Kambara. Bald könnte mit Taichi Hara (26) ein weiterer hinzukommen.
„Das sind großartige Charaktere mit einer herausragenden Mentalität“, schwärmte Trainer Blessin. „Ich habe bereits vor meiner Zeit in Hamburg mit Japanern gearbeitet. Sie setzen Anweisungen schnell um, weil sie eine hohe Arbeitsmoral mitbringen.“
Zur Personalie Hara wollte er sich noch nicht endgültig äußern: „Wer weiß, was noch passiert.“
Im Nachholspiel gegen RB Leipzig zeigte St. Pauli eine starke Leistung und lief insgesamt rund 128 Kilometer. Einige Spieler klagten danach über kleinere Beschwerden, Ausfälle sind jedoch nicht zu erwarten.
„Ich gehe davon aus, dass niemand ausfällt“, betonte Trainer Blessin. Am Mittwoch habe es einige Spieler gegeben, denen es nicht gut ging, doch am nächsten Tag sah das schon besser aus.
Für das Spiel gegen Augsburg dürfte der Kader weitgehend unverändert sein. Eine Änderung ist wahrscheinlich: Adam Dzwigala kehrt nach Gelbsperre zurück, dafür könnte Jannik Robatsch (21) rausfallen.
Weiterhin fehlen verletzte Spieler wie David Nemeth (24), Connor Metcalfe (26) und Andréas Hountondji (23).
Tomoya Ando (27) lieferte beim Debüt gegen RB Leipzig eine starke Leistung ab. Abwehrchef Hauke Wahl (31) lobte den Neuzugang.
„Super Spiel“, sagte Wahl. Besonders in der ersten Halbzeit habe Ando viele Lösungen gefunden. „Zum Ende war er etwas müde, was verständlich ist, da er zuletzt im Dezember 90 Minuten gespielt hat.“
Der Japaner habe sich hervorragend ins Team eingefügt, obwohl er kaum Deutsch spreche. „Das ist nicht einfach in einer fremden Stadt und Sprache. Dafür habe ich großen Respekt.“
Die Kommunikation zwischen beiden sei noch begrenzt: „Wir lächeln uns ab und zu an. Er ist ein guter Junge.“
Zukünftig könnten sie öfter gemeinsam auflaufen, Ando ist mehr als nur eine Alternative in der Defensive.
Mit Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (26) hat St. Pauli bereits zwei Japaner für diese Saison verpflichtet – nun könnte mit Taichi Hara (26) ein dritter folgen.
Laut Medienberichten steht der FC vor der Verpflichtung des Mittelstürmers, dessen aktueller Klub Kyoto Sanga den Wechsel bestätigte, eine finale Entscheidung aber noch offen ist.
Der 1,91 Meter große Hara wäre eine Reaktion auf die anhaltende Offensivflaute bei St. Pauli. Gut für die Hamburger: Sein Vertrag läuft zum 31. Januar aus, ein ablösefreier Transfer wäre möglich.
Danel Sinani (28) durfte sich gegen Leipzig über einen Startelfeinsatz freuen. Nach einer Verletzungspause war es sein zweiter Einsatz 2026. Im Stadtderby erhielt er ab der 65. Minute eine Chance.
Trainer Blessin zeigte sich zufrieden, mahnte jedoch, dass Sinani einige Entscheidungen besser treffen müsse. Spieler und Trainer waren sich einig.
„Ich ärgere mich selbst. Diese zwei Bälle, die ich verschenkt habe. Die Entscheidungen, die besser hätten sein können“, reflektierte Sinani.
Blessin analysierte: „In dieser Schwächephase hat er weniger Bälle gehalten und ungenaue Pässe gespielt. Das, was uns am Anfang geholfen hat, war seine Ballsicherheit und das Einbringen seines Körpers. Auch im Angriff hat er wieder gute Pässe gespielt.“
Manolis Saliakas (29) hatte lange auf seinen Einsatz gewartet und ihn sich hart erarbeitet, erklärte Trainer Blessin nach dem 1:1 gegen RB Leipzig.
„Er hat nie den Kopf hängen lassen und deshalb jetzt verdient gespielt“, sagte der Coach. Saliakas stand seit dem 1. November nicht mehr in der Startelf und brachte viel Schwung über die rechte Seite.
