FCSP-Blog: Bundestrainer Nagelsmann würdigt Coming-out – „Ich kenne die Befreiung, die es bringt“
Hamburg – Während der FC St. Pauli in der Länderspielpause neue Energie für den Kampf gegen den Abstieg im Saisonfinale sammelt, steht am Ostersonntag ein wichtiges Auswärtsspiel bei Union Berlin an, bei dem unbedingt drei Punkte eingefahren werden müssen.
Für die Kiezkicker fallen dabei zwei Spieler aus der Defensive verletzungsbedingt aus. In der Zwischenzeit hat sich Bundestrainer Julian Nagelsmann zum Coming-out von U19-Coach Christian Dobrick geäußert.
In unserem St.-Pauli-Blog halten wir euch stets auf dem Laufenden – mit aktuellen Neuigkeiten über die Mannschaft, Transfergerüchten und vielem mehr aus dem Millerntor-Stadion.
Vor etwa einer Woche machte Christian Dobrick, Trainer der U19 von St. Pauli, öffentlich, dass er homosexuell ist. Seitdem erhielt er viel Zuspruch. Nun äußerte sich auch Bundestrainer Julian Nagelsmann zu diesem mutigen Schritt und appellierte für mehr Selbstverständlichkeit im Umgang mit Homosexualität im Fußball.
„Es ist wirklich schade, dass dieses Thema immer noch zur Debatte steht“, sagte Nagelsmann im Interview mit RTL/ntv, der Dobrick ausdrücklich unterstützte. „Ich habe selbst Freunde, die homosexuell sind, und weiß, wie sehr es belastet, lange schweigen zu müssen. Es ist eine Qual, das eigene Leben nicht offen leben zu können. Durch Gespräche im Freundeskreis kenne ich auch das befreiende Gefühl, wenn man sich endlich outet.“
Der Bundestrainer machte deutlich, dass Homosexualität längst gesellschaftlich akzeptiert und normal ist, im Fußball aber noch nicht vollständig angekommen. „Das finde ich nicht in Ordnung“, so Nagelsmann. Er hoffe daher, dass das Thema künftig keine Rolle mehr spiele.
Am vergangenen Freitag veröffentlichte die DFL die Spielpläne für die abschließenden Begegnungen der laufenden Bundesliga-Saison.
Die verbleibenden Partien der Kiezkicker sind wie folgt terminiert:
Somit finden alle Spiele der Kiezkicker am Nachmittag statt, ein Flutlichtspiel steht nicht mehr auf dem Programm.
Nach Kritik an der Schiedsrichterleistung hat es für St.-Pauli-Coach Alexander Blessin (52) eine empfindliche Strafe gegeben: Das DFB-Sportgericht verhängte eine Geldbuße von 10.000 Euro gegen ihn.
Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass Blessin sich unsportlich gegenüber Schiedsrichter Florian Badstübner geäußert und dessen Neutralität infrage gestellt habe.
Nach dem Spiel gegen Freiburg war Blessin im Interview bei DAZN davon überzeugt, seine Mannschaft habe „gegen zwölf Mann gespielt“. Zudem warf er Badstübner ein „höhnisches Lächeln“ vor, als er die Gelbe Karte zeigte.
Schlechte Nachrichten gibt es für den FC St. Pauli in Sachen Personal: Tomoya Ando (27) und Lars Ritzka (27) fallen vorerst verletzt aus, wie der Verein am Mittwoch bekanntgab.
Ando zog sich beim Duell gegen Freiburg eine muskuläre Verletzung im Bereich der Adduktoren zu und konnte deswegen auch nicht wie geplant zur japanischen Nationalmannschaft reisen.
Ritzka musste sich sogar einer geplanten Operation unterziehen. Er hatte in den vergangenen Wochen nach einem Sturz Probleme mit der rechten Schulter, so die Angaben der Klub-Verantwortlichen.
Im Spiel gegen den SC Freiburg am Sonntagabend (1:2) sah Trainer Alexander Blessin Gelb, nachdem Schiedsrichter Florian Badstübner ihn für lautstarke Beschwerden an der Seitenlinie verwarnte.
