Nagelsmann über Musiala: "Die Zeit wird knapp"
Von Klaus Bergmann
München/Basel – Bayern-Profi Jamal Musiala (23) verpasst aufgrund erneuter Schwierigkeiten an seinem operierten Sprunggelenk den Auftakt der Fußball-Nationalmannschaft im WM-Jahr.
Ob der 23-Jährige bis zum Turnier im Juni wieder vollständig fit sein wird, bleibt auch für Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) unklar.
„Die Zeit wird langsam knapp, daran besteht kein Zweifel“, erklärte Nagelsmann vor dem Testspiel am Abend (20.45 Uhr/RTL) in Basel gegen die Schweiz.
Der DFB-Trainer plant, den WM-Kader Mitte Mai bekanntzugeben; Ende Mai startet dann die Vorbereitung auf das Turnier.
„Ich traue es ihm zu, dass er bis dahin wieder bei 100 Prozent ist. Er hat ja noch etwa acht Wochen Zeit.“ Am 2. Juni reist das Team in die USA.
Musiala stand zuletzt vor etwas mehr als zwei Wochen beim 6:1-Sieg des FC Bayern gegen Atalanta Bergamo auf dem Platz.
Eine Schmerzreaktion am linken Fuß zwang ihn anschließend zu einer weiteren Pause. Positiv ist, dass er nun erstmals wieder eine individuelle Übungseinheit mit Ball in München absolvieren konnte.
„Er war einfach lange außer Gefecht. Ich hoffe sehr, dass sein Sprunggelenk schnell wieder vollständig gesund wird, keine neuen Probleme auftreten und er keine Schmerzen mehr verspürt“, sagte Nagelsmann in Basel.
„Für Jamal ist es vor allem wichtig, gesund und schmerzfrei zu sein, damit er seine volle Leistungsfähigkeit erreichen kann.“
Musiala hatte sich bei der Klub-WM in den USA im vergangenen Sommer einen Bruch des Wadenbeins zugezogen und zudem eine schwere Sprunggelenksverletzung erlitten. Nach der Operation fiel er bis zum Jahresbeginn aus.
Sorgen bereiten auch die als Stammspieler vorgesehenen Mittelfeldakteure Aleksandar Pavlovic (Hüftprobleme) und Felix Nmecha (Außenbandriss am Knie), die beide die Länderspiele in der Schweiz sowie am kommenden Montag in Stuttgart gegen Ghana verpassen werden.
„Bei Felix ist die Situation deutlich ernster als bei Pavlo. Ich denke, Pavlo wird schnell zurückkehren, bei Felix wird es allerdings länger dauern“, berichtete Nagelsmann.