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„Einzigartige Atmosphäre“ – Sachsens Ministerpräsident lobt Dynamo-Fans, doch ein Punkt sorgt für Unmut bei der SGD-Gemeinde

Dresden – Michael Kretschmer (51, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, hat in einem Interview die Anhänger von Dynamo Dresden in höchsten Tönen gewürdigt und zugleich verteidigt. „Eine Stimmung wie im Rudolf-Harbig-Stadion findet man in der 2. Bundesliga wohl kaum ein zweites Mal“, betonte er gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Auf die Frage, ob die Fans des Aufsteigers VfL Osnabrück sich vor ihrem Auswärtsspiel in Sachsen Sorgen machen müssten, antwortete Kretschmer entschieden: „Das ist völliger Unsinn.“ Er ergänzte, dass er Osnabrück sehr schätze und schon oft dort gewesen sei. Seiner Überzeugung nach fiebern die Lila-Weißen-Anhänger dem Spiel an der Elbe mit großer Vorfreude entgegen.

„Die Osnabrücker werden begeistert sein von dem, was sie in Dresden erleben – ebenso wie in Cottbus, denn auch die Lausitzer sind gemeinsam mit dem VfL in die 2. Liga aufgestiegen. Genauso wie ich es stets genossen habe, wenn ich in Osnabrück gewesen bin“, führte Kretschmer weiter aus.

Ein wenig überraschend ist jedoch, dass der Ministerpräsident, trotz seines Lobes für die Atmosphäre in der 2. Bundesliga, seit dem Aufstieg von Dynamo im Sommer 2025 kein Heimspiel mehr im Stadion besucht hat. Sein letzter Besuch datiert auf den 26. April 2025, als er beim vorletzten Heimspiel in der 3. Liga gegen den SV Sandhausen zu Gast war – und das nicht etwa in der VIP-Lounge, sondern auf der Hornbach-Tribüne.

„Seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga hat er bislang kein Spiel von Dynamo Dresden im Rudolf-Harbig-Stadion mehr verfolgt“, bestätigte Ralph Schreiber (55), Sprecher der Sächsischen Staatskanzlei, auf Anfrage von TAG24.

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Unter den Dynamo-Fans ist Kretschmer hingegen nicht unumstritten. Der Grund dafür ist seine ausgeprägte Abneigung gegenüber RB Leipzig, einem Klub, den der Ministerpräsident jedoch besonders unterstützt.

Regelmäßig zeigt er sich bei Heimspielen der Roten Bullen mit Fanschal und übermittelte dem Verein auch per persönlichem Video eine herzliche Gratulation zum Einzug in die Champions League, die er live vor Ort miterlebt hat.

Die Anerkennung für Dynamos beeindruckende Rückrunde, die mit dem elften Platz in der 2. Bundesliga endete, äußerte Kretschmer dagegen nur kurz und knapp – und zwar in der Kommentarspalte der SGD auf Instagram.

„Herzlichen Glückwunsch“ lautete die knappe Botschaft, was vielen Dynamo-Anhängern negativ auffiel.

Vielleicht wird der Ministerpräsident Dynamo Dresden in der kommenden Saison ja wieder einen Besuch abstatten. Nach seiner lobenden Erwähnung der Lausitzer Leistung bietet sich das Derby gegen Energie Cottbus besonders gut dafür an.