Dass er so lange ausgefallen war, lag an der starken Konkurrenz mit Arkadiusz Pyrka (23) und Verletzungen, die auch Vorbereitungseinheiten kosteten, so Blessin.
Der FC St. Pauli sucht dringend Verstärkung im Sturm. Laut argentinischem Sportjournalisten Uriel Lugt sollen die Kiezkicker Interesse an Rodrigo Castillo (26) vom Lanús zeigen.
Der abstiegsbedrohte Bundesligist habe ein Leihangebot unterbreitet, das Lanús aber ablehnte. Ob der Argentinier, der erst im Sommer wechselte und sieben Tore in 16 Spielen erzielte, eine Sofortverstärkung wäre, ist unklar – es wäre seine erste Station außerhalb Argentiniens.
„Das Transferfenster ist noch offen“, schmunzelte St.-Pauli-Trainer Blessin vor dem Nachholspiel gegen Leipzig. „Vielleicht kommt da noch Verstärkung für den Sturm.“
Zuletzt hatte man Mathias Rasmussen (28) für das Mittelfeld und Tomoya Ando (27) für die Abwehr verpflichtet, um Ausfälle auf verschiedenen Positionen besser kompensieren zu können.
Ob Sportchef Andreas Bornemann (54) auch an einem Stürmer arbeitet, bleibt offen. Blessins Reaktion deutet jedoch darauf hin.
Für Scott Banks endet die Leihe beim englischen Drittligisten FC Blackpool. Der 24-Jährige wechselt zum Ligakonkurrenten Barnsley FC, um dort mehr Spielpraxis zu sammeln.
Banks war im Sommer 2025 auf Leihbasis gekommen und bestritt 14 Spiele, in denen er einen Treffer erzielte.
Der Schotte wechselte im August 2023 zunächst auf Leihbasis zu St. Pauli, bevor Crystal Palace ihn im Sommer 2024 fest verpflichtete. Für St. Pauli kam Banks bislang auf 16 Einsätze.
Der FC St. Pauli hoffte lange auf die Rückkehr von Morgan Guilavogui (27), doch der Franzose entschied sich für einen Wechsel in die MLS nach Amerika. Laut dem Abendblatt unterschrieb er bei Real Salt Lake City einen Vertrag bis 2029.
Der US-Klub bot sechs Millionen Euro Ablöse plus Boni – eine Summe, die St. Pauli nicht zahlen konnte.
Sportchef Andreas Bornemann (54) wird sich deshalb anderweitig nach Offensivverstärkung umsehen müssen.
Sprinter Ricky-Jade Jones (23) stellte im Derby gegen den HSV einen neuen Saisonrekord auf. Mit 36,46 km/h war kein anderer Profi in dieser Saison schneller unterwegs.
Der Wert wurde bei einem schnellen Rückwärtslauf nach einer eigenen Ecke gemessen, als Jones im eigenen Strafraum per Kopf klärte.
Im Nachholspiel gegen RB Leipzig muss St. Pauli auf Adam Dzwigala (30) verzichten. Der Pole erhielt gegen den HSV seine fünfte Gelbe Karte. Trainer Blessin hat vor allem zwei Alternativen.
Zum einen könnte Winter-Neuzugang Tomoya Ando (27) sein Startelfdebüt geben, der gegen Dortmund bereits gute Ansätze zeigte. Alternativ könnte Eric Smith (29) in die Innenverteidigung rücken und Hauke Wahl (31) wieder auf seine angestammte rechte Position in der Dreierkette wechseln – nach der Verpflichtung von Mathias Rasmussen (28) ist dies die wahrscheinlichste Option.
Blessin wollte sich nach dem Derby noch nicht festlegen.
Eintracht Frankfurt sucht nach dem Rauswurf von Dino Toppmöller (45) einen neuen Trainer. Laut Bild gehören neben Favorit Marco Rose (49) auch Sandro Schwarz (47), Tobias Strobl (38) und Alexander Blessin (52) zum Kreis der Bewerber.
Blessin hatte Eintracht vor zwei Jahren mit Union Saint-Gilloise im Conference-League-Achtelfinale überraschend besiegt, was offenbar Eindruck hinterließ. Ob an dem Gerücht etwas dran ist, bleibt abzuwarten.
