RB Leipzigs Werner zeigt sich verwundert über umstrittene Szene: „Für mich war das kein Handspiel“
Köln – Mit einem wichtigen 2:1 beim 1. FC Köln hat sich RB Leipzig am Sonntag wieder auf einen Champions-League-Rang in der Bundesliga vorgeschoben. Dennoch hatten die Sachsen dabei auch viel Glück.
In der 76. Minute berührte Christoph Baumgartner (26), der als bester Spieler des Spiels hervorging, bei einem Klärungsversuch den Ball mit der Hand. Eigentlich wäre ein Elfmeter fällig gewesen, doch zuvor wurde eine sehr knappe Abseitsstellung vom VAR erkannt.
Nach dem Schlusspfiff wurde die Szene heftig diskutiert. RB-Coach Ole Werner (37) hätte unterdessen vermutlich in jedem Fall keinen Strafstoß gegeben.
„Für mich war das kein absichtliches Handspiel. Vielleicht habe ich den Bewegungsablauf auch falsch eingeschätzt, aber ich habe mal gehört, dass es nicht geahndet wird, wenn ein Spieler sich aus eigenem Ungeschick an die Hand spielt“, erklärte der Trainer im Interview mit „DAZN“.
Experte Nils Petersen (37) stellte allerdings klar: „Ohne die Berührung mit der Hand wäre der Ball im Tor gelandet. Deshalb ist es Handspiel.“ Am Ende bedankte sich Werner dafür, dass er jetzt wohl etwas besser Bescheid wisse.
Die Rasenballer hatten in Köln das Glück, das ihnen zuletzt oft fehlte. Baumgartner selbst fasste die Situation treffend zusammen und kommentierte die strittige Szene so: „In den letzten Wochen hatten wir oft Pech. Heute hingegen können wir zufrieden sein. Der Ball rutschte mir ziemlich unglücklich durch und traf dann meine Hand. Man konnte sehen, dass ich nicht absichtlich mit der Hand spielen wollte. Danach habe ich sogar versucht zu jubeln, um mich selbst davon zu überzeugen, dass es kein Handspiel war. Den Ärger der Kölner kann ich aber nachvollziehen.“
Kölns Trainer Lukas Kwasniok (44) bezeichnete die Situation im Nachgang sogar als „unfair“, da RB Leipzig mit Baumgartner einen Spieler in den Reihen hat, der beide Tore erzielte und damit die Heimniederlage besiegelte.
Werner fand dafür lobende Worte: „Er ist ein absoluter Schlüsselspieler für uns, einer, der immer mit voller Energie vorangeht und für uns enorm wichtig ist.“
Am kommenden Mittwoch treten die Sachsen im Pokal nun beim FC Bayern München an.
Tabellenstand in der 1. Bundesliga
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Derjenige, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 führen zum Abstieg in die 2. Bundesliga. Der Drittletzte (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Verbleib in der Liga kämpfen. Der Gegner ist dabei der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.