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FCSP-Blog: Nikola Vasilj erlebt einen ruhigen Nachmittag und steht kurz vor einer neuen Bestleistung

Hamburg – Mit dem 0:0-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt sicherte sich der FC St. Pauli einen weiteren bedeutenden Punkt im Abstiegskampf.

Nach dem Spiel machten Sorgen um Manolis Saliakas und James Sands die Runde, während von Nikola Vasilj positive Nachrichten zu berichten sind.

In unserem St.-Pauli-Blog erfahrt ihr alle aktuellen Infos zum Team, möglichen Transferbewegungen und alles Weitere aus dem Millerntor-Stadion.

Der 30-jährige Nikola Vasilj verbrachte beim torlosen Remis gegen Eintracht Frankfurt einen vergleichsweise ruhigen Nachmittag. „Ich hatte nicht allzu viel zu tun, aber das ist das Verdienst der gesamten Mannschaft, die defensiv exzellent gearbeitet hat“, lobte der Torhüter seine Vorderleute. Und wenn er dann doch eingreifen musste, war er zur Stelle.

Am kommenden Freitag steht mit dem Auswärtsspiel in Gladbach das nächste bedeutende Duell im Abstiegskampf an. „Wir müssen das zuletzt gezeigte Niveau beibehalten. Besonders das Spiel gegen den direkten Konkurrenten Mönchengladbach ist entscheidend. Sie sind nur einen Punkt entfernt und somit in Reichweite. Seit Jahresbeginn fühlt sich für uns jedes Spiel wie ein Finale an“, betonte Vasilj.

Mit einem weiteren Spiel ohne Gegentor könnte der Keeper sogar einen neuen Rekord aufstellen. Aktuell liegt seine „weiße Weste“ bei 208 Minuten, sein persönlicher Bestwert beträgt 287 Minuten.

Sie kündigen ihre Rückkehr an! Die Offensivkraft Andréas Hountondji (23) und Verteidiger David Nemeth (24) sind beim FC St. Pauli bereits wieder aktiv auf dem Trainingsplatz und dürften bald wieder Spielzeit erhalten.

Trainer Alexander Blessin (52) erklärte: „Andréas hat jetzt noch eine Woche zur Regeneration, was ihm gut tut, auch wenn es nur eine kurze Woche ist. Im Training zeigte er bereits vielversprechende Aktionen.“ Einen Kurzeinsatz des Stürmers am Freitag in Gladbach schloss Blessin nicht aus, eine baldige Rückkehr scheint wahrscheinlich.

Ähnliches gilt für Nemeth, der aber zunächst Spielpraxis bei der stark abstiegsbedrohten U23 in der Regionalliga sammeln soll. „Wir werden die Woche beobachten und dann entscheiden, wann es Sinn macht, ihn einzusetzen“, so der Trainer.

Besorgniserregende Nachrichten für den FC St. Pauli: Nach dem 0:0 gegen Eintracht Frankfurt gibt es Verletzungssorgen um zwei Spieler.

Kurz nach der Halbzeitpause musste Manolis Saliakas (29) vom Feld, nachdem er sich bei einem Sprint an den Oberschenkel fasste. „Ich fühle mich nicht in Ordnung. Wir müssen abwarten, was genau passiert ist. Während des Sprints spürte ich plötzlich etwas im Oberschenkel“, berichtete der Grieche nach dem Spiel.

Trainer Blessin äußerte sich dazu: „Das sah nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung.“ Das würde einen Ausfall von mehreren Wochen bedeuten.

Bei James Sands (25) sieht es etwas besser aus. „Jimmy ist nur umgeknickt, aber wir müssen noch genauer untersuchen, was es ist“, sagte Blessin zurückhaltend. Sands wurde nach dem Spiel beim Gang in die Kabine von einem Betreuer gestützt.

Ein schlechtes Omen für den FC St. Pauli? Schiedsrichter Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die jüngsten Erfahrungen mit ihm waren für die Kiezkicker nicht positiv.

Der Berliner pfiff bisher 25 Spiele des FC St. Pauli, von denen acht gewonnen, aber neun verloren wurden. Die letzten drei Partien unter seiner Leitung endeten für St. Pauli jeweils mit einer Niederlage – zuletzt im November beim 1:3 gegen Bayern München.