Positive Personalnachrichten bei St. Pauli: Kapitän Jackson Irvine (32) könnte im Stadtderby gegen den HSV am Freitag wieder im Kader stehen, verkündete Trainer Blessin (52) auf der Pressekonferenz.
Der Australier befinde sich zwar noch in der Testphase, aber die Belastungstests liefen gut. Man müsse jedoch beobachten, wie sein Körper in den kommenden Tagen reagiere. Gerade bei einem Highlight-Spiel sei Irvines Präsenz in der Kabine und auf der Bank sehr wichtig.
Auch Danel Sinani (28) könnte zurückkehren. Bei Connor Metcalfe (26) stehe ein Einsatz noch in Frage, so Blessin.
Schiedsrichterchef Knut Kircher (56) äußerte sich bei einem Journalisten-Treffen zu umstrittenen Entscheidungen vom letzten Spieltag, darunter das harte Foul von Nico Schlotterbeck (26) an Arkadiusz Pyrka (23).
Der BVB-Spieler erhielt nur Gelb – sehr zum Ärger von Trainer Blessin: „Das war klar Rot, der Ball wurde nicht gespielt, der Einsatz war knöchelhoch.“
Kircher zeigte sich froh, dass die Szene und auch ein Foul von Nicolas Seiwald ähnlich bewertet wurden, hätte sich aber eine konsequentere Entscheidung gewünscht. „Ich hätte lieber eine rote Karte und VAR-Eingriff gesehen.“
Vor dem Derby gegen den HSV wurde Hauke Wahl (31) gefragt, wie das Team Ricky-Jade Jones (23) nach einem Fehler unterstützt habe. Die Antwort war deutlich.
„Natürlich war Ricky enttäuscht, das ist normal, wenn man sich schuldig fühlt“, erklärte Wahl. „Aber es ist Quatsch, ihm die Schuld zu geben. Fußball ist ein Spiel voller Fehler.“
Man gewinne und verliere gemeinsam, betonte der Abwehrspieler. „Er war geknickt, aber hat viel Zuspruch bekommen.“
St.-Paulis Kapitän Jackson Irvine trainierte am Dienstag überraschend mit. Er machte bei Pass- und Spielformen mit, verließ den Platz aber nach etwa 45 Minuten wieder.
Ben Voll und Connor Metcalfe fehlten weiterhin, Danel Sinani trainierte ebenfalls nur eingeschränkt mit.
Nach etwas mehr als einer Stunde wurde Tomoya Ando eingewechselt und feierte so sein Pflichtspieldebüt. Trotz der unglücklichen 2:3-Niederlage zeigte er sich zufrieden.
„Das war eine besondere Atmosphäre, und ich freue mich über meinen ersten Einsatz“, sagte Ando. „Leider haben wir verloren.“
Bereits jetzt richtete er den Blick auf das nächste Spiel: „Nächste Woche ist das Derby, und wir wollen gewinnen – egal wie.“
Vor dem Spiel beim BVB äußerte sich Eric Smith (29) bei Sky zur Situation des FC St. Pauli: „Wir müssen in den Spiegel schauen und jeden Tag hart arbeiten, um da rauszukommen.“
Hoffnung macht der Blick auf die vergangene Saison, als sich St. Pauli in einer ähnlichen Lage befand.
Ist das ein gutes Zeichen? Harms Osmers (40) wird das Bundesligaspiel des FC St. Pauli am Samstag bei Borussia Dortmund pfeifen. Unter seiner Leitung gab es schon einmal ein Duell – mit besserem Ausgang für die Kiezkicker.
Im DFB-Pokal-Achtelfinale 2022 trafen beide Teams im menschenleeren Millerntor-Stadion aufeinander. Der damalige Zweitligist setzte sich mit 2:1 durch, dank eines Treffers von Etienne Amenyido und einem Eigentor von Axel Witsel. Der Ehrentreffer von Erling Haaland reichte nicht.
Eine Wiederholung dieses Erfolgs wäre für St. Pauli sicherlich willkommen.
Der erneute Ausfall von Kapitän Jackson Irvine (32) ist ein schwerer Schlag. Wie es weitergeht, ist noch unklar. „Das wird sich in den nächsten Tagen oder zehn Tagen klären“, sagte Trainer Blessin.
