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RB Leipzigs Werner erklärt: Deshalb lassen wir uns nicht erneut vom FC Bayern deklassieren

Leipzig – Für RB Leipzig bestehen vor dem Bundesliga-Topspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) nur geringe Hoffnungen. Der FC Bayern München bricht eine Rekordmarke nach der anderen und sorgt bei der Konkurrenz für Nervosität. Ein Debakel wie das 0:6 zum Saisonauftakt wird es jedoch nicht wieder geben, wenn man Ole Werner (37) Glauben schenkt.

Harry Kane (32) erzielte einen Hattrick, Michael Olise (24) traf doppelt und auch Luiz Diaz (29) durfte sich bei der peinlichen Niederlage im August 2025 feiern lassen. Dieser Auftakt markierte den Beginn einer beeindruckenden Hinrunde des Rekordmeisters, der mit 47 Punkten nach 17 Spielen so stark wie nie zuvor dasteht.

Immerhin gelang es Mainz und Union Berlin (beide jeweils 2:2), dem FCB ein Bein zu stellen. Ähnliches streben nun die Roten Bullen an, die am 11. Februar im DFB-Pokal zum dritten Mal auf die Bayern treffen.

„Es liegt an uns, dem Gegner diesmal eine andere Herausforderung zu bieten, als wir es im Hinspiel getan haben“, betonte Werner auf der Pressekonferenz. „Wir befinden uns jetzt an einem anderen Punkt, in sechs Monaten sollte man Fortschritte gemacht haben.“

Gleichzeitig ist ihm bewusst, dass sich auch die Bayern unter Trainer Vincent Kompany (39) weiterentwickelt haben und weiterhin „der schwerste Gegner der Liga“ bleiben. Unglaublich: Aus 27 Pflichtspielen konnten die verwöhnten Bayern 24 Siege verbuchen, kamen zweimal nur zu einem Unentschieden und verloren lediglich einmal in der Champions League gegen den FC Arsenal (1:3).

RB Leipzig werde „als Team durch schwierige Phasen gehen müssen, denn es wird Momente geben, in denen man sich unwohl fühlt, da der Gegner über eine hervorragende Ballkontrolle und strukturierte Spielzüge verfügt“, blickt Ole Werner voraus. Dabei fordert er: „Es ist entscheidend, dass man sich zutraut, solch einen Gegner auch spielerisch zu fordern.“

Zwischen dem Spitzenreiter und dem Drittplatzierten liegen 15 Punkte, wobei Letzterer noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat. Allerdings sind die Sachsen die zweitstärkste Heimmannschaft der Liga, gewannen sieben ihrer acht Begegnungen in der Red Bull Arena und wollen diese Serie nun ausbauen.

Auf Assan Ouedraogo (19) muss das Team dabei verzichten. Der Hoffnungsträger klagt nach 60 Minuten im Spiel gegen Freiburg (2:0) erneut über Schmerzen in der Kniekehle. Für ihn rückt Benjamin Henrichs (28) in den Kader zurück, der nach seiner auskurierten Achillessehnenverletzung sein Comeback feiert. Timo Werner (29), der kurz vor einem Wechsel in die USA steht, bleibt hingegen außen vor.

Im Rahmen des Bundesliga-Topspiels wird zudem Kevin Kampl (35) verabschiedet, der seinen Vertrag Ende Januar aufgelöst hat, um sich nach familiären Schicksalsschlägen um seine Angehörigen kümmern zu können.

Trainer Werner lobte: „Das hat er sich über die Jahre hier einfach verdient. Er gehört zu den Spielern, die den noch jungen Verein maßgeblich mitgeprägt haben.“

1. Bundesliga Tabelle

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Rang 16) darf in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.