Bei der Eintracht sieht die Bilanz anders aus: Zwayer leitete 44 Spiele mit Beteiligung der Frankfurter, was die zweithöchste Zahl in seiner Karriere ist. Von diesen gewann die Eintracht 18 und verlor 15. In dieser Saison kam er bei den Hessen noch nicht zum Einsatz.

Am Sonntag muss der FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt auf mehrere Spieler verzichten. Neben David Nemeth (24) stehen Trainer Alexander Blessin (52) drei weitere Akteure nicht zur Verfügung.

„Mathias Rasmussen (28) fällt erneut aus, er konnte diese Woche nur laufen“, sagte der Coach. „Karol Mets (32) wird ebenfalls diese und nächste Woche fehlen.“

Andréas Hountondji (23) fehlt ebenfalls, obwohl sich sein Zustand deutlich verbessert hat. „Die Tests liefen gut, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen, und wir haben ein gutes Gefühl bei ihm. Ich bin zuversichtlich, dass er bald wieder einsatzfähig ist“, so Blessin.

Tomoya Ando (27) ist nach seiner Pause gegen Hoffenheim wieder mit von der Partie.

Eric Smith (29) fehlte in den letzten Tagen beim Training, nun ist der Grund bekannt: Der Schwede verkündete am Freitagnachmittag via Instagram, dass er zum zweiten Mal Vater geworden ist. Am Sonntag gegen Frankfurt dürfte er wieder zur Verfügung stehen.

FCSP-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die exakten Ansetzungen der Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 veröffentlicht. St. Pauli bestreitet jeweils ein Spiel am Freitag, Samstag und Sonntag.

Die Begegnungen im Überblick:

Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli

Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München

Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln

Schlechte Nachrichten für den FC St. Pauli! Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Wie der Verein mitteilte, zog sich der Abwehrspieler beim Auswärtserfolg in Hoffenheim eine Verletzung an der linken Wade zu und steht auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung.

Besonders bitter daran: Mets hatte sich nach langwierigen Problemen mit der Patellasehne erst Anfang der Saison zurückgekämpft und im Oktober sein Comeback gefeiert.

Trainer Alexander Blessin (52) hat jedoch mehrere Alternativen. Neben Lars Ritzka (27), der schon Mets in der zweiten Halbzeit ersetzt hatte, können auch Adam Dzwigala (30) oder Tomoya Ando (27) die Position übernehmen.

Mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen hat sich der FC St. Pauli im Abstiegskampf etwas Luft verschafft und liegt auf Platz 15 der Tabelle. Am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt soll der positive Trend fortgesetzt werden. Doch wann gelangen St. Pauli zuletzt solche Erfolge?

Die letzte Serie mit drei Siegen in Folge gab es in der Saison 2010/11 – damals allerdings ohne bleibenden Erfolg, denn das Team stieg am Ende ab. Die Siege gegen Köln, den HSV und Gladbach waren letztlich bedeutungslos.

Den längsten Siegslauf feierte der Verein in der Saison 1989/90 mit vier Erfolgen hintereinander – gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Das war die Basis für einen zehnten Tabellenplatz.

In der Saison davor blieb St. Pauli sogar elf Spiele in Folge ungeschlagen, mit drei Siegen und acht Unentschieden.

Philipp Treu (25) hat mit dem FC St. Pauli zwei große Meilensteine erreicht: den Aufstieg in die Bundesliga und in der Folgesaison den Klassenerhalt. Dennoch wechselte er im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erläuterte der Außenverteidiger seine Beweggründe.

„Nach einem starken Zweitliga-Jahr und einer stabilen ersten Bundesliga-Saison war für mich klar, dass nun der nächste Schritt folgen muss“, erklärte Treu. „Ich habe auch darüber nachgedacht, möglicherweise bei St. Pauli zu bleiben.“ Doch sein Ziel war ein größerer Bundesligist mit internationaler Perspektive.

Seinen Schritt zu den Kiezkickern bereut er nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten Liga direkt in die Bundesliga und internationale Wettbewerbe war mir zu groß. Deshalb habe ich mich einem ambitionierten Zweitligisten angeschlossen. Der Aufstieg mit St. Pauli und der anschließende Klassenerhalt sind großartige Erlebnisse, von denen ich meinen Kindern später erzählen kann.“

Inzwischen hat sich Treu in Freiburg einen Stammplatz erkämpft und freut sich sicherlich auf seine Rückkehr ans Millerntor am 22. März.

