1. FC Magdeburg: Mögliche Veränderungen in der Startformation
Magdeburg – Schon zur Halbzeit des Elb-Clásicos griffen Petrik Sander (65) und Pascal Ibold (36) zu ersten personellen Anpassungen. Trotz dieser Maßnahmen konnten die eingewechselten Spieler eine 1:2-Niederlage des 1. FC Magdeburg nicht mehr verhindern, jedoch machte die Aktion deutlich, dass bei der kommenden Anfangsaufstellung ein Umdenken notwendig ist.
In der zweiten Halbzeit wurden direkt zwei weitere Wechsel vollzogen: Jean Hugonet (26) und Dariusz Stalmach (20) ersetzten positionsgetreu den mit Gelb vorbelasteten Tobias Müller (31) sowie Silas Gnaka (27), der im Derby einen seiner weniger guten Auftritte hatte.
„Silas war heute nicht der Spieler, den wir so in Erinnerung hatten“, erklärte der FCM-Trainer im Anschluss an die Partie. Stalmach zeigte sich im defensiven Mittelfeld dann jedoch überzeugend. Er benötigte zwar einige Minuten, um in das intensive Spiel hineinzufinden, beeindruckte anschließend aber mit Präsenz und Spielfreude. Es ist gut möglich, dass er bereits gegen Hannover den Vorzug vor Gnaka in der Startelf erhält.
Auch der Wechsel in der Innenverteidigung erwies sich als sinnvoll. Zwar war Hugonet nach seiner langen Verletzung noch nicht mit gewohntem Selbstbewusstsein auf dem Platz, dennoch fiel er im zweiten Durchgang positiv auf. Mit drei abgefangenen Bällen avancierte er zum defensiv stärksten Akteur und setzte zugleich offensive Impulse. Sollte Hugonet fit bleiben, dürfte er in seiner derzeitigen Verfassung ein Kandidat für die erste Elf sein.
Obwohl die Magdeburger in der zweiten Halbzeit stärker auftraten, reichte es trotz zahlreicher guter Chancen nicht zum erhofften Lucky Punch.
Auch in der Offensive stellen sich Ibold und Sander einige Fragen. Rechtsaußen Noah Pesch (20), der von Gladbach ausgeliehen ist, konnte in seinen letzten fünf Einsätzen in der Anfangsformation lediglich einen Scorerpunkt verbuchen und sucht derzeit noch nach seiner Form.
Allerdings darf er sich dabei nicht allzu viel Zeit lassen, denn hinter ihm drängt bereits Rayan Ghrieb. Der 26-Jährige war schon nach seiner Einwechslung in Braunschweig an zwei Toren beteiligt und hinterließ auch gegen Dresden einen starken Eindruck.
In seinen 23 Minuten Einsatzzeit kam Ghrieb auf 29 Ballkontakte – genauso viele wie Pesch in den vorangegangenen 67 Minuten. Er belebte das Angriffsspiel, kreierte Chancen und zeigte große Spielfreude.
Im Vergleich zum Elb-Clásico wird das Trainerteam also vermutlich einige Wechsel vornehmen müssen, um neue Impulse zu setzen.