HSV-Blog: Nationaltrainer weckt bei Königsdörffer Hoffnungen auf WM-Teilnahme
Hamburg – Eine Verschnaufpause steht bevor: Nach der ärgerlichen 2:3-Niederlage bei Borussia Dortmund kann der HSV in der bevorstehenden Länderspielpause neue Kräfte für den Endspurt der Saison sammeln.
Das nächste Pflichtspiel der Hanseaten findet erst am 4. April um 15:30 Uhr im heimischen Volksparkstadion gegen den FC Augsburg statt. Währenddessen arbeiten die Verantwortlichen bereits hinter den Kulissen an der Zusammenstellung des Kaders für die kommende Spielzeit. Ransford Königsdörffer darf nach wie vor von einer Teilnahme an der WM im Sommer träumen.
In unserem HSV-Blog halten wir Euch stets auf dem neuesten Stand – von aktuellen Mannschaftsnachrichten über Transfers bis hin zu allen weiteren Entwicklungen rund um den Volkspark.
Heute Abend um 20:45 Uhr treffen Deutschland und Ghana im Rahmen der WM-Vorbereitung in Stuttgart aufeinander. Mit von der Partie ist auch HSV-Profi Ransford Königsdörffer (24), der durchaus berechtigte Hoffnungen auf eine Nominierung für das Turnier im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko hegt.
"Er ist ein großartiger Typ, ein starker Spieler, und seine Entwicklung verläuft in die richtige Richtung. In der Rückrunde hat er bereits einige Treffer erzielt", erklärte Ghanas Nationaltrainer und ehemaliger HSV-Spieler Otto Addo (50) im Interview mit der Funke-Mediengruppe. "Für ihn ist der WM-Zug keineswegs abgefahren."
Königsdörffer war erst vergangene Woche nachnominiert worden und kam am Freitag beim 1:5 gegen Österreich in der 70. Minute ins Spiel. Bisher bestritt der Offensivspieler sieben Länderspiele für das Heimatland seines Vaters. Gegen die deutsche Mannschaft hofft er auf einen weiteren Einsatz.
"Er hat jetzt die Gelegenheit, sich zu beweisen. Im Sturm haben wir ein sehr enges Rennen, da es dort ein Überangebot an Spielern mit ähnlichen Eigenschaften wie Ransi gibt, die vielleicht noch ein kleines Stück voraus sind", machte Addo klar.
Sieben Spieltage vor Saisonende steuert der HSV auf den Klassenerhalt zu. Parallel dazu planen die Verantwortlichen bereits den Kader für die kommende Spielzeit.
Laut der Bild-Zeitung haben die Hamburger ein Auge auf den U20-Nationalspieler Kofi Amoako (20) vom Zweitligisten Dynamo Dresden geworfen. Der defensive Mittelfeldspieler zeigt in der Rückrunde starke Leistungen und besticht besonders durch seine herausragende Zweikampfstärke.
Die Ablösesumme soll sich auf etwa zwei Millionen Euro belaufen, allerdings gibt es große Konkurrenz. Unter anderem soll auch Union Berlin Interesse an Amoako zeigen.
Die erste Bundesliga-Saison des HSV nach sieben Jahren neigt sich dem Ende zu. Zum Saisonfinale hat die DFL für die Hamburger noch ein attraktives Spiel angesetzt.
Am Samstag, den 25. April, empfangen die Aufsteiger die TSG Hoffenheim zum Flutlichtspiel um 18:30 Uhr im Volksparkstadion (31. Spieltag).
Weitere wichtige Termine:
Der Aufwärtstrend von Luka Vuskovic (19) hält an: Der HSV-Verteidiger erzielte im Testspiel Kroatiens gegen Kolumbien seinen ersten Länderspieltreffer. Beim 2:1-Sieg sorgte er mit dem Ausgleich für die entscheidende Wende.
