Vor dem Ost-Kracher: Wollitz stichelt gegen Rostock
Cottbus – Es verspricht, spannend zu werden! Am Samstag kommt es zum mit Spannung erwarteten Ostderby zwischen Energie Cottbus und Hansa Rostock. Der verbale Schlagabtausch hat bereits begonnen: FCE-Trainer Pele Wollitz (60) kündigt frech an, „allen die lange Nase zeigen“ zu wollen – oder zumindest denen, die es seiner Meinung nach verdient hätten.
Wen genau Wollitz damit meinte, blieb im abschließenden Satz der Pressekonferenz am Donnerstag offen. Naheliegend ist jedoch, dass er seinen ehemaligen Schützling Maximilian Krauß (29) im Visier hatte.
Der frühere Energie-Spieler hatte im Mai 2025 die Lausitz im Streit verlassen, nachdem er kurz zuvor einen Vertrag beim Rivalen aus Rostock unterschrieben hatte.
Am Samstag wird Krauß erstmals seitdem wieder in die Lausitz zurückkehren. Nach dem Auswärtssieg von Hansa gegen Havelse am Mittwochabend deutete er an, dass ein „hitziges“ Spiel in Cottbus zu erwarten sei. Ein Pfeifkonzert dürfte ebenfalls nicht ausbleiben.
Seit seinem Wechsel gilt Krauß bei den Lausitzern als Persona non grata, weshalb Hansa-Coach Daniel Brinkmann (40) vor dem Duell ankündigte: „Ich werde das Gespräch mit ihm suchen.“
Gleichzeitig machte Brinkmann klar: „Das ist kein Duell Maxi Krauß gegen Cottbus.“
Der Cottbuser Trainer zeigt sich ungewöhnlich gelassen, wohl auch, weil Wollitz mit Energie gegen Hansa eine makellose Bilanz vorweisen kann (fünf Siege, drei Unentschieden).
Das stets emotional geführte Ostderby bezeichnet Wollitz eher als „Spaßveranstaltung“. Für ihn war das Jubiläumsspiel gegen Hoffenheim II Ende Januar deutlich wichtiger.
Brinkmann kontert angesichts der jüngsten beiden Erfolge seiner Mannschaft: „Wir fahren mit breiter Brust nach Cottbus.“
Er kenne Wollitz schon viele Jahre persönlich und betont: „Ich stehe mit ihm auf gutem Fuß.“ Nicht jedoch mit dessen Bilanz gegen den erfahrenen Trainer: In drei Begegnungen mit Wollitz hat Brinkmann dreimal das Nachsehen gehabt, obwohl Rostock dabei gute Leistungen zeigte.
Daher überlässt Brinkmann das große Säbelrasseln lieber seinem Kontrahenten, bleibt aber selbstbewusst: „Ich möchte unbedingt meinen ersten Sieg gegen ihn holen – das ist ganz klar.“
Tabelle der 3. Liga
Die Bedeutung der Tabelle in der 3. Liga ist folgende: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Meister der 3. Liga und steigt direkt in die 2. Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte sichert sich den direkten Aufstieg. Der Drittplatzierte hingegen bestreitet eine Relegation gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der jeweiligen Liga zu klären.