Nach dem wichtigen Sieg gegen Werder Bremen wollten die Kiezkicker bei der TSG Hoffenheim nachlegen – und das ist ihnen eindrucksvoll gelungen.

„Ich bin sehr erleichtert. Es war enorm wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs zu feiern, besonders in unserer Lage“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).

Mit dem Erfolg bewiesen die St.-Paulianer erneut, dass sie auch gegen die Spitzenteams der Liga konkurrenzfähig sind – immerhin ist Hoffenheim derzeit Tabellendritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen.

Zwar musste St. Pauli in der ersten Halbzeit einige brenzlige Situationen überstehen, fand aber selbst immer wieder gefährliche Chancen vor. „Wir haben es geschafft, den Gegner immer wieder zu beschäftigen. Das 1:0 kurz vor der Pause war enorm wichtig“, so Wahl.

In Halbzeit zwei stand das Überleben im Vordergrund, gestand der Verteidiger: „Das war purer Kampf, aber wir haben es gut gemacht.“

Ein gutes Zeichen: Deniz Aytekin (47) wird am Samstag die Partie des FC St. Pauli bei der TSG Hoffenheim leiten. Unter seiner Leitung haben die Kiezkicker eine beeindruckende Bilanz.

Aytekin pfiff bisher 17 Spiele von St. Pauli, von denen zehn gewonnen wurden und nur drei verloren gingen. Die letzten fünf Begegnungen unter ihm gewannen die Braun-Weißen, zudem sind sie seit neun Spielen mit ihm als Schiedsrichter ungeschlagen.

Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Statistik: 14 Siege, 12 Niederlagen und 11 Unentschieden. Beide Teams pfiff der erfahrene Schiedsrichter zuletzt in der Saison 2023/24. St. Pauli verbindet mit seinem Einsatz gute Erinnerungen – im letzten Saisonspiel gegen Wehen Wiesbaden sicherte sich der Klub damals die Meisterschaft in der 2. Bundesliga.

Am Samstag (15:30 Uhr) kommt es für den FC St. Pauli bei der TSG 1899 Hoffenheim auf die Defensivspieler Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) an. Der Tabellen-Dritte verfügt über eine der besten Offensiven der Liga.

„Sie haben viel Qualität und die passenden Spieler für jede Position“, erklärte Mets. „Es ist ein starkes Team, das das Spiel dominieren möchte.“

Das zeigte sich auch im Hinspiel am Millerntor, als Hoffenheim mit 3:0 gewann und St. Pauli kaum Räume ließ. „Sie haben vieles richtig gemacht“, räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal jedoch drehten die Kiezkicker den Spieß um. „Auch dort hat Hoffenheim kaum Fehler gemacht, dennoch haben wir das Spiel für uns entschieden.“

Wahl sieht die Hoffenheimer derzeit in einem Höhenflug: „Sie haben viel Selbstvertrauen und die richtigen Schlüsse aus der vergangenen Saison gezogen. Das Team ist komplett anders aufgestellt und verfügt über hohe individuelle Qualität.“

Obwohl St. Pauli im Pokal bewiesen hat, dass ein Sieg möglich ist, wird es am Samstag eine sehr schwere Aufgabe.

Taichi Hara (26) kam bislang nur auf zwei Einsätze mit insgesamt 22 Minuten. Trainer Alexander Blessin (52) erläuterte nun, wie er den Plan mit dem japanischen Stürmer sieht.

„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel passte es einfach nicht – ich hatte kein gutes Gefühl“, erklärte Blessin. Im Training zeige Hara jedoch vollen Einsatz. „Er hat gute Momente, vielleicht ergibt sich bald wieder die Gelegenheit, ihn einzusetzen.“

Ein Startelfeinsatz sei allerdings noch zu früh. „Er ist eine Option für die letzten 20 Minuten.“

Martijn Kaars (26) hat es nicht leicht. Trotz einer Empfehlung von 19 Zweitliga-Toren und einer Ablösesumme von vier Millionen Euro konnte der Stürmer bislang noch nicht seinen Durchbruch feiern. In 24 Pflichtspielen gelangen ihm fünf Tore und eine Vorlage.