Mit 19 Jahren, einem Monat und drei Tagen ist Vuskovic nun der zweitjüngste Torschütze in der Geschichte des kroatischen Nationalteams. Nur Luka Ivanusec (18 Jahre, ein Monat und 19 Tage) war noch jünger.
Ein großer Transfercoup für den HSV? Transferexperte Fabrizio Romano berichtet, dass die Rothosen kurz vor der Verpflichtung des ungarischen Sturm-Talents Andrej Vasiljevic (16) stehen sollen.
Sportdirektor Claus Costa (41) habe sich intensiv um den Teenager vom MTK Budapest bemüht, die Verhandlungen seien bereits weit fortgeschritten.
Neben den Hamburgern, die bereits Ende letzten Jahres Interesse zeigten, sollen auch Borussia Dortmund, Inter Mailand sowie weitere Spitzenclubs am 16-Jährigen dran sein.
Neun HSV-Profis sind während der Länderspielpause für ihre Nationalmannschaften im Einsatz.
Hier ein Überblick über die Spieler und ihre Einsätze:
Die zehnte Gelbe Karte von HSV-Kämpfer Nicolai Remberg (25) beim 2:3 in Dortmund ist fast schmerzhafter als die Niederlage selbst – als erster Spieler der Liga erhielt er diese Marke in dieser Saison.
Besonders ärgerlich: Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck pfiff bereits zur Pause, nachdem Remberg und Karim Adeyemi (24) aneinandergerieten. Beide erhielten für den Konflikt eine Verwarnung.
Remberg wird dem HSV dadurch im wichtigen Heimspiel gegen Augsburg Anfang April fehlen. Bei seiner ersten Gelbsperre im Dezember unterlag der HSV gegen Hoffenheim deutlich mit 1:4.
Für Überraschung sorgte die Nachricht, dass Sebastian Kehl (46) am Samstag noch beim 3:2-Erfolg des BVB gegen den HSV auf der Bank saß, Dortmund aber am Sonntag die Trennung von seinem Sportdirektor bekanntgab.
Die Entscheidung sei einvernehmlich und mit sofortiger Wirkung erfolgt, teilte Sportgeschäftsführer Lars Ricken (49) mit. Kehl selbst betonte, dass es Zeit für einen Neuanfang sei.
Ob Kehl künftig beim HSV tätig wird? Seit Wochen wird der ehemalige Profi als heißer Kandidat für das vakante Amt des Sportvorstands bei den Rothosen gehandelt. Kehl soll den Wunsch haben, im Management aufzusteigen – beim BVB war ihm dies bisher verwehrt geblieben.
Dr. Matthias Jöllenbeck (39) übernimmt heute Abend die Leitung des Bundesliga-Topspiels zwischen dem BVB und dem HSV.
Die Hanseaten haben bereits acht Pflichtspiele unter seiner Leitung absolviert mit einer positiven Bilanz von vier Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen.
Der BVB spielte bisher zehn Mal unter Jöllenbecks Schiedsrichteraufsicht, auch hier sieht die Statistik mit fünf Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen gut aus.
HSV-Trainer Merlin Polzin (35) hatte am Donnerstag noch offen gelassen, ob Robert Glatzel (32) nach dessen unerlaubtem Frust-Interview aus dem Kader gestrichen wird. Nun steht fest: Der Angreifer fehlt tatsächlich beim Spiel in Dortmund.
Als die Mannschaft am Freitag in Richtung Dortmund aufbrach, fehlte Glatzel aus disziplinarischen Gründen, wie Medien übereinstimmend berichten.
Die Sperre soll allerdings nur für diese eine Partie gelten und keine weiterreichenden Folgen haben.
Eine ungewöhnliche Strafmaßnahme des HSV: Nach seinem Alkohol-Fahrt hatte Jean-Luc Dompé (31) neben einer hohen Geldstrafe auch einen sozialen Einsatz auferlegt bekommen.
