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Zurück in den Unterricht: So möchte Oberlehrer Baumgart Union Berlin aus der Krise führen

Von David Langenbein

Berlin – Steffen Baumgart (54), Trainer von Union Berlin, strebt danach, sein derzeit schwächelndes Team so schnell wie möglich von der Fehleranalyse in die praktische Umsetzung zu bringen.

„Man behebt Probleme nur, indem man sie aktiv angeht“, erklärte der 54-Jährige vor dem Heimspiel der Berliner am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Bayer Leverkusen.

„Das erinnert mich an die Schulzeit, wenn der Lehrer fragt: ‚Lernst du?‘ Und wenn man nicht lernt, folgt eine schlechte Note. Dann ist es zu spät, um noch etwas zu ändern“, so Baumgart weiter.

In der laufenden Bundesliga-Saison konnte seine Mannschaft bislang noch keinen Sieg verbuchen. Der Abstand zur Gefahrenzone ist auf sechs Punkte geschrumpft.

Mittelfeldspieler Aljoscha Kemlein (21) hatte zuvor in einer Pressekonferenz erwähnt, dass dem Team momentan der absolute Siegeswille fehle. Diese Einschätzung wollte der Trainer nicht teilen. Vielmehr liege das Problem in falschen Entscheidungen. „Wir konzentrieren uns ganz klar auf uns selbst und müssen die Dinge, die wir gut machen, noch besser umsetzen“, betonte er.

Der Umstand, dass sich Bayer Leverkusen im Laufe der Saison besser eingespielt habe, kam für Baumgart angesichts des großen Umbruchs im Sommer nicht überraschend.

„Sie sind eine Mannschaft, die Fehler des Gegners konsequent nutzt und mit ihrem Ballbesitz den Gegner richtig unter Druck setzen kann“, sagte er.