Nachdem Freiburg kurz vor Ende der zweiten Halbzeit das Spiel gedreht hatte, zeigte sich Blessin sichtlich frustriert. Zudem ließ der Unparteiische mehrere Zweikampfsituationen laufen, die sowohl Fans als auch Trainer als klare Fouls empfanden.
Als Badstübner Blessin die Gelbe Karte offenbar mit einem Lächeln zeigte, bezeichnete der Coach das Verhalten später im DAZN-Interview als „respektlos“. Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel erläuterte er seine Sichtweise.
„Meine Aussage war nicht besonders klug, aber sie kam aus der Emotion heraus, ehrlich gesagt“, so Blessin. Er betonte, wie viel auf dem Spiel stehe im Abstiegskampf. „Wenn sich dann jemand an so etwas erfreut, tut das einfach weh.“ Dennoch räumte er ein: „Die Gelbe Karte habe ich verdient. Aber das andere hätte nicht sein müssen. Belassen wir es dabei.“
Bei herrlichem Frühlingswetter kam der FC St. Pauli-Bus gegen 16 Uhr am Millerntor an. Hunderte Fans empfingen die Mannschaft vor dem Anpfiff gegen Freiburg mit Fahnen und Bengalos.
Es wird erwartet, dass SC-Trainer Julian Schuster (40) mit Philipp Treu (25) und Igor Matanovic (22) gegen St. Pauli startet – damit stehen zwei ehemalige Kiezkicker in der Startelf der Breisgauer.
Matanovic ist quasi ein Eigengewächs des FC St. Pauli. Der 22-Jährige durchlief die gesamte Jugend bei den Braun-Weißen und debütierte bereits mit 17 Jahren im Jahr 2020 in der 2. Bundesliga. Seit Sommer 2025 spielt er gemeinsam mit seinem Teamkollegen und ebenfalls ehemaligen Kiezkicker Philipp Treu beim SC Freiburg.
Treu hingegen absolvierte den Großteil seiner Profiausbildung in Freiburg zwischen 2017 und 2023, ehe er für zwei Jahre zum FC St. Pauli wechselte, wo er sich zum Aufstiegshelden entwickelte.
Neben den beiden trugen auch die Ex-Kiezkicker Carlo Buckhalfa (26), Noah Weisshaupt (24) sowie Robert Wagner (22) bei den Begegnungen beider Mannschaften die Trikots. Auch FCSP-Sportchef Andreas Bornemann (54) war einst als Spieler beim SC Freiburg unter Vertrag.
Schiedsrichter Florian Badstübner (35) leitete bereits zehn Spiele der Hamburger, darunter zwei DFB-Pokal-, zwei Bundesliga- und sechs Zweitligapartien. Unter seiner Leitung konnte St. Pauli bislang nur ein Spiel gewinnen – in der Saison 2022/23 gewann das Team mit 3:0 gegen Magdeburg.
Insgesamt gab es unter Badstübners Pfeife sechs Niederlagen und drei Unentschieden. Zuletzt verabschiedete er die Kiezkicker mit einer 0:3-Pokalpleite in Leverkusen.
Im kommenden Heimspiel gegen Freiburg laufen die Kiezkicker in einem Sondertrikot auf, mit dem sie gemeinsam mit der Initiative „Kein Bock auf Nazis“ ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen möchten. Die Botschaft der Initiative ist gut sichtbar auf der Brust der Trikots angebracht.
Der Verein arbeitet bereits seit längerer Zeit eng mit dieser Initiative zusammen und will mit der Aktion das langjährige Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsradikalismus hervorheben.
500 Sondertrikots werden zum Verkauf angeboten, von jedem verkauften Jersey gehen fünf Euro direkt an „Kein Bock auf Nazis“. Die getragenen Trikots der Spieler sollen im Anschluss verlost werden, wobei die Erlöse die Arbeit gegen Rechtsextremismus unterstützen sollen.