Wie die „BILD“ berichtet, musste der Franzose 10.000 Warnwesten besorgen und selbst bezahlen, die für mehr Sicherheit im Straßenverkehr verwendet werden sollen.
Zudem soll Dompé einen Teil der Westen persönlich an Hamburger Kindertagesstätten und Grundschulen verteilen – Details dazu sind noch offen.
Vorfreude bei Fábio Vieira (25): Nachdem er das Hinspiel gegen den BVB gesperrt verpasste, wird der Portugiese im Rückspiel am Samstag in der Startelf stehen.
„Das ist ein riesiges Spiel! Es wird kein leichtes Unterfangen. Wir kennen die Qualität von Dortmund. Wenn wir uns gut vorbereiten und als Team zusammenhalten, können wir Großes erreichen. Unser Ziel ist es, die drei Punkte zu holen“, sagte der Spielmacher im „Spieltagscheck“ des HSV.
Außerdem verriet er, wie er seine freien Tage in Hamburg verbringt: „Meist gehe ich ins Portugiesenviertel, um mich heimischer zu fühlen, portugiesisches Essen zu genießen oder mich mit Landsleuten auszutauschen.“
Der HSV startete am Dienstag mit der Vorbereitung auf das Topspiel am Samstagabend beim BVB (18:30 Uhr). Dabei gab es einige personelle Veränderungen.
Nicolas Capaldo (27), der bereits drei Partien verpasst hat, trainiert nach seiner Bauchmuskelverletzung weiterhin individuell. „Capi hat schnelle Fortschritte gemacht, zuletzt stagnierte die Entwicklung aber. Er verspürt noch Schmerzen, daher wird es ein knappes Rennen, ob er gegen Dortmund spielen kann“, äußerte sich Trainer Merlin Polzin (35) vorsichtig.
Außerdem fehlten im Training Philip Otele (26) und Albert Grönbaek (24). „Philip ist leicht angeschlagen, wir hoffen, dass er morgen wieder dabei sein kann. Albert ist weiterhin krank, bei ihm müssen wir abwarten“, so Polzin.
Bakery Jatta (27), Yussuf Poulsen (31) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) absolvierten weiterhin ihr Reha-Training.
Matthias Ostrzolek (35) steht aktuell noch als Spielertrainer für Regionalligist Schwaben Augsburg auf dem Platz, wird aber zur neuen Saison Trainer beim Wacker Burghausen und löst dort Sven Bender (36) ab.
„Mir wurde von Anfang an klar vermittelt, wohin der Verein sportlich will. Deshalb freue ich mich sehr auf die Aufgabe“, sagte Ostrzolek. „Mein Anspruch als Trainer ist es, die Mannschaft weiterzuentwickeln, das vorhandene Potenzial optimal zu nutzen und gemeinsam mit Spielern, Betreuern, Verein und Fans die ambitionierten Ziele zu verfolgen.“
Besonders spannend: Am 18. April kommt es in der Regionalliga Bayern zum direkten Duell Schwaben Augsburg gegen Wacker Burghausen.
William Mikelbrencis (22) hat sich durch starke Leistungen in den Vordergrund gespielt – doch sein Vertrag läuft im Sommer aus.
Wie das Portal Jeunes Footeux berichtet, hat der RC Lens den Rechtsverteidiger ins Visier genommen. Der Tabellenzweite der Ligue 1 sucht einen Nachfolger für Saud Abdulhamid (26), der wohl zur AS Roma zurückkehrt.
Mikelbrencis passt laut Bericht perfekt ins Profil: jung, französisch ausgebildet, vielseitig auf der rechten Abwehrseite einsetzbar und ablösefrei, sofern kein Vertragsverlängerung gelingt.
Beraterwechsel deuten oft auf einen bevorstehenden Vereinswechsel hin, doch bei HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (33) sieht die Lage anders aus.