Eine weitere Operation ist nicht ausgeschlossen, derzeit finden täglich MRT-Untersuchungen am verletzten Fuß statt. Gespräche mit dem behandelnden Arzt laufen. Blessin wollte keine Prognose wagen: „Das ist schwierig für mich.“
Sollte es zu einem erneuten Eingriff kommen, wäre die Saison wohl vorbei – und auch die WM-Teilnahme gefährdet. Nach der ersten OP dauerte die Rückkehr ein halbes Jahr.
Die späte Niederlage beim VfL Wolfsburg hat Spuren hinterlassen. „Es tut weh, aber wir kennen diese Situation schon“, sagte Kapitän Eric Smith (29) nach der Partie.
„Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gesagt habe, aber wir müssen aus unseren Fehlern lernen“, ärgerte sich der Schwede. St. Pauli hatte die zweite Halbzeit im Griff, kassierte jedoch kurz vor Schluss den Treffer zum K.o.
„Uns wird gesagt, was wir tun sollen, aber wir setzen es nicht um. Wir wissen, dass wir nicht die besten Einzelspieler haben, deshalb ist Teamarbeit umso wichtiger – und die fehlt manchmal.“
Trainer Alexander Blessin wollte nach dem Spiel nicht über den von Hauke Wahl verursachten Handelfmeter sprechen, auch nicht über das Verhalten von Wolfsburg-Coach Daniel Bauer (43), der vehement den VAR forderte.
Sky-Experte Didi Hamann (52) reagierte scharf: „Die Reaktion von Bauer ist eine Frechheit und Unsportlichkeit, die geahndet werden müsste. Solche Reaktionen kennt man sonst nur aus fernen Ländern.“
Schiedsrichter Frank Willenborg (46) entschied erst nach Aufforderung des VAR auf Strafstoß, zuvor hatte er auf Weiterspielen entschieden.
In der Volkswagen-Arena herrschte während des Spiels zwischen St. Pauli und Wolfsburg ab etwa der 60. Minute eine bedrückende Stille.
Offenbar gab es einen medizinischen Notfall im Stadion, woraufhin beide Fanlager ihre Unterstützung einstellten. In der 72. Minute war kurz Applaus zu hören, dann gingen die Gesänge wieder los.
Der Stadionsprecher informierte kurz darauf, dass die betroffene Person versorgt und stabil sei.
Endlich startet der FC St. Pauli wieder in die Saison – für Kapitän Eric Smith (28), der aufgrund eines Spielsperre eine längere Pause hatte, sogar noch später.
„Die Pause fühlt sich lang an, da ich vor Weihnachten gesperrt war“, sagte Smith bei Sky vor dem Spiel.
Wegen der schwierigen Ausgangslage startete St. Pauli früh mit der Vorbereitung. „Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern“, erklärte der Schwede. Verzichtet werden muss weiterhin auf den verletzten Kapitän Jackson Irvine (32). „Das ist ein harter Schlag, aber wir geben unser Bestes. Für jedes Team ist es schwer, den Kapitän zu verlieren.“
Schlechte Nachrichten von Jackson Irvine (32): Wie der Verein am Dienstag mitteilte, fällt der Kapitän erneut aus. Probleme am linken Fuß bereiten Sorgen.
Bereits im April letzten Jahres unterzog sich Irvine einer Operation wegen einer knöchernen Stressreaktion am Fuß. Im Oktober feierte er sein Comeback und zeigte seine Bedeutung für die Mannschaft.
Trainer Blessin (52) muss erneut auf den Ausfall reagieren.
Ein gutes Zeichen? Schiedsrichter Frank Willenborg (46) wird am Mittwochabend (18.30 Uhr) das Spiel FC St. Pauli gegen VfL Wolfsburg leiten. Für die Kiezkicker ist das eine positive Nachricht.
Unter Willenborg gewann St. Pauli zwölf der 22 Spiele, darunter die letzten drei – alles in der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Spiele gingen verloren. Willenborg pfiff Bayer Leverkusen öfter als St. Pauli, aber die Kiezkicker holten mehr Siege unter ihm.
Wolfsburg gewann fünf der acht Spiele mit Willenborg, drei gingen verloren.