Zweimal wöchentlich stellt sich St. Paulis Cheftrainer Alexander Blessin den Fragen der Presse – doch manchmal übernehmen auch die Nachwuchsspieler das Mikrofon. Bei einer eigenen Pressekonferenz der FCSP-Rabauken fragten die jungen Talente den 52-Jährigen ganz besonders:
„Wenn du und deine Mannschaft in einer Zombie-Apokalypse wärt, wer würde zuerst sterben und wer am längsten überleben?“, wollte ein Junge wissen. Blessin hörte aufmerksam zu und musste schmunzeln: „Das ist wirklich eine gemeine Frage.“
Nach kurzem Nachdenken antwortete er: „Das gibt es nicht, wir sind eine Einheit und agieren zusammen, da kann ich niemanden herausheben.“
Doch die Rabauken wollten mehr wissen: „Und wer würde am längsten durchhalten?“ Blessin entschied sich für ein Duo: „Das sind wahrscheinlich Mathias Pereira Lage und Jackson Irvine, weil die beiden am meisten laufen und viel Ausdauer haben.“
Eine weitere Nachfrage des Nachwuchses lautete, wer sich am besten verstecken könne. Blessin lachte und antwortete typisch: „Wir wollen keine Spieler, die sich verstecken.“
Während Eric Smith (29), Arkadiusz Pyrka (23) und Nikola Vasilj (30) noch um Tickets für die WM kämpfen, möchten andere Kiezkicker in ihren Nationalmannschaften durch gute Leistungen weitere Einsätze sichern.
Connor Metcalfe (26) gibt die Hoffnung auf eine WM-Teilnahme nicht auf und hofft auf Einsätze bei den Spielen Australiens gegen Kamerun (27. März, 10:10 Uhr) und Curacao (31. März, 11:10 Uhr). Jackson Irvine (32) wurde vorsorglich geschont und ist nicht nominiert.
Joel Chima Fujita (24) und Tomoya Ando (27) fliegen gemeinsam nach Großbritannien, wo sie mit Japan gegen Schottland (28. März, 18 Uhr) und England (31. März, 20:45 Uhr) antreten.
Für Abdoulie Ceesay (22) und Gambia steht am 31. März ein Länderspiel gegen den Senegal (21 Uhr) an.
Danel Sinani (28) muss mit Luxemburg in der Nations-League-Qualifikation gegen Malta ran, die Spiele finden am 26. und 31. März jeweils um 18 Uhr statt.
Der FC St. Pauli steckt acht Spieltage vor Saisonende mitten im Abstiegskampf. Der Druck ist hoch, doch Abwehrspieler Hauke Wahl (31) sieht die Situation etwas entspannter.
„Bei uns ist die Stimmung eine Mischung aus Lockerheit und Anspannung“, erklärte er. „Ein wenig Gelassenheit ist wichtig, denn man kann nicht dauerhaft angespannt zuhause sitzen, sonst verkrampft man.“
Aus seiner Sicht ist es sogar vorteilhaft, dass die Mannschaft von Beginn der Saison an wusste, dass es nur um den Klassenerhalt geht. „Das kann ein Pluspunkt sein. Die enge Lage ist schön, wir sind nicht nervös, als Profis wissen wir mit Druck umzugehen“, so Wahl.
Er persönlich empfindet Druck als förderlich. „Nur wenn man Druck spürt, kann man das Beste abrufen. Man gibt 100 Prozent. Sobald die Spannung abfällt, wird es schwer. Das haben wir im letzten Spiel der Vorsaison gegen Bochum gesehen. Die spannendsten Spiele sind die, bei denen es um etwas geht.“
Drei FC St. Pauli-Profis kämpfen in der kommenden Woche mit ihren Nationalteams um die letzten WM-Tickets für die Weltmeisterschaft im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko.
Eric Smith (29) wurde nach mehreren verletzungsbedingten Ausfällen für Schweden nominiert. Die Tre Kronor treffen im Play-off-Halbfinale auf die Ukraine (26. März, 20:45 Uhr). Ein Sieg könnte zu einem direkten Duell mit einem weiteren Kiezkicker führen.
Im anderen Halbfinale trifft Arkadiusz Pyrka (23) mit Polen auf Albanien (26. März, 20:45 Uhr).
Der dritte ist Nikola Vasilj (30), der mit Bosnien-Herzegowina gegen Wales antritt (26. März, 20:45 Uhr). Der Sieger spielt anschließend gegen Italien oder Nordirland.
