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Offiziell: Neuer Cheftrainer bei Union Berlin vorgestellt

Berlin – Präsident Dirk Zingler (61) hatte am Dienstagabend noch die Hoffnung geäußert, den neuen Trainer noch im Mai präsentieren zu können. Doch die Verpflichtung erfolgte schneller als erwartet: Union Berlin hat sich mit dem Schweizer Meistercoach Mauro Lustrinelli (50) als Nachfolger von Eta geeinigt.

„Ich freue mich sehr auf die Herausforderung beim 1. FC Union Berlin. Union ist ein besonderer Club mit festen Werten und aufrichtigen Menschen. Mit großer Motivation und Vorfreude möchte ich gemeinsam mit den Gremien, den Mitarbeitern, den Fans und natürlich dem Team eine neue Etappe beginnen“, erklärte Lustrinelli in einer offiziellen Mitteilung. „Mit Zusammenhalt, Leidenschaft, ehrlicher Arbeit und Mut werden wir gemeinsam erfolgreich sein.“

Zuvor berichtete Sky, dass sich die Eisernen mit dem FC Thun auf eine Ablösesumme von etwa einer Million Euro verständigt haben sollen.

„Wir haben uns mit drei Kandidaten getroffen und eingehende Analysen vorgenommen“, sagte Zingler in einer Pressekonferenz vor der Mitgliederversammlung. „Aus diesen dreien wird eine Entscheidung getroffen.“

Die Wahl fiel auf Lustrinelli! Der 50-Jährige sorgte in der Schweiz für eine beeindruckende Fußballgeschichte: Mit dem kleinen FC Thun stieg er zunächst auf und führte den Verein anschließend sensationell zum Meistertitel. Nun winkt dem Klub sogar die Champions League – allerdings ohne den Erfolgscoach.

Lustrinelli zieht es nun nach Köpenick, wo er die Nachfolge von Marie-Louise Eta (34) antritt. Bereits in den letzten Tagen sollen die Verantwortlichen von Union, darunter Zingler und Manager Horst Heldt (56), intensive Gespräche mit dem Schweizer Meistertrainer geführt haben. Jetzt wurde die Einigung erzielt.

„Mauro Lustrinelli hat in den vergangenen Jahren bewiesen, wie er Teams formen und weiterentwickeln kann. Der Meistertitel mit einem Aufsteiger spricht für seine fachliche Kompetenz, aber auch dafür, wie er eine Mannschaft führen und begeistern kann. Außerdem entspricht seine Spielphilosophie genau unseren Vorstellungen. Wir wollen aktiver agieren, verstärkt junge Talente einbinden und gemeinsam erfolgreich sein“, betonte Heldt.

Mit Schweizern hat der Kultverein ohnehin gute Erfahrungen gemacht. Ohne Urs Fischer (60) stünde Union Berlin wohl nicht da, wo der Klub heute ist.

Die beiden kennen sich bereits sehr gut: 2013 arbeitete Lustrinelli als Co-Trainer unter Fischer. Nun soll er in dessen große Fußstapfen treten und Union weiterentwickeln.

Erstmeldung um 11:14 Uhr, aktualisiert um 14:16 Uhr