Trainer Alexander Blessin misst ihn nicht nur an Toren, sondern vor allem an seinem Einsatz für die Mannschaft. „Ich habe kürzlich zweimal intensiver mit ihm gesprochen und Videoanalysen gemacht.“

Das Hauptproblem liegt auf der Hand: „Er sagt selbst, dass Stürmer sich an Toren und Torchancen messen. In letzter Zeit hatte er nicht viele davon, was dazu führt, dass er etwas zögert.“

Seine Mitspieler konnten Kaars noch nicht oft in Szene setzen, obwohl er klare Stärken im Strafraum hat. „Wir müssen ihm helfen, Chancen zu bekommen, aber er muss diese auch nutzen“, so Blessin.

Der Trainer ist zuversichtlich, dass Kaars bald wieder glücklicher sein wird und über seine Tore sprechen kann, wenn er weiter hart arbeitet.

Erfreuliche Nachrichten vom Trainingsgelände: Nach David Nemeth (24) in der vergangenen Woche ist nun auch Andréas Hountondji (23) zurück auf dem Platz. „Er trainiert draußen und absolviert Laufeinheiten“, bestätigte Blessin.

Der Stürmer hatte längere Zeit individuell trainieren müssen, ist nun aber wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Jetzt geht es nur noch um Tage, an denen wir ihn weiter heranführen. Das waren die ersten Schritte, bald hoffen wir, weitere Fortschritte zu sehen“, so der Coach.

Nemeth ist bereits weiter: „Wir wollen die Belastung schrittweise erhöhen und schauen, ob er in der zweiten Mannschaft wieder Spielpraxis sammeln kann.“

Auch Connor Metcalfe (26) wird zurück in den Kader kehren. Er trainiert bereits die zweite Woche voll mit. „Er kann dem Team viel geben, deshalb freue ich mich, dass wir ihn wieder auf der Bank haben.“

Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 war der 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.

Insgesamt konnten die Kiezkicker zuvor erst zwei Pflichtspiele gegen Werder gewinnen – das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und das legendäre Pokalspiel 2006, als St. Pauli als Drittligist Bremen mit 3:1 ausschaltete.

Die Bilanz verbessert sich damit etwas, steht aber weiterhin bei drei Siegen, fünf Unentschieden und 13 Niederlagen.

Die Erleichterung bei den Spielern nach dem Erfolg gegen Bremen war groß, dementsprechend wurde auch gefeiert.

„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gab Abwehrspieler Karol Mets zu. „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“

Zunächst agierte St. Pauli aus Sicht des Esten zu nachlässig und verlor zu viele Bälle, nach der Pause lief es besser. „Wir hatten viele gute Momente und Chancen. Das erste Tor fiel zwar etwas glücklich, aber Glück muss man sich erarbeiten“, so Mets. Am Ende zog St. Pauli mit dem 2:1-Sieg an Bremen vorbei auf den Relegationsplatz.

Für James Sands (25) war die Bank am Sonntag ungewohnt: Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner nicht in der Startelf, bis auf eine Verletzungspause spielte er sonst immer von Beginn an.

Trainer Blessin begründete die Entscheidung: „Es geht auch um Frische. Zudem ist mit Eric Smith (29) wieder eine starke Alternative zurück.“

Dennoch fiel es dem Coach nicht leicht: „James bringt viel Qualität im Zweikampf. Er ist unauffällig, aber extrem wichtig. Es tut weh, solche Qualität auf der Bank zu lassen.“

In den kommenden Spielen könnte es öfter so laufen, denn mit Smith und Kapitän Jackson Irvine (32) sind zwei erfahrene Führungsspieler auf seiner Position aktiv.

Mit einem Sieg am Sonntag könnte der FC St. Pauli am direkten Konkurrenten Werder Bremen vorbeiziehen – die Bedeutung des Spiels ist somit groß. Das weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).

„Der Druck ist enorm, das lässt sich nicht wegreden“, erklärte der Australier vor der Begegnung bei DAZN. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn danach noch viele folgen.“

Irvine weiß, dass ein Sieg einen großen Schritt bedeuten würde. Umso besser, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Spieler zurückkehren.

Auch Trainer Blessin macht einen guten Eindruck auf ihn: „Er wirkt ruhig und fokussiert.“

Nicht alltäglich: Schiedsrichter Sören Storks (37) wird am Sonntag (17:30 Uhr) das Abstiegsspiel zwischen dem FC St. Pauli und Werder Bremen leiten. Er pfiff bereits das Hinspiel, das Bremen mit 1:0 gewann.