Fabian Hürzeler (33), der mit St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga schaffte, misst sich inzwischen in der englischen Premier League. Kürzlich verlor sein Team Brighton & Hove Albion mit 0:1 gegen Tabellenführer Arsenal und kritisierte das Zeitspiel der Gunners.
Das sorgte für eine Reaktion von Matthias Sammer (58). Vor dem Spiel von Bayer Leverkusen bei Arsenal sagte er auf Amazon Prime: „Zu Arsenal möchte ich nur sagen: Sie sollen den Mund halten. Im Fußball gibt es keine B-Noten, es geht um Titel. Wer Titel gewinnt, hat Recht.“
Danach nahm Sammer auch Hürzeler in die Pflicht: „Fabi Hürzeler schätze ich sehr, aber bevor man so ein Team kritisiert, muss man erst drei Titel geholt haben und nicht nur mit Pauli aufgestiegen sein. Das gehört sich nicht, man muss Respekt zeigen.“
Wie bekannt wurde, hatte Hürzeler erneut den Kontakt zu Arsenal-Coach Mikel Arteta (43) gesucht, um seine Kritik zu bekräftigen.
Normalerweise ist Hauke Wahl im Millerntor-Stadion, an der Kollaustraße oder in anderen Bundesliga-Arenen zu finden. Am Montag jedoch stand der Profi kurzfristig an der Supermarktkasse – alles für einen guten Zweck.
Der gesamte Betrag, den der „Aushilfskassierer“ bei EDEKA in der Rindermarkthalle eingenommen hat, kommt den FC St. Pauli Rabauken zugute. Die Filiale stockte die Summe auf insgesamt 10.000 Euro auf. Das Geld soll ein Fußballcamp für Kinder aus Familien ermöglichen, die sich die Teilnahme sonst nicht leisten könnten.
„Es war schön zu sehen, wie positiv die Kundinnen und Kunden reagiert haben. Die Arbeit der Rabauken liegt mir sehr am Herzen. Kinder früh für Bewegung, Teamgeist und gesunde Ernährung zu begeistern, ist enorm wichtig. Wenn ich dazu einen kleinen Beitrag leisten kann, mache ich das gern“, erklärte Wahl.
Die Bedeutung von James Sands (25) für den FC St. Pauli wurde beim jüngsten 0:2 in Gladbach besonders deutlich. Der US-Amerikaner fehlte schmerzlich, seine schwere Verletzung traf das Team hart.
„Für mich war das ein Schock. Sein Ausfall tut uns sehr weh“, sagte Hauke Wahl. „Er ist ein absoluter Stabilitätsfaktor, vor allem in den starken Phasen. Er bringt viel Power in die Zweikämpfe.“
Für Sands ist die Verletzung doppelt bitter: Sein Leihvertrag läuft am Saisonende aus, weshalb er wohl kein weiteres Spiel für die Kiezkicker bestreiten wird. Außerdem fällt er für die Heim-WM aus, für die er noch Hoffnungen hegte.
„Eine WM im eigenen Land – ich kann mir das kaum vorstellen, weil ich so weit weg bin. Aber für ihn war es ein großer Traum, dabei zu sein. Er hätte es verdient gehabt“, so Wahl. „Es tut uns weh, aber menschlich ist es für ihn eine schwere Enttäuschung. Als Mannschaft müssen wir ihn jetzt unterstützen.“
Ein gutes Omen? Daniel Schlager (36) wird am Freitagabend (20:30 Uhr) die Partie des FC St. Pauli bei Borussia Mönchengladbach leiten. Die Bilanz der Kiezkicker unter ihm ist positiv.
Bisher pfiff der gelernte Bankkaufmann sieben Spiele von St. Pauli, von denen vier gewonnen wurden, nur eines ging verloren. Zuletzt leitete er die zweite DFB-Pokalrunde, in der die „Boys in Brown“ im Elfmeterschießen gegen Hoffenheim siegten.
Mönchengladbach hat unter Schlager allerdings eine negative Bilanz: Von 13 Partien wurden nur drei gewonnen, vier verloren. In dieser Saison leitete er das torlose Remis der Fohlen gegen Freiburg.
