Neuer Trainer bei Aue vor Debüt: „Wichtig ist, der Mannschaft eine positive Energie zu vermitteln“
Aue – „Man benötigt Durchhaltevermögen, muss Rückschläge verkraften und stets eine optimistische Einstellung bewahren“, betont Christoph Dabrowski (47) vor seinem ersten Einsatz an der Seitenlinie.
Erzgebirge Aue startet mit einem neuen Chefcoach, jedoch ohne größere Verstärkungen, in den Kampf um den Klassenerhalt. In den verbleibenden 16 Partien warten noch 48 Punkte darauf, verteilt zu werden. Derzeit hat der Klub 22 Zähler auf dem Konto. In der vergangenen Saison reichten 44 Punkte, um die Liga zu halten.
„Die Herausforderung besteht darin, in diesen 16 Spielen den Verein sowie die Region, die untrennbar dazu gehört, in der Liga zu halten und der Mannschaft dabei positive Energie mitzugeben“, erklärt der neue Veilchen-Trainer.
Am Samstag um 14 Uhr steht mit dem Duell gegen den seit 15 Begegnungen sieglosen FC Saarbrücken ein wichtiges Schlüsselspiel an. Schafft Aue, im Gegensatz zu den jüngsten Niederlagen gegen Ulm (0:3) und Havelse (1:3), endlich den Befreiungsschlag und damit den Sprung über den gefährlichen Strich?
„Die vergangenen Tage waren intensiv und lang. Ich habe erste Eindrücke vor allem in Einzelgesprächen gewonnen, bei denen man ein Gespür für die Spieler bekommt, aber auch beim Training auf dem Platz. Die Mannschaft zeigte die Bereitschaft, meine Vorgaben umzusetzen. Die Jungs haben sehr engagiert mitgearbeitet“, gibt Dabrowski Einblicke in seine Anfangsphase als Trainer.
Seine erste Trainingseinheit leitete er am Dienstag. Bereits bei seiner Vorstellung im ungewöhnlich gut besuchten Presseraum des Erzgebirgsstadions gab der 47-Jährige einen Vorgeschmack darauf, wie er seine Arbeit gestalten will.
Für ihn stehen das Bündeln der Kräfte, defensive Stabilität und Aufmerksamkeit im Fokus. Außerdem legt er großen Wert darauf, den Spielern ein gesundes Selbstbewusstsein zu vermitteln und viel den Dialog mit ihnen zu suchen.
„Ich bin ein Trainer, der den Austausch über Kommunikation sucht. Dabei spielen Hierarchie und das Verständnis der Rollen innerhalb der Mannschaft eine entscheidende Rolle, die ich für extrem wichtig halte. Es ist mir wichtig, dass ein Spieler klar zum Ausdruck bringt, welche Rolle er für sich sieht, und dass wir dies gemeinsam abgleichen. Nur so wird es messbar und überprüfbar. Auf dieser Basis entsteht dann eine Gruppendynamik“, erläutert Dabrowski.
Es bleibt spannend, ob das Rollenverständnis der einzelnen Spieler mit dem des neuen Trainers harmoniert oder ob Dabrowski Anpassungen vornehmen muss.
Tabelle der 3. Liga
Die Bedeutung der Tabelle in der 3. Liga ist wie folgt: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Drittliga-Meister und steigt in die 2. Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte steigt unmittelbar auf. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der 2. Liga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höheren Spielklasse.