„Man kann nicht alles steuern im Fußball. Ich konzentriere mich auf meine Leistung und bin froh, dass ich diese Woche für Woche abrufen kann. Andere Sachen werden sich von selbst regeln“, erklärte Heuer Fernandes nach dem Remis gegen Köln.
Sein Vertrag galt zunächst als zum Saisonende auslaufend, der Keeper hatte sich eine Frist bis März gesetzt. „Jetzt kann ich keinen Zeitpunkt mehr nennen“, fügte er mit einem Schmunzeln hinzu – was wohl einen positiven Hintergrund hat.
Nach Informationen der Bild verlängert sich sein Vertrag bei Klassenerhalt automatisch um ein Jahr. Somit haben beide Seiten aktuell keine Eile, da die Rothosen gute Chancen haben, auch im nächsten Jahr in der Bundesliga zu spielen.
Mit neun Punkten Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz und sechs Zählern auf den Relegationsrang befindet sich der HSV nach 26 Spieltagen in einer hervorragenden Lage, um das Ziel Klassenerhalt zu realisieren.
„Sky“-Experte Lothar Matthäus (64) sieht die Rothosen bereits so gut wie gesichert und schätzt die Wahrscheinlichkeit nach dem Unentschieden gegen Köln auf „85 bis 90 Prozent“.
HSV-Coach Merlin Polzin (35) reagierte schmunzelnd: „Ich würde Lothar Matthäus niemals widersprechen.“ Gleichzeitig mahnte er, dass noch ein weiter Weg zu gehen sei.
Am Samstag leitet Schiedsrichter Tobias Welz (48) die Partie zwischen dem HSV und Köln, in der er die Verantwortung trägt.
Die Hamburger haben bisher 28 Spiele unter Welz bestreiten müssen, mit einer negativen Bilanz von acht Siegen, neun Unentschieden und elf Niederlagen.
Der 1. FC Köln absolvierte bislang 21 Begegnungen mit Welz als Schiedsrichter, die Statistik ist noch schlechter: fünf Siege, vier Remis und zwölf Niederlagen.
Die beiden Clubs treffen nun aufeinander – und Davie Selke (31) hätte im Sommer beinahe bei einem anderen Bundesligisten unterschrieben.
Laut „Sky“ zeigte der 1. FSV Mainz 05 großes Interesse und legte ein konkretes Angebot vor. Auch Celtic Glasgow bekundete Interesse, doch keiner der beiden Klubs konnte Selke verpflichten.
Seit letztem Sommer ist Selke bei Basaksehir Istanbul unter Vertrag. In 15 Einsätzen erzielte der ehemalige Hamburger Aufstiegsheld sieben Tore.
Ein trauriger Fall eines ehemaligen HSV-Profis: Romeo Castelen (42), der von 2007 bis 2011 bei den Rothosen spielte, wurde in den Niederlanden wegen Geldwäsche zu einer Haftstrafe verurteilt.
Das Gericht in Zwolle verhängte 18 Monate Freiheitsstrafe, davon sechs Monate auf Bewährung, sowie eine Geldstrafe von zwei Millionen Euro.
Castelen soll über den chinesischen Klub Zhejiang Yiteng mehrere Millionen Schwarzgeld gewaschen haben. 2019 wurde er am Amsterdamer Flughafen mit 139.000 Euro in bar erwischt.
Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich drei Jahre Haft gefordert. Der Ex-Profi plant, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
William Mikelbrencis (22) kämpft derzeit um seine Zukunft beim HSV. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, doch seine Leistungen lassen auf positive Vertragsverhandlungen hoffen.
„Wenn man die Chance bekommt, muss man liefern. Das hat er in der gesamten Saison getan“, lobte Trainer Merlin Polzin (35). Dabei musste Mikelbrencis auch einige Male auf der Bank Platz nehmen. „Aufgrund taktischer Überlegungen entschieden wir uns manchmal für seine Konkurrenten, das konnte er nicht beeinflussen. Was er beeinflussen konnte, hat er verbessert.“
In den ersten beiden Jahren kam Mikelbrencis auf gerade einmal zwölf Einsätze mit 571 Minuten Spielzeit. Schon in der Aufstiegssaison absolvierte er allerdings 25 Partien, in der aktuellen Spielzeit steht er bereits bei 19 Einsätzen, darunter neun in der Startelf.