In dieser Spielzeit trafen St. Pauli und Gladbach bereits zweimal aufeinander, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Besonders auffällig war Haris Tabakovic (31), der bei den Fohlen drei der fünf Treffer erzielte.
„Er zählt zu ihren Schlüsselspielern und ist ein sehr guter Stürmer“, meinte St. Paulis Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem dritten Duell am Freitag. Generell lobte er die große individuelle Qualität der Borussia. „Wir haben aber auch schon bewiesen, dass wir sie schlagen können“, erinnerte er an den Pokalsieg.
Am Freitag wollen die Kiezkicker erneut gewinnen. „Wenn wir defensiv so stark spielen wie gegen Frankfurt und mit dem Ball so wie gegen Hoffenheim, haben wir gute Chancen“, sagte Irvine. „Wir müssen mehr laufen und kämpfen als der Gegner.“
Der Fokus liege vor allem auf der stabilen Defensive, die St. Pauli zuletzt ausgezeichnet habe. „Dann wissen wir, dass wir auch Spiele gewinnen können.“ Ein Dreier im Abstiegskampf wäre enorm wichtig.
Vor dem Auswärtsspiel in Gladbach gibt es schlechte Nachrichten: James Sands (25) fällt bis Saisonende aus. Bei der Partie gegen Eintracht Frankfurt verletzte sich der US-Amerikaner nach einem Foul am linken Sprunggelenk und muss operiert werden.
Der Verein bestätigte am Freitag, dass Sands wegen dieser Verletzung mehrere Monate pausieren wird. Da sein Leihvertrag am Saisonende endet, wird er wohl nicht mehr für St. Pauli auflaufen. Auch seine Chancen auf eine WM-Teilnahme sind dadurch stark gesunken.
„Er ist voll dabei, wir stehen in engem Kontakt“, sagte Trainer Alexander Blessin (52). „Martijn brennt darauf, wieder zu spielen und setzt um, was wir besprechen.“
Normalerweise wäre Kaars gegen Frankfurt eingewechselt worden, doch die verletzungsbedingten Wechsel verhinderten dies, so Blessin. „Er lässt sich nicht hängen und gibt Vollgas.“
Der Trainer weiß genau, woran es bei seinem Stürmer hapert: „Wir müssen ihm helfen, in die Positionen zu kommen, in denen er seine Stärken ausspielen kann.“ Vor allem fordert er mehr körperliche Präsenz vom Niederländer.
Freudige Nachrichten! Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden. Dies verkündete der Mittelfeldspieler auf seinem Instagram-Kanal. Das Mädchen wurde bereits am 3. März geboren.
Für die Geburt verzichtete Hartel auf ein Spiel bei seinem aktuellen Club St. Louis FC. Sportlich läuft es für sein Team noch nicht rund: Aus drei Partien holte man lediglich einen Punkt, die Play-off-Teilnahme gerät in Gefahr.
Jackson Irvine (33) ist für den FC St. Pauli unverzichtbar. Seine Statistik spricht für sich: Steht er über volle 90 Minuten auf dem Feld, bleibt das Team ungeschlagen. Auch Trainer Alexander Blessin lobte ihn in höchsten Tönen.
„Er ist enorm wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld“, sagte Blessin. „Er gibt die Richtung vor und beruhigt die Mannschaft, wenn es hektisch wird.“
Seine Erfahrung aus mehr als 430 Vereinsspielen und 79 Länderspielen für Australien macht ihn zu einem festen Bestandteil der Mannschaft und eine wichtige Stütze für den Trainer.
Eric Smith (29) ist kürzlich Vater geworden, ein weiterer Spieler erwartet bald Nachwuchs: Verteidiger Adam Dzwigala (30) gab am Donnerstag auf Instagram die erneute Schwangerschaft seiner Frau Kiki bekannt.
Das Paar hat bereits zwei Kinder und schrieb, dass sie bald „in Unterzahl“ seien. Einen genauen Termin nannten sie nicht.
Das Lazarett bei St. Pauli lichtet sich langsam: Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) stehen am Freitag in Gladbach wieder im Kader, bestätigte Trainer Alexander Blessin.
