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Nach schweren Ausschreitungen in Magdeburg: Ministerpräsident macht Randalierern klare Ansage

Von Simon Kremer

Magdeburg – Nach den gewaltsamen Krawallen während des letzten Heimspiels des 1. FC Magdeburg hat sich der neue Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (46, CDU), mit klaren Worten an die Täter gewandt.

Der CDU-Politiker fordert Respekt gegenüber staatlichen Einrichtungen, insbesondere gegenüber den Polizeikräften, "die mit Steinen beworfen und auf brutalste Weise attackiert wurden". Das Werfen von Gullydeckeln auf Einsatzkräfte sei völlig inakzeptabel.

"Wer unsere Polizei oder Rettungskräfte angreift, der nimmt es künftig auch mit mir persönlich auf."

Während der Partie gegen Dynamo Dresden kam es am vergangenen Samstag zu einer Eskalation der Gewalt in der Nähe des Heimfanblocks. Dabei wurden 70 Polizisten verletzt.

Die Ermittlungen der Polizei laufen unter anderem wegen des Verdachts auf versuchten Mord. Nach Angaben der Polizeiinspektion Magdeburg gab es bislang keine Festnahmen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen.

Vor dem anstehenden Spiel gegen Hannover 96 am Freitagabend (18.30 Uhr/Sky) hält sich der Verein weiterhin bedeckt, was mögliche Maßnahmen betrifft. Man befinde sich noch in der Aufarbeitung der Geschehnisse und äußere sich auch nicht zum Sicherheitskonzept.