Große Aufregung um Millimeter-Abseits: Eintracht Frankfurt ringt Heidenheim mit VAR-Unterstützung nieder
Frankfurt am Main – Von Rieras Fußballphilosophie war gegen den 1. FC Heidenheim wenig zu erkennen! Eintracht Frankfurt präsentierte sich in einer äußerst schwachen Partie, konnte jedoch dank eines knappen 1:0-Siegs (0:0) die drei Punkte einfahren. Besonders viel Wirbel gab es rund um eine Entscheidung des Videobeweises.
Überwiegender Ballbesitz, aber kaum Chancen – so lässt sich die Anfangsphase zwischen der SGE und dem Tabellenletzten aus Heidenheim kurz zusammenfassen.
Von Rieras Prinzip „mehr Risiko eingehen, keine Rückpässe“ war im Spiel der Frankfurter nichts zu entdecken.
Die Mannschaft wirkte zudem wiederholt zu langsam, ohne Leidenschaft und ohne kreative Ideen – altbekannte Schwierigkeiten, die Kritiker schon aus der Toppmöller-Ära kennen.
Die extrem niedrigen xG-Werte bestätigten die schwache Offensivleistung: 0,11 für Frankfurt und 0,00 für Heidenheim spiegelten das enttäuschende Geschehen in der ersten Halbzeit wider.
So ging es folgerichtig torlos in die Pause.
Im zweiten Abschnitt erzielten die Gastgeber dann völlig überraschend die Führung nach einer hohen Hereingabe von Fares Chaïbi. Arnaud Kalimuendo nutzte das entstandene Durcheinander im Strafraum der Gäste und versenkte den Ball volley zum 1:0 (53. Minute).
Nur kurz darauf folgte der Schock für die Adlerträger: Heidenheim setzte zu einem blitzsauberen Konter an, bei dem Sirlord Conteh allein vor Keeper Zetterer auftauchte und eiskalt per Lupfer zum vermeintlichen Ausgleich einschoss.
Doch dieser Treffer wurde nachträglich durch den VAR wegen Abseits aberkannt.
Die Szene sorgte für erheblichen Diskussionsstoff, denn die Aufnahmen zeigten, dass Contehs Schulter nur wenige Millimeter vor dem rechten Fuß von Aurèle Amenda gewesen sein soll – eine knifflige Situation, die selbst mit VAR und kalibrierter Linientechnik kaum eindeutig zu bewerten ist.
Im weiteren Verlauf musste Kapitän Robin Koch nach einem wiederholten Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz (74. Minute), am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr – am Ende stand ein glücklicher 1:0-Heimsieg für die SGE.
Eintracht Frankfurt - 1. FC Heidenheim 1:0 (0:0)
Eintracht Frankfurt: Zetterer – Brown, Amenda, R. Koch, Collins – Larsson – Doan (88. Arrhov), Chaibi (80. Baum) – Amaimouni-Echghouyab (80. Burkardt), Kalimuendo (80. Skhiri), Bahoya (90.+3 Höjlund)
1. FC Heidenheim: Ramaj – Busch (84. Traoré), Mainka, Gimber, Behrens – Schöppner – Dorsch (63. M. Kaufmann), Kerber (80. Honsak) – Dinkci, Siwsiwadse (80. Schimmer), Ibrahimovic (63. S. Conteh)
Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)
Zuschauer: 58.700
Tore: 1:0 Kalimuendo (53.)
Gelbe Karten: Zetterer (1) / Dorsch (2), Dinkci (2)
Gelb-Rote Karte: R. Koch (73./wiederholtes Foulspiel)
Bundesliga-Tabelle
Die Platzierung in der Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenerste am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Rängen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte auf Platz 16 hat die Möglichkeit, in der Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.