Willenborg wird unterstützt von Robert Wessel (40) und Eric Müller (35), VAR ist Sören Storks (37).
Der FC St. Pauli verleiht Erik Ahlstrand bis Saisonende an den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Zudem hat der Klub eine Kaufoption für den Sommer gesichert.
Ahlstrand kam bei St. Pauli kaum zum Einsatz, obwohl er Fortschritte gezeigt hat, wie Sportchef Andreas Bornemann (56) bestätigte. Hauptgrund sei die starke Konkurrenz.
In zwei Jahren absolvierte er nur sechs Kurzauftritte (41 Minuten) für die Profis, überzeugte aber in der U23 in der Regionalliga Nord. Nun darf er sich auf höherem Niveau beweisen.
Die Prognose ist unsicher: Wegen des wechselhaften Wetters steht noch nicht fest, ob das Heimspiel des FC St. Pauli gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) wie geplant stattfinden kann.
Der Verein erklärte am Donnerstagmittag, dass die Wetterentwicklung abgewartet werden müsse, bevor eine Entscheidung fällt.
„Alle Verantwortlichen arbeiten seit Tagen an verschiedenen Szenarien und stehen im Austausch mit Experten, Behörden, der DFL, Dienstleistern und weiteren Beteiligten“, hieß es in einer Mitteilung. Noch sei unklar, ob das Spiel stattfinden kann.
St. Pauli hat keine guten Erinnerungen an Schiedsrichter Florian Exner (35), der am Samstag (15.30 Uhr) die Partie gegen RB Leipzig leiten wird.
Sein Debüt im damaligen Topspiel gegen Greuther Fürth endete mit einem 3:2-Sieg. Nach seinem zweiten Einsatz gab es allerdings viel Gesprächsbedarf.
In der vergangenen Saison pfiff Exner das Spiel des VfB Stuttgart am Millerntor, das 0:1 verloren ging. Er stellte Spieler Siebe Van der Heyden (27) vom Platz und zeigte in Nachspielzeit Nikola Vasilj (30) die Ampelkarte. Der Torwart musste von Mitspielern zurückgehalten werden.
Bei St. Pauli kam Erik Ahlstrand (24) bisher kaum zum Zug, auch wenn sein Auftritt im Testspiel gegen Werder Bremen positiv war.
Sportchef Bornemann zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung des Schweden, gab jedoch an, dass man einem Wechsel unter bestimmten Bedingungen nicht im Wege stehen würde.
Nun scheint ein Wechsel konkret zu werden: Die schwedische Zeitung Expressen berichtet, dass Ahlstrand kurz vor einem Transfer zum niederländischen Erstligisten Heracles Almelo steht.
Bisher absolvierte der 24-Jährige fünf Kurzeinsätze in der Liga und einen im DFB-Pokal.
Der FC St. Pauli reagierte auf die Verletzung von Simon Spari (23) und verpflichtete Emil Gazdov (22) als Torwart. Der Kanadier wird bis Saisonende vom CF Montréal ausgeliehen, mit Kaufoption.
Trainer Blessin lobte: „Emil ist dynamisch und explosiv, strahlt Ruhe und Souveränität aus, antizipiert gut und traut sich, das Tor auch mal zu verlassen. Im Spielaufbau agiert er abgeklärt.“
Gazdov besitzt neben der kanadischen auch die bulgarische Staatsbürgerschaft, wurde bei den Vancouver Whitecaps ausgebildet und spielte zuletzt bei Pacific FC und Valour FC. Er freue sich auf die neue Herausforderung bei St. Pauli und wolle seine fußballerische Entwicklung vorantreiben.
Die Entscheidung steht: Das Testspiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr) wird mit Publikum ausgetragen. Für Zuschauer, die aufgrund der Wetterlage oder anderer Gründe nicht kommen können, bietet der Verein eine Alternative an.
Tickets können bis 13.30 Uhr auf dem offiziellen Zweitmarkt-Portal angeboten werden, wo sie von anderen Fans übernommen oder erstattet werden. Auch späteres Einstellen ist möglich. Zudem plant der Verein, für ein anderes Testspiel Gratis-Tickets anzubieten.
Bundesliga-Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Vereine auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation, um den Klassenerhalt zu sichern. Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.