Vor allem die Rückkehr von Hountondji weckt Hoffnungen. „Mit seiner Dynamik und Schnelligkeit ist er eine wichtige Waffe. Er war im Training sehr motiviert“, sagte der Trainer, der einen Kurzeinsatz von rund 15 Minuten in Betracht zieht.
Ob Abwehrspieler David Nemeth (24) ebenfalls mit nach Gladbach reist, ist noch offen. Er soll jedoch auf jeden Fall am Sonntag bei der U23 Spielpraxis sammeln.
Definitiv fehlen werden Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) nach ihren Verletzungen aus dem Spiel gegen Frankfurt. „Bei Manos sieht es besser aus als gedacht, es besteht Hoffnung auf einen Einsatz in der nächsten Woche“, erklärte der Trainer. Bei Sands muss man noch abwarten.
Bittere Neuigkeiten vom FC St. Pauli: Manolis Saliakas und James Sands fallen vorerst aus. Saliakas zog sich nach Wiederanpfiff beim Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ zu und wird gegen Gladbach fehlen. Für das Heimspiel gegen Freiburg besteht Hoffnung auf eine Rückkehr.
Sands erlitt eine Verletzung am Bandapparat im linken Sprunggelenk und musste ausgewechselt werden. Wie lange er pausieren muss, ist noch unklar.
St. Paulis Abwehrspieler Hauke Wahl (31) hatte gegen Eintracht Frankfurts Jonathan Burkardt (25) die Partie unter Kontrolle. Nach dem Spiel lobte der Stürmer seinen Gegenspieler für dessen starke Leistung.
„Es ist sehr unangenehm, gegen ihn zu spielen“, sagte Burkardt bei DAZN. „Er ist immer einen Schritt voraus, körperlich sehr stark und hat mich gut im Griff gehabt.“
Wahl revanchierte sich mit Respekt: „Er ist ein großartiger Stürmer, wahrscheinlich einer der besten in Deutschland. Ich hasse es, gegen ihn antreten zu müssen.“
Torwart Nikola Vasilj (30) hatte im torlosen Remis gegen Frankfurt kaum etwas zu tun. „Das ist der Verdienst der gesamten Mannschaft, die defensiv sehr stark gearbeitet hat“, lobte er seine Vorderleute. Doch wenn er gefordert war, war er da.
Das nächste Spiel in Gladbach ist ein weiterer Abstiegskracher. „Wir müssen das hohe Niveau bestätigen. Das Spiel gegen Mönchengladbach ist enorm wichtig, sie sind nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn ist jedes Spiel für uns ein Finale“, sagte Vasilj.
Mit einem weiteren Zu-Null-Spiel könnte Vasilj einen neuen persönlichen Rekord aufstellen. Aktuell steht er bei 208 Minuten ohne Gegentor, seine Bestmarke liegt bei 287 Minuten.
Die Rückkehr steht kurz bevor! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Verteidiger David Nemeth (24) sind wieder voll im Training und nähern sich einem Einsatz.
„Andréas hatte nun noch eine Trainingswoche, das hat ihm gutgetan, auch wenn sie kurz war. Er zeigte schon gute Aktionen“, erklärte Trainer Blessin und schloss einen Kurzeinsatz am Freitag nicht aus.
Nemeth soll zunächst Spielpraxis bei der U23 sammeln. „Wir schauen, wie die Woche läuft, dann macht es Sinn, ihn spielen zu lassen“, so der Coach.
Die Verletzungssorgen setzen sich fort! Nach dem torlosen Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt bangt St. Pauli um zwei Spieler.
Kurz nach der Halbzeit musste Manolis Saliakas verletzt vom Platz. Er spürte beim Sprint plötzlich einen Schmerz im Oberschenkel. „Ich fühle mich nicht gut, wir müssen abwarten, was genau passiert ist“, erklärte er.
Trainer Blessin ergänzte: „Es sieht nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung.“ Das würde einen mehrwöchigen Ausfall bedeuten.
Bei James Sands sieht es etwas besser aus. „Er ist nur umgeknickt, aber wir müssen noch genau untersuchen, was es ist“, sagte Blessin. Sands wurde nach dem Spiel von einem Betreuer gestützt.