St. Pauli verbindet bessere Erinnerungen mit Storks, vor allem an das November-Spiel gegen Heidenheim, das mit 2:1 gewonnen wurde, trotz einer umstrittenen Roten Karte gegen Eric Smith. Insgesamt gab es unter seiner Leitung zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.

Auch Bremen hat unter Storks eine negative Bilanz mit vier Siegen, drei Unentschieden und fünf Niederlagen.

Vor dem direkten Duell zwischen St. Pauli und Bremen erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek verstarb im Alter von 85 Jahren.

Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und absolvierte über 300 Pflichtspiele für die Grün-Weißen. Nach seiner aktiven Karriere war er von 1971 bis 1975 Trainer bei Werder.

Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti arbeitete Piontek auch für St. Pauli und betreute die Mannschaft in 39 Zweitliga-Spielen.

Weitere Details zum Leben und Tod von Piontek findet ihr im Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.

Manolis Saliakas (29) zeigte beim 2:1-Sieg von St. Pauli gegen den VfB Stuttgart eine starke Leistung auf der rechten Abwehrseite und erzielte das 1:0. Danach folgte ein besonderer Jubel.

„Ich habe schon überlegt, wie ich jubeln soll, als der Ball zu mir kam“, berichtete der Grieche. „Ich hatte so viel Platz.“ Saliakas schoss den Ball sehenswert mit dem Spann ins Tor. „Es ist etwas Besonderes, ein Tor zu erzielen, vor allem so ein wichtiges.“

Seine Freude drückte er deutlich aus: Er steckte sich den Ball unter sein Trikot und legte den Daumen in den Mund. „Meine Frau ist schwanger“, verriet er stolz. „Es wird ein Junge, der Geburtstermin ist im Juni.“

Zum Glück fällt dies in die Sommerpause, sodass Saliakas sich voll auf seine bevorstehende Vaterschaft konzentrieren kann.

Der FC St. Pauli braucht dringend Punkte im Abstiegskampf, während der VfB Stuttgart den Kampf um die Champions-League-Plätze führt. Mit einem Sieg könnten die Schwaben zudem Bundesliga-Geschichte schreiben.

Der VfB gewann zuletzt drei Auswärtsspiele in Serie mit klaren Ergebnissen – 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Sollte ihnen nun ein Sieg am Millerntor mit mindestens drei Toren Differenz gelingen, wäre das ein Novum in der Bundesliga.

Bisher gelang das keinem Verein mehr als zweimal. Der VfB wäre damit alleiniger Rekordhalter, bislang liegt er gemeinsam mit Bayern München (2x), RB Leipzig (2x) und dem VfL Bochum.

Benjamin Brand (36) wird am Samstag (15:30 Uhr) das Spiel FC St. Pauli gegen VfB Stuttgart leiten. In dieser Saison pfiff der Betriebswirt bereits jeweils ein Spiel beider Mannschaften.

Die Bilanz von St. Pauli unter Brand ist ordentlich: Von 16 Spielen wurden sieben gewonnen, zwei endeten unentschieden. In dieser Saison leitete Brand die 1:2-Niederlage bei Freiburg.

Beim VfB sieht die Statistik noch besser aus: Sechs Siege, vier Remis und nur eine Niederlage. Zuletzt war er beim 3:3 der Schwaben gegen Dortmund im Einsatz.

Der FC St. Pauli droht am Samstag gegen Stuttgart der Ausfall von zwei wichtigen Spielern. „Bei Hauke Wahl (31) besteht zwar noch Hoffnung, sie schwindet aber von Tag zu Tag. Wahrscheinlich wird er gegen den VfB nicht spielen können. Bei Eric Smith (29) gibt es noch eine kleine Spur Hoffnung“, sagte Trainer Alexander Blessin (52), der ansonsten auf den erwarteten Kader zurückgreifen kann.

Das defensive Duo fehlte bereits beim Pokalspiel in Leverkusen.

Wegen des Ausfalls von Ricky-Jade Jones (23) wird wohl ein Spieler aus der U23 eine Chance erhalten. „Wir haben Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt als Optionen. Wir werden sehen, wen wir für das Spiel auswählen“, erläuterte Blessin.

Bundesliga-Tabelle

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenerste am Ende der Saison wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation um den Klassenerhalt gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.