„William kam als sehr junger Spieler zu uns. Damals sprach er weder Deutsch noch Englisch. Er hat hart an sich gearbeitet und musste manchmal weniger spielen, als er sich gewünscht hätte“, beschrieb Polzin die Entwicklung.
Und diese ist noch lange nicht abgeschlossen: „Er weiß genau, welche Schritte noch vor ihm liegen. Er ist schnell auf dem Platz und ein toller Junge.“
Schlechte Nachrichten für den HSV: Stürmer Yussuf Poulsen (31) fällt erneut mehrere Wochen aus. Wie Trainer Merlin Polzin (35) mitteilte, zog sich der Däne eine Verletzung am rechten hinteren Oberschenkel zu.
„Das ist sehr bitter“, sagte Polzin und berichtete, Poulsen sei nach der Diagnose niedergeschlagen gewesen. „Weder für ihn noch für uns ist das zufriedenstellend.“ Der Däne kam mit großen Erwartungen zum HSV, fiel aber immer wieder durch Verletzungen aus.
„Die Saison ist noch nicht vorbei“, blickte Polzin voraus, auch wenn der genaue Zeitraum der Ausfallzeit noch unklar ist. „Er wird seinen Teil beitragen, damit wir erfolgreich bleiben und unsere Ziele erreichen.“
HSV-Coach Merlin Polzin (35) äußerte sich klar zum Fehlen von Rayan Philippe (25 beim Spiel in Wolfsburg: „Ich wollte Rayan verdeutlichen, woran er arbeiten muss. Das haben wir intern besprochen“, so der Trainer. „Ich freue mich darauf, wie er darauf reagiert.“
Polzin erwartet, dass sich Philippe nach schwächeren Leistungen wieder zurückkämpft. Eine Rückkehr am Samstag gegen Köln ist somit nicht ausgeschlossen, sofern der Angreifer die geforderten Leistungen zeigt.
„Ich habe einfach höhere Ansprüche an Rayan“, betonte Polzin. „Er hat schon deutlich bessere Leistungen gezeigt.“ Obwohl Philippe mit fünf Treffern gemeinsam mit Luka Vuskovic (19) bester HSV-Torschütze ist, schwankt seine Form immer wieder.
Polzin fügte hinzu: „Er muss sich noch zurechtfinden.“ Dabei ist Philippe schon seit acht Monaten beim HSV, die Eingewöhnungszeit dürfte vorbei sein. „Ich sehe das nicht dramatisch. Wir zeigen Rayan, woran wir arbeiten wollen. Es ist ganz normal, dass man mal eine Phase hat, in der nicht alles klappt. Da muss er durch.“
Der HSV kann mehr oder weniger schon für die nächste Saison in der Bundesliga planen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Luka Vuskovic (19) ein weiteres Jahr in Hamburg bleibt, sinkt mit jeder Partie – seine Leistungen sind zu überzeugend.
Daher suchen die Verantwortlichen bereits nach einem Nachfolger. Laut griechischen Medien soll der HSV Interesse an Lorenzo Pirola (24) von Olympiakos Piräus gezeigt und ihn zuletzt sogar live beobachtet haben.
Der Innenverteidiger durchlief die Jugend von Inter Mailand und sammelte zahlreiche Einsätze in den italienischen Nachwuchsnationalteams. Seit Sommer 2024 spielt er für Piräus, wo sein Vertrag bis Saisonende 2027/28 läuft. Sein Marktwert wird auf neun Millionen Euro geschätzt.