Ein eher ungünstiges Zeichen: Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die bisherigen Partien unter seiner Leitung verliefen für St. Pauli nicht gut.
Zwayer hat bislang 25 Spiele mit St. Pauli gepfiffen, davon wurden acht gewonnen und neun verloren. Die letzten drei Begegnungen unter ihm endeten jeweils mit Niederlagen, zuletzt beim 1:3 in München.
Bei Frankfurt sieht die Bilanz anders aus. Zwayer leitete 44 Partien für die Eintracht, von denen 18 gewonnen und 15 verloren wurden. In dieser Saison kam er bei der SGE noch nicht zum Einsatz.
Für das Spiel gegen Frankfurt muss St. Pauli auf mehrere Spieler verzichten. Neben David Nemeth fallen drei weitere Akteure aus.
„Mathias Rasmussen fällt erneut aus, er konnte diese Woche nur laufen“, berichtete Trainer Blessin. „Karol Mets wird auch diese und nächste Woche nicht spielen.“
Auch Andréas Hountondji wird fehlen, obwohl es bei ihm besser aussieht. „Die Tests sind gut verlaufen, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen, wir haben ein gutes Gefühl und hoffen, bald wieder auf ihn zurückgreifen zu können“, so Blessin.
Tomoya Ando kehrt nach seiner Pause zurück und wird gegen Frankfurt dabei sein.
Eric Smith fehlte zuletzt im Training, der Grund ist jetzt bekannt: Der Schwede wurde zum zweiten Mal Vater und dürfte am Sonntag wieder einsatzbereit sein.
Für alle FCSP-Fans: Die DFL hat die Spieltage 28 bis 30 der Bundesliga terminiert. St. Pauli hat jeweils eine Partie am Freitag, Samstag und Sonntag.
Eine schlechte Nachricht für St. Pauli: Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Der Verteidiger verletzte sich bei dem Auswärtssieg in Hoffenheim an der linken Wade und steht auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung.
Besonders bitter: Mets hatte sich nach hartnäckigen Problemen mit der Patellasehne erst vor einigen Monaten zurückgekämpft und im Oktober sein Comeback gefeiert.
Trainer Blessin hat jedoch ausreichend Alternativen: Lars Ritzka, der Mets bereits im Spiel ersetzt hatte, sowie Adam Dzwigala und Tomoya Ando können die Position übernehmen.
Mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen hat sich St. Pauli im Abstiegskampf etwas Luft verschafft und kletterte auf Tabellenplatz 15. Gegen Eintracht Frankfurt möchte das Team nachlegen. Doch wann war man zuletzt so erfolgreich?
Drei Siege in Folge gelangen St. Pauli zuletzt in der Saison 2010/11. Damals gewann man gegen Köln, den HSV und Gladbach, stieg aber dennoch ab.
Die längste Siegesserie feierte der Verein in der Saison 1989/90 mit vier Erfolgen hintereinander gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Das führte am Ende zu Platz zehn in der Tabelle.
Eine Saison zuvor blieb St. Pauli elf Spiele in Folge ungeschlagen (drei Siege, acht Remis).
Nach Erfolgen mit St. Pauli sprach Philipp Treu (25) über seinen Wechsel zurück zum SC Freiburg.
„Nach einem sehr guten Zweitliga-Jahr und einer stabilen Erstliga-Saison war für mich klar, dass der nächste Schritt folgen muss“, erklärte Treu im Interview mit transfermarkt.de. „Ich habe auch überlegt, bei St. Pauli zu bleiben, wollte aber zu einem größeren Bundesliga-Klub mit europäischem Wettbewerb.“
Seinen Wechsel bereut er nicht. „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten Liga in die Bundesliga und ins internationale Geschäft war mir zu groß. Daher wählte ich einen ambitionierten Zweitligisten. Es war perfekt so. Vom Aufstieg mit St. Pauli kann ich später meinen Kindern erzählen, und wir haben den Klassenerhalt geschafft – das war etwas Besonderes.“
Mittlerweile hat sich Treu beim SC Freiburg einen Stammplatz erkämpft und freut sich auf seine Rückkehr am 22. März ans Millerntor.
