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Nach Eigentor von Kuller: Lok-Leipzig-Treffer aberkannt – und niemand versteht den Grund!

Luckenwalde – Der 1. FC Lokomotive Leipzig nutzte die 1:2-Pleite des engsten Verfolgers Carl Zeiss Jena beim FC Eilenburg, um seine Spitzenposition in der Regionalliga Nordost weiter auszubauen. Möglich machte das ein 3:0 (2:0)-Erfolg vor etwas mehr als 1400 Zuschauern beim FSV Luckenwalde.

Die entscheidenden Momente spielten sich bereits in der ersten Hälfte ab: Nach einer längeren Phase ohne Höhepunkte starteten die Gäste nach etwa 30 Minuten einen Angriff durchs Zentrum. Eine zunächst harmlose Ballabgabe im Strafraum wurde von Andreas Pollasch so unglücklich ins eigene Tor abgefälscht, dass der Ball unten links im Netz landete.

Die komplett weiß gekleideten Leipziger waren anschließend dominanter und erzielten in der 36. Minute nach einer Ecke von links scheinbar das 2:0 durch Stefan Maderer per Kopf. Schiedsrichter Pascal Wien annullierte das Tor jedoch und zeigte auf Dorian Cevis, der angeblich gefoult haben soll. Auf dem Spielfeld und auch in der TV-Wiederholung war davon nichts zu erkennen. Eine Entscheidung, die für alle Beteiligten unverständlich blieb.

Offenbar so verärgert über den abgepfiffenen Treffer, erzielte der vermeintliche Verursacher Cevis wenig später selbst das 2:0. Vorausgegangen war eine Vorlage von Stefan Maderer. Cevis überzeugte mit einem starken Dribbling, ließ mehrere Gegenspieler links liegen und traf aus 18 Metern unten links ins Tor (40.).

Der FSV Luckenwalde, der zuletzt im Dezember ein Pflichtspiel bestritten hatte, zeigte sich nur zu Beginn ebenbürtig. Bereits in der dritten Minute musste Torwart Andreas Naumann mit einer blitzschnellen Reaktion einen Schuss abwehren. Ansonsten blieb er weitestgehend beschäftigungslos.

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber trotz des Rückstands keinesfalls aufgegeben.

Luckenwalde versuchte nun vermehrt, nach vorne zu spielen, scheiterte aber oft im letzten Drittel an der eigenen Chancenverwertung.

Lok Leipzig ließ hingegen zeitweise etwas nach. Trainer Jochen Seitz schien damit nicht zufrieden zu sein, weshalb er in der zweiten Halbzeit mehrfach wechselte.

Trotzdem wirkten die Hausherren bis zum Ende des Spiels als die Mannschaft, die dem Ehrentreffer näher war.

Den Schlusspunkt setzte schließlich der Tabellenführer: Der eingewechselte Mingi Kang setzte sich auf der rechten Seite stark durch und erzielte in der 90. Minute das 3:0. Damit war die Partie entschieden.

Regionalliga Nordost Tabelle

Der Meister der Saison 2026 bestreitet zum Saisonende zwei Aufstiegsspiele gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Gewinner dieser Duelle steigt in die 3. Liga auf. Maximal vier Mannschaften steigen ab, abhängig von den Absteigern aus der 3. Liga.