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Nach überraschender Rückkehr: Muss Hertha nun einen schnellen Abgang von Dudziak befürchten?

Berlin – Er ist zurück! Aber wie lange wird er noch bleiben? Gegen Schalke feierte Jeremy Dudziak (30) nach einer langen Verletzungspause sein Comeback. Der technisch versierte Mittelfeldspieler wurde kurz vor der Halbzeit für den verletzten Maurice Krattenmacher (20) eingewechselt und hinterließ auf einer ungewohnten Position (Flügel) einen durchaus positiven Eindruck.

„Mit Jerry bin ich sehr zufrieden. In einem so schwierigen Spiel hatte ich nicht erwartet, dass er so viele starke Aktionen gerade in den Zwischenräumen zeigen würde“, lobte Stefan Leitl (48). „Er zeigte sich sehr ballsicher.“

Für den 30-jährigen Dudziak war es der erste Einsatz bei den Profis seit 17 Monaten. Aufgrund einer Hüftverletzung fiel er nahezu die gesamte letzte Saison aus. Im Oktober erhielt er bei Hertha BSC dennoch einen leistungsorientierten Vertrag bis zum Saisonende.

Über die U23-Mannschaft sollte und konnte sich der gebürtige Hamburger wieder für die Profis empfehlen. Allerdings war bislang kaum bekannt, dass er bei einem passenden Angebot bereits im Winter ablösefrei wechseln darf, wie die Bild berichtet. Diese Vereinbarung soll zwischen Spieler und Verein im Vorfeld getroffen worden sein.

Ein Nachteil für Hertha: Dem Bericht zufolge zeigen gleich drei Vereine Interesse – der abgestiegene Holstein Kiel, der FC Tokio und Heracles Almelo.

Gerade jetzt könnte die „Alte Dame“ ihn aber umso dringender benötigen – und zwar wieder auf seiner angestammten Position. „Wenn Jerry fit ist, gehört er zu den besten Mittelfeldspielern der Liga“, sagte Leitl bereits vor einigen Monaten.

Durch die Ausfälle von Kennet Eichhorn (16), Leon Jensen (28), Diego Demme (34) und Krattenmacher verfügt Leitl mit Dudziak zumindest über eine zusätzliche Option im zentralen Mittelfeld. Mit seinem Auftritt am Samstag hat er sich definitiv für weitere Einsätze empfohlen.

Tabelle der 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Derjenige, der am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte muss in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg bzw. den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse antreten.