Nach dem Sieg gegen Werder Bremen in der Vorwoche überzeugte St. Pauli auch bei TSG Hoffenheim.
„Ich bin sehr erleichtert. Der erste Auswärtssieg außerhalb Hamburgs war extrem wichtig, gerade in unserer Lage“, berichtete Abwehrspieler Hauke Wahl.
Mit dem Erfolg bewies St. Pauli, dass man auch gegen Spitzenteams mitspielen und Punkte holen kann – Hoffenheim ist Tabellendritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen.
Zwar hatte St. Pauli in der ersten Halbzeit einige schwierige Momente, doch man setzte den Gegner immer wieder unter Druck. „Das 1:0 kurz vor der Pause war extrem wichtig“, erklärte Wahl.
In der zweiten Hälfte ging es dann ums Überleben, was die Mannschaft nach seiner Einschätzung gut meisterte.
Für das Spiel bei Hoffenheim wird Deniz Aytekin (47) als Schiedsrichter eingesetzt. Unter seiner Leitung hat St. Pauli eine ansprechende Bilanz.
Aytekin pfiff bislang 17 Spiele mit St. Pauli, von denen zehn gewonnen wurden, lediglich drei gingen verloren. Die letzten fünf Begegnungen unter ihm entschied St. Pauli alle für sich und ist seit neun Partien ungeschlagen.
Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Bilanz: 14 Siege, 12 Niederlagen und 11 Unentschieden. Die letzte Partie beider Teams unter seiner Leitung fand in der Saison 2023/24 statt, als St. Pauli die Zweitliga-Meisterschaft in Wiesbaden sicherte.
Am Samstag (15:30 Uhr) fordert der FC St. Pauli bei Hoffenheim vor allem seine Verteidiger Hauke Wahl und Karol Mets heraus. Der Drittplatzierte der Liga verfügt über die zweitbeste Offensive.
„Sie haben sehr viel Qualität und die passenden Spieler auf den richtigen Positionen“, sagte Mets. „Ein starkes Team, das das Spiel kontrollieren will.“
Die TSG zeigte im Hinspiel am Millerntor beim 3:0, wie effektiv sie sind. „Sie haben viel richtig gemacht“, räumte Wahl ein. Im Pokal drehte St. Pauli jedoch das Spiel zu seinen Gunsten.
Die Hoffenheimer befinden sich laut Wahl in einem Aufwärtstrend, haben Selbstvertrauen und eine komplett veränderte Mannschaft mit großer individueller Klasse.
Der Pokalsieg gibt Hoffnung, doch einen weiteren Erfolg am Samstag hält Wahl für eine große Herausforderung.
Taichi Hara (26) kam bisher nur in zwei Spielen auf insgesamt 22 Minuten Einsatzzeit. Trainer Blessin erklärte, wie der Plan mit dem japanischen Stürmer aussieht.
„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel passte es einfach nicht, ich hatte kein gutes Gefühl“, sagte er. Im Training zeige Hara gute Ansätze und habe gute Momente, daher sei er eventuell als Einwechselspieler für 20 Minuten eine Option.
Ein Startelfeinsatz sei noch zu früh, so Blessin.
Martijn Kaars (26) hat es schwer, trotz seiner Verpflichtung als Rekordtransfer für vier Millionen Euro. Mit 24 Einsätzen stehen fünf Tore und eine Vorlage zu Buche.
„Ich bewerte ihn nicht nur nach Toren, sondern wie er der Mannschaft hilft“, erklärte Blessin, der sich zuletzt intensiv mit Kaars auseinandersetzte. „Als Stürmer misst man sich natürlich an Toren, und da hat er in letzter Zeit nicht viele Chancen bekommen, was zu Verunsicherung führen kann.“
Die Teamkollegen könnten ihn besser in Szene setzen, denn seine Stärken liegen klar im Strafraum. „Wir müssen ihm helfen, Chancen zu bekommen, aber er muss sie auch nutzen.“
Blessin ist zuversichtlich, dass Kaars weiter hart arbeitet und bald wieder glücklicher über seine Tore sprechen wird.
Tabelle der 1. Bundesliga
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) darf in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.