„Keine Trainerdebatte“: Schork äußert sich deutlich zur sportlichen Situation
Magdeburg – Nach fünf Niederlagen in den letzten sechs Partien befindet sich der 1. FC Magdeburg auf einem direkten Abstiegsplatz und steht unter großem Druck, eine Trendwende einzuleiten. Inmitten dieser sportlich angespannten Lage nimmt Geschäftsführer Otmar Schork (68) erstmals Stellung zu der aktuellen Situation, zur Personallage im Team und zur Kritik, die ihm entgegengebracht wird.
Unmittelbar nach der Niederlage gegen den KSC wurden bereits Spekulationen über einen möglichen Trainerwechsel laut. Schork stellt jedoch unmissverständlich klar:
„Eine Trainerdiskussion gibt es nicht. Wir setzen vollstes Vertrauen in das Team um Petrik Sander und Pascal Ibold. Die Zusammenarbeit mit der Mannschaft funktioniert, wie die Hinrunden-Partien gezeigt haben. [...] Diese positive Phase kam nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis einer vertrauensvollen und guten Kooperation“, betont der 65-Jährige.
Auch Schork sieht die Ursachen der Schwierigkeiten an der gleichen Stelle, die auch Spieler und Trainer nach der 1:3-Niederlage in Karlsruhe kritisierten: „Vor allem die hohe Anzahl der Gegentore bereitet uns Sorgen – hier müssen wir ansetzen und unsere Defensivarbeit optimieren.“
Mit 47 Gegentoren in 24 Spielen hat der FCM die zweitschlechteste Abwehrreihe der Liga, lediglich Fürth hat mit 55 Treffern noch mehr kassiert. Ein Grund hierfür sind auch die zu häufigen individuellen Fehler, die sich ins Spiel der Magdeburger einschleichen.
Dennoch blickt der Geschäftsführer auch optimistisch auf die momentane Situation: „Die Liga ist sehr ausgeglichen, was sich auch in den knappen Punktabständen in der Tabelle widerspiegelt. Momentan liegen acht Teams dicht beieinander, sodass sich die Lage durch ein oder zwei Siege schnell wieder verbessern kann.“ Allerdings lassen diese Erfolge bislang auf sich warten, was bei den FCM-Fans zunehmend Unruhe erzeugt.
Vor allem nach Ablauf der Wintertransferperiode und dem Ausbleiben von Verstärkungen wurde die Kritik an Otmar Schork seitens der Anhänger lauter. Diese verschärfte sich in den vergangenen Wochen durch die schwache Punkteausbeute, doch der 68-Jährige scheint sich davon bislang nicht beirren zu lassen:
„Die gesamtsportliche Verantwortung liegt bei mir. Gerade in schwierigen Zeiten gehört es dazu, mit Kritik umzugehen. In den Medien werden dann je nach sportlicher Lage einzelne Personen herausgegriffen und entweder gefeiert oder kritisiert.“
Fest steht, dass im Sommer eine gründliche sportliche Evaluation aller Verantwortlichen erfolgen muss – unabhängig davon, ob der Klassenerhalt gelingt. Für dieses Ziel bleiben den Elbestädtern noch zehn Spiele, und erst am letzten Spieltag wird entschieden sein, in welcher Liga der FCM im August antreten wird.
2. Bundesliga – Bedeutung der Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Aussagekraft: Der Tabellenführer am Saisonende ist Meister der 2. Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte hingegen spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg oder den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.