Der HSV startete am Dienstag die Vorbereitung auf das bevorstehende Heimspiel gegen Köln. Mit von der Partie war auch Winter-Neuzugang Albert Grönbaek (24). „Ich freue mich, ihn wieder im Mannschaftstraining zu sehen. Er braucht noch eine Trainingswoche, in der er voll belastbar ist. Ich hoffe, dass er bald bereit ist“, sagte Trainer Polzin.
Ransford Königsdörffer (24), William Mikelbrencis (22), Nicolas Capaldo (27), Bakery Jatta (27) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) trainierten weiterhin individuell im Reha-Programm.
Vor allem bei Capaldo könnte ein Einsatz gegen Köln möglich sein. „Es könnte eine Punktlandung werden. Das Ziel ist, es zu schaffen“, so Polzin, schränkte jedoch ein: „Als Trainer ist man manchmal eher Träumer als Realist.“
Beim 2:1-Auswärtssieg in Wolfsburg war Luka Vuskovic (19) der herausragende Spieler. Der Verteidiger war an der Entstehung beider Elfmeter beteiligt und verwandelte einen davon – wenn auch mit etwas Glück – selbst.
Ex-HSV-Sportchef Jonas Boldt (44) lobte den jungen Kroaten bei Sky90: „Für mich ist er der Schlüsselspieler.“ Er attestierte der Familie Vuskovic eine fußballerische Leidenschaft.
Dennoch übte Boldt auch Kritik am HSV: „Es ist fast fahrlässig, so viel Verantwortung auf seine Schultern zu legen.“ Vuskovic hat fünf sehr wichtige Tore erzielt, die beiden Elfmeter gegen Wolfsburg gehen auf sein Konto. Obwohl er Verteidiger ist, spielt er eine große Rolle im Offensivspiel – mit fünf Saisontoren gleichauf mit Rayan Philippe (25).
Der Einfluss von Vuskovic auf den HSV ist enorm. Boldt ist überzeugt, dass die Rothosen ohne ihn nicht auf dem zehnten Tabellenplatz stehen würden. „Die zwei Spiele vor seiner Ankunft entsprachen nicht Bundesliga-Niveau. Er bringt enormen Input.“
Christian Eriksen (34) brachte Wolfsburg zunächst in Führung, doch Luka Vuskovic (19) und Jean-Luc Dompé (30) drehten das Spiel per Elfmeter und schrieben Bundesliga-Geschichte.
Die meisten Elfmeter in einem Spiel gab es in der Saison 1965/66 zwischen Gladbach und Dortmund – fünf Strafstöße wurden damals verhängt, von denen vier verwandelt wurden. Das Spiel endete 5:4 für Dortmund.
Die Top-Klubs stehen Schlange: Der HSV muss damit rechnen, dass Luka Vuskovic (19) im Sommer zu Tottenham Hotspur zurückkehrt. Ob es dort für ihn weitergeht, ist jedoch offen.
Der 19-jährige Kroate steht inzwischen bei nahezu jedem großen europäischen Klub auf dem Radar. Zuletzt wurde dem FC Barcelona Interesse nachgesagt.
Sein Berater Pini Zahavi (83) äußerte sich in spanischen Medien zu den Spekulationen: „Ich kann derzeit nichts dazu sagen. Der Spieler gehört noch zum HSV und konzentriert sich voll auf diesen Verein. In genau zwei Monaten, nach Ablauf seiner Leihfrist und offizieller Rückkehr zu Tottenham, kann ich Neuigkeiten bekannt geben.“
HSV-Profi Daniel Elfadli (28) dürfte nach dem Wolfsburg-Sieg besonders erleichtert gewesen sein. Er erlebte in der Volkswagen Arena eine schwierige Halbzeit.
Der Verteidiger, der gegenüber Warmed Omari (25) den Vorzug erhalten hatte, unterlief in der 18. Minute ein katastrophaler Fehlpass, aus dem Wolfsburg jedoch kein Kapital schlagen konnte.
