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Nach dem Aus in der Champions League: Ballack spricht von einer Verschwörung gegen Bayern

München – Nach dem schmerzhaften Verlust im Halbfinale der Champions League kochten die Emotionen nicht nur beim FC Bayern hoch, sondern auch bei einigen ehemaligen Spielern und Fachleuten. Im Mittelpunkt der Kritik stand dabei der 38-jährige Schiedsrichter João Pinheiro. Ex-Kapitän Michael Ballack (49) vermutet sogar eine gezielte Intrige.

Der portugiesische Unparteiische traf mehrere Entscheidungen, die bei Spielern, Trainerstab, Fans und auch Ballack für erheblichen Unmut sorgten: Zunächst wurde Harry Kane (32) wegen einer möglichen Abseitsposition frühzeitig zurückgepfiffen, obwohl Nuno Mendes (23) die Abseitsstellung noch hätte aufheben können.

Nur kurze Zeit später folgte ein noch größerer Eklat: Mendes – der bereits verwarnt war – berührte den Ball mit dem ausgestreckten Arm. Die Bayern protestierten heftig und forderten eine Gelb-Rote Karte. Stattdessen entschied der Schiedsrichter nach Rücksprache mit dem vierten Offiziellen auf Freistoß für Paris, da er ein Handspiel von Konrad Laimer (28) sah.

Dabei hatte Laimer den Ball eindeutig mit Brust und Oberschenkel gespielt – eine gravierende Fehlentscheidung.

Michael Ballack sieht in dieser Schiri-Panne sogar eine Verschwörung gegen den FC Bayern. Im Gespräch mit DAZN sagte er: „Das war eine spielentscheidende Situation. Es ist das erste Mal, dass der vierte Offizielle in eine solche Szene eingreift. Ich hatte das Gefühl, man wollte Mendes keine Gelb-Rote Karte zeigen. Das ist mein Eindruck als Zuschauer. Das sage ich ganz offen.“

Der 49-Jährige ließ zudem durchblicken, dass der Schiedsrichter möglicherweise zugunsten von PSG entschieden haben könnte: „Man sucht manchmal nach Gründen, um ein Spiel in eine bestimmte Richtung zu lenken. Ich möchte dem Schiedsrichter nichts unterstellen, aber die Szene rechtfertigte diese Entscheidung nicht.“

Doch die Reihe an kontroversen Momenten setzte sich fort. Bereits nach acht Minuten ereignete sich der nächste Skandal: Vitinha (26) versuchte, den Ball aus dem eigenen Strafraum zu klären, doch João Neves (21) blockierte ihn dabei mit der Hand. Weder Schiedsrichter Pinheiro noch der VAR griffen ein – das Spiel wurde einfach fortgesetzt.

Sportvorstand Max Eberl (52) bezog nach dem Halbfinale klar Stellung zu den Entscheidungen der Unparteiischen: „Wir haben möglicherweise in der einen oder anderen Situation falsche Entscheidungen getroffen. Aber auch andere auf dem Platz haben Fehler gemacht. Meiner Meinung nach hätte Mendes eine Gelb-Rote Karte bekommen müssen. Dann hätte das Spiel einen ganz anderen Verlauf genommen.“