Regionalliga-Ikone vor Comeback: Führt Steinborn diesen Verein erstmals in die 4. Liga?
Stahnsdorf – Könnte die Regionalliga-Legende Matthias Steinborn (37 Jahre, 274 Einsätze in der Spielklasse) noch einmal in der sogenannten „kleinen Champions League des Ostens“ auflaufen? Der erfahrene Spieler setzt mit seinem aktuellen Club RSV Eintracht alles daran, den historischen Aufstieg in die Regionalliga Nordost zu schaffen!
Vier Spieltage vor Saisonende thront das Team aus Stahnsdorf (nur 25 Autominuten von Potsdam entfernt) mit einem Polster von acht Punkten an der Tabellenspitze.
Gelänge es der Konkurrenz vom SC Freital und VFC Plauen am nächsten Spieltag nicht zu punkten und der RSV würde einen Sieg einfahren, wäre der bedeutendste Erfolg in der Vereinsgeschichte unter Dach und Fach.
Nach dem Gewinn des Brandenburger Landespokals 2025 wäre der Aufstieg der nächste Meilenstein für den 1949 gegründeten Klub, dessen Namen für Regionaler Sportverein Eintracht steht.
Ein entscheidender Faktor im Aufstiegskampf ist Matthias Steinborn, der bereits mit drei verschiedenen Vereinen die Regionalliga-Meisterschaft erringen konnte.
Im Jahr 2015 gelang ihm sogar der Sprung in die 3. Liga mit dem 1. FC Magdeburg, ehe er innerhalb der Liga zum SV Babelsberg 03 wechselte. Anschließend spielte er für den BFC Dynamo und Lok Leipzig.
Mit Lok Leipzig wurde er 2020 zur Corona-Meisterschaft gekrönt, verpasste jedoch den Aufstieg in den Playoffs gegen Verl. Ähnlich erging es ihm zwei Jahre später mit dem BFC Dynamo, der in den Aufstiegsspielen gegen Oldenburg scheiterte.
Nach einem erneuten Engagement in Babelsberg wechselte Steinborn zum RSV Eintracht. Bei seiner Verpflichtung im Sommer 2024 zeigte sich Trainer Patrick Hinze (40) überzeugt: „Steini wird mit seiner Erfahrung vielen Spielern weiterhelfen, für eine positive Stimmung sorgen und auch sportlich eine wichtige Rolle spielen.“
Diese Prognose bewahrheitete sich. In der semiprofessionellen NOFV-Oberliga Süd entwickelte sich Steinborn auch im fortgeschrittenen Fußballeralter schnell zum Leistungsträger und führte die Brandenburger zu einem vierten Platz in seiner ersten Saison.
In der aktuellen Spielzeit stand seine Mannschaft zur Winterpause auf dem zweiten Rang, lediglich zwei Punkte hinter dem SC Freital. Während die Sachsen im Jahr 2026 stark nachließen und nur noch fünf Siege einfahren konnten, zeigte der RSV – unter der Führung von Steinborn – konstante Leistungen.
Der erfahrene Spieler, der in seiner zweiten Saison das Kapitänsamt übernommen hat, erzielte trotz verletzungsbedingter Pausen auf der rechten Außenbahn zehn Treffer und bereitete fünf weitere Tore vor.
Ein Sieg am Sonntag beim VfB Krieschow, gegen den RSV noch eine offene Rechnung aus dem Pokal-Halbfinale hat, könnte den längst erwarteten Aufstieg in die Regionalliga besiegeln – vorausgesetzt, Steinborn entscheidet sich mit 37 Jahren nicht, nach dem Aufstieg seine Karriere zu beenden.