Zwei Minuten später wurde Elfadli zum Unglücksraben, als er beim Klären den Kopf von VfL-Spieler Yannick Gerhardt (31) traf. Den fälligen Elfmeter verwandelte Christian Eriksen (34) zur Führung für die Gastgeber.
Elfadli erhielt für das Foul Gelb und wäre kurz vor der Pause nach einer weiteren Aktion fast vom Platz geflogen. Nach einer deutlichen Ansage des Schiedsrichters Florian Exner (35) musste Trainer Merlin Polzin (35) ihn zur Pause auswechseln.
Florian Exner (35) leitet heute das Bundesliga-Spiel zwischen Wolfsburg und dem HSV.
Die Rothosen bestritten bisher fünf Partien unter seiner Leitung mit einer ordentlichen Bilanz: drei Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage.
Wolfsburg dagegen spielte bisher drei Mal mit Exner als Schiedsrichter und gewann nur eine Partie, zwei gingen verloren.
Die Zukunft von Luka Vuskovic (19) ist noch offen: Bleibt er beim HSV, kehrt er zu Tottenham zurück oder wechselt er sogar zu einem anderen Club?
Sky berichtet, dass der FC Barcelona den Kroaten genau beobachtet, da sich bei den Katalanen im Sommer eine Lücke in der Innenverteidigung auftun wird.
Besonders interessant ist, dass Vuskovic denselben Berater wie Barca-Trainer Hansi Flick (61) hat: Pini Zahavi (83).
Ein herber Rückschlag für den HSV: Bakery Jatta (27) fällt in den nächsten Wochen aus.
Der Verein gab bekannt, dass sich der Gambier im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen eine Verletzung am linken hinteren Oberschenkel zuzog und bereits in der 29. Minute ausgewechselt werden musste.
Jatta war unter Trainer Merlin Polzin (35) lange kein Thema, kämpfte sich Ende 2025 jedoch zurück und absolvierte seitdem zehn von zwölf Spielen.
HSV-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die exakten Anstoßzeiten für die Spieltage 28 bis 30 bekanntgegeben. Der HSV darf unter anderem im Nordderby gegen Werder Bremen zweimal samstags um 15:30 Uhr und einmal sonntags um 17:30 Uhr antreten.
Die Spielübersicht:
Sören Storks (37) ist der Unparteiische für die Nachholpartie gegen Bayer Leverkusen am Mittwochabend.
Der aus Ramsdorf (Nordrhein-Westfalen) stammende Schiedsrichter pfiff erst vor einigen Monaten ein HSV-Spiel, das die Hamburger trotz Unterzahl spät für sich entscheiden konnten.
Storks zeigte Alexander Rössing-Lelesiit (19) in der 81. Minute die Gelb-Rote Karte, nachdem der Norweger einen zu harten Zweikampf gegen Josha Vagnoman (25) vom VfB Stuttgart geführt hatte.
Insgesamt leitete Storks bislang fünf Erst- und Zweitliga-Partien mit Hamburger Beteiligung, mit einer klar positiven Statistik: Nur ein einziges Mal verlor der HSV unter seiner Leitung.
Müssen sich die Fans Sorgen machen? HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes (33) hat sich nach dem Aufstieg als eine der besten Nummern eins der Liga etabliert. Einziges Problem: Sein Vertrag läuft im Sommer aus.
Der Schlussmann berichtete kürzlich, dass er Gespräche mit dem Verein über seine Zukunft führe. Laut „Hamburger Abendblatt“ wechselte er in diesem Zuge seinen Berater und trennte sich in beiderseitigem Einvernehmen von seiner langjährigen Agentur.
Der HSV zeigte sich von dieser Entscheidung überrascht. Was sich daraus ergibt, ist unklar. Heuer Fernandes könnte versuchen, seine Verhandlungsposition zu verbessern oder neue Optionen für einen Wechsel ausloten.
