FC Bayern wollte ihn zurückholen: Deshalb erteilte Nagelsmann den Münchnern eine Absage
München – Nachdem Thomas Tuchel (52) seinen Trainerposten beim FC Bayern nach etwas mehr als einem Jahr wieder verloren hatte, suchten die Verantwortlichen des Klubs auch nach einer Rückkehr des unerwartet entlassenen Julian Nagelsmann (38). Nun hat dessen Berater Volker Struth erläutert, warum ein Comeback im Sommer 2024 nicht zustande kam.
"Ich hatte es schon geahnt und wusste, dass ein erneuter Versuch kommen würde – genau so ist es auch passiert. Max (FCB-Sportvorstand Max Eberl, Anm. d. Red.) rief mich an, woraufhin Sascha Breese und ich uns mit ihm sowie Jan-Christian Dreesen in München trafen", berichtete der Spieleragent im Gespräch mit der „Bild“.
Auch Bayern-Urgestein Uli Hoeneß (74) setzte sich für eine Rückkehr Nagelsmanns ein. "Er hat mich angerufen und gesagt, dass die Trennung von Julian nicht dem Bayern-typischen Umgang entsprach und er es begrüßen würde, wenn Julian wieder als Trainer übernehmen würde", erinnerte sich Struth.
Zu diesem Zeitpunkt war Nagelsmann bereits als Bundestrainer tätig und besaß einen Vertrag bis zur Heim-EM 2024. "Julian war nie direkt involviert und bat uns auch, mit dem Thema sehr behutsam umzugehen", erklärte sein Berater.
"Im März standen Länderspiele in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) an, die hervorragend verliefen. Die Vorfreude auf die Heim-EM wuchs allmählich. Schon allein die Tatsache, dass Gespräche geführt wurden, hätte die EM gefährden können."
Er fügte hinzu: "Das war letztlich ein entscheidender Grund dafür, warum Julian das Angebot ablehnte – zumal die Entlassung noch tief saß."
Der "Stachel" bezieht sich hierbei auf die wenig glanzvolle Freistellung Nagelsmanns im März 2023. Damals hatten Sportvorstand Hasan Salihamidzic (49) und CEO Oliver Kahn (56) das Sagen beim FC Bayern und entließen den heutigen Nationaltrainer trotz der Aussicht auf drei Titel.
Unter Tuchels Leitung schieden die Bayern kurz darauf sowohl im DFB-Pokal als auch in der Champions League aus. Im Mai 2023 mussten Kahn und Salihamidzic ihre Ämter niederlegen.
Tabelle 1. Bundesliga
Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist folgende: Der Verein, der am Saisonende Platz 1 belegt, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Positionen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) nimmt an der sogenannten Relegation teil, um den Klassenerhalt zu sichern. Dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Liga.