Fábio Vieira (25) ist ein wichtiger Faktor für die starke HSV-Saison. Nach seiner Leihe vom FC Arsenal hat er sich zum Leistungsträger entwickelt. Doch wie sieht seine Zukunft aus?
SPORT BILD berichtet, dass der Portugiese bereits entschieden habe, im Sommer nicht nach London zurückzukehren. Bei den „Gunners“ konnte er sich nach seinem Wechsel 2023 nicht durchsetzen.
Vieira fühlt sich beim HSV und in Hamburg sehr wohl und könnte sich einen Verbleib grundsätzlich vorstellen. Problematisch ist jedoch die hohe Kaufoption von über 20 Millionen Euro – deutlich zu teuer für die Rothosen.
Die Verantwortlichen hoffen, die Ablösesumme reduzieren zu können, insbesondere wenn Vieira sich für einen festen Wechsel nach Hamburg ausspricht. Die Entscheidung ist offen.
Diagnose steht fest: HSV-Profi Nicolas Capaldo hat sich im Spiel gegen Leipzig eine Bauchmuskelverletzung zugezogen. Das ergab eine MRT-Untersuchung am Montag im Athletikum am Volkspark.
Der Argentinier wird den Rothosen laut Mitteilung einige Wochen fehlen. Er musste gegen RB Leipzig bereits nach etwa 20 Minuten ausgewechselt werden. Anfangs wurde eine Adduktorenverletzung vermutet.
So wenige Gästefans wie selten zuvor: Beim Bundesliga-Spiel HSV gegen RB Leipzig war das Volksparkstadion mit 57.000 Zuschauern zwar ausverkauft, doch die Leipziger Anhängerzahl war mit rund 1.500 besonders gering.
Selbst der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim brachte mit knapp 2.100 Fans mehr mit. Im März vergangenen Jahres waren beim torlosen Remis gegen SV Elversberg sogar nur etwa 1.000 Gästefans anwesend.
Ein doppelter Schlag für den HSV: Neben der Niederlage gegen Leipzig verloren die Rothosen auch noch zwei Verteidiger.
Miro Muheim (27) sah wegen eines groben Fouls von Schiedsrichter Bastian Dankert (45) seine fünfte Gelbe Karte und wird damit das Nachholspiel gegen Leverkusen verpassen. „Wir haben drei, vier Alternativen als Ersatz“, kommentierte Trainer Polzin (35).
Zudem gibt es Sorgen um Nicolas Capaldo (27), der nach nur wenigen Minuten wegen Schmerzen im Oberschenkel-/Adduktorenbereich ausgewechselt werden musste. Polzin kündigte weitere Untersuchungen an und nannte einen Einsatz gegen Leverkusen fraglich, möglicherweise droht sogar ein längerer Ausfall.
Schiedsrichter Bastian Dankert (45) wird das Bundesliga-Duell zwischen HSV und RB Leipzig leiten.
Die Hamburger bestritten bisher 18 Spiele mit dem Rostocker an der Pfeife, mit einer Negativbilanz: Sieben Siege, ein Unentschieden und zehn Niederlagen.
Leipzig spielte bislang 17 Mal unter Dankert und hat eine positive Bilanz mit neun Siegen, fünf Unentschieden und drei Niederlagen.
Gute Voraussetzungen für einen weiteren besonderen Abend im Volkspark: Der HSV empfängt am Sonntag RB Leipzig in fast voller Kapelle.
Nur die verletzten Albert Grönbaek (24) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) stehen laut Polzin nicht zur Verfügung. Alle anderen sind „heiß und einsatzbereit“, so der Trainer.
Auch Leistungsträger Albert Sambi Lokonga (26) ist nach seinem Außenbandriss im Sprunggelenk eine Option für den Kader. Ob er rechtzeitig fit wird, zeigt sich spätestens eine Stunde vor Anpfiff.
Bundesliga-Tabelle
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) darf in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen. Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.