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FCSP-Blog: Matthias Sammer nimmt Ex-FC St. Pauli-Trainer Fabian Hürzeler ins Visier

Hamburg – Mit der 0:2-Pleite bei Borussia Mönchengladbach erlitt der FC St. Pauli einen schmerzhaften Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg. Besonders die Art des Auftritts sorgte für viele Diskussionen.

Im Anschluss zeigte sich Hauke Wahl emotional bewegt.

In unserem St.-Pauli-Blog bekommt Ihr alle aktuellen Informationen rund um die Mannschaft, potentielle Transfers und Neuigkeiten aus dem Millerntor-Stadion.

Fabian Hürzeler (33) feierte mit dem FC St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga und misst sich inzwischen mit seinem Team Brighton & Hove Albion in der Premier League gegen die Weltklasse. Vor einigen Wochen traf sein Team beim Duell mit Tabellenführer Arsenal London mit 0:1 den Kürzeren. Im Anschluss kritisierte er das Zeitspiel der Gunners.

Diese Äußerungen brachten Matthias Sammer (58) am Dienstagabend auf den Plan. Vor dem Spiel von Bayer Leverkusen bei Arsenal sagte er bei Amazon Prime: „Zu Arsenal möchte ich nur sagen: Alle sollten den Mund halten. Im Fußball gibt es keine B-Noten. Hier geht es um Titel. Und wer Titel gewinnt, hat Recht.“

Direkt daraufhin richtete der Experte deutliche Worte an den ehemaligen St.-Pauli-Coach: „Fabi Hürzeler, den ich sehr schätze: Bevor du eine Mannschaft kritisierst, musst du erst einmal drei Titel gewonnen haben und nicht nur mit Pauli aufgestiegen sein. Respekt gehört dazu.“

Wie bekannt wurde, tauschte sich Hürzeler zuletzt erneut mit Arsenal-Trainer Mikel Arteta (43) aus und bekräftigte seine Kritik an dessen Spielstil.

Üblicherweise ist Hauke Wahl Profifußballer und meist am Millerntor, an der Kollaustraße oder in anderen Bundesliga-Stadien aktiv. Doch am Montag stand er überraschend an der Supermarktkasse – und das für einen wohltätigen Zweck.

Der gesamte Erlös, den der „Aushilfskassierer“ während seiner Schicht bei EDEKA in der Rindermarkthalle sammelte, kommt einem guten Zweck zugute. Die Filiale stockte die Summe auf insgesamt 10.000 Euro auf. Das Geld soll in das Fußballcamp der FC St. Pauli Rabauken fließen und Kindern aus finanziell schwächeren Familien eine Teilnahme ermöglichen.

„Es war schön zu sehen, wie positiv die Kundinnen und Kunden reagierten. Mir liegt die Arbeit der Rabauken sehr am Herzen. Kinder früh für Bewegung, Teamarbeit und gesunde Ernährung zu begeistern, ist extrem wichtig. Wenn ich dazu beitragen kann, mache ich das gerne“, kommentierte Wahl die Aktion.

Wie deutlich wurde, hat die Niederlage am Freitag in Gladbach vor allem den Fehlen von James Sands (25) geschuldet. Der US-Amerikaner wurde auf dem Platz schmerzlich vermisst. Die Nachricht über seine schwere Verletzung schockierte seine Teamkollegen.

„Für mich war das ein Schock. Sein Ausfall tut uns sehr weh“, sagte Hauke Wahl (31). „Er ist ein absoluter Stabilitätsfaktor, besonders in seinen starken Phasen hatte er enorm viel Präsenz im Zweikampf.“

Die Verletzung ist für Sands besonders bitter: Sein Leihvertrag endet am Saisonende, sodass er wohl kein weiteres Spiel für die Kiezkicker bestreiten kann. Zudem sind seine Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Heim-WM nahezu erloschen.

„Eine WM im eigenen Land – für mich ist das schwer vorstellbar, weil ich zu weit weg bin – aber für ihn war das ein großer Traum. Er hätte es verdient gehabt“, gestand Wahl. „Es schmerzt uns alle, aber menschlich ist es für ihn eine harte Enttäuschung, nicht dabei zu sein. Als Mannschaft ist es unsere Aufgabe, ihn da wieder aufzubauen.“

Gutes Omen oder nicht? Daniel Schlager (36) wird am Freitagabend (20:30 Uhr) die wichtige Abstiegsbegegnung des FC St. Pauli bei Borussia Mönchengladbach leiten. Unter seiner Leitung haben die Kiezkicker eine starke Bilanz vorzuweisen.

Bislang leitete der gelernte Bankkaufmann sieben St.-Pauli-Spiele, von denen vier gewonnen wurden und nur eines verloren ging. Zuletzt kam Schlager in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Hoffenheim zum Einsatz, wo St. Pauli im Elfmeterschießen triumphierte.

Die Bilanz der Gladbacher unter Schlager ist dagegen negativ: Von 13 Spielen gewannen sie nur drei, mussten vier Niederlagen hinnehmen. In dieser Saison pfiff er unter anderem das torlose Remis der Fohlen am sechsten Spieltag gegen den SC Freiburg.

In dieser Spielzeit trafen der FC St. Pauli und Borussia Mönchengladbach bereits zweimal aufeinander – mit unterschiedlichen Resultaten. Besonders auffällig war Haris Tabakovic (31), der drei der fünf Tore für Gladbach erzielte.

„Er ist einer ihrer Schlüsselspieler und ein sehr guter Stürmer“, sagte St. Paulis Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem dritten Aufeinandertreffen am Freitag. Generell bescheinigte er den Gladbachern eine starke individuelle Qualität. „Wir haben aber auch schon gezeigt, dass wir sie besiegen können“, bezog er sich auf den Pokalsieg.

Auch am Freitag wollen die Kiezkicker wieder als Sieger vom Platz gehen. „Wenn wir defensiv so auftreten wie gegen Frankfurt und mit dem Ball so wie gegen Hoffenheim, dann haben wir gute Chancen auf drei Punkte“, erklärte Irvine. „Außerdem müssen wir mehr Laufbereitschaft und Kampf zeigen als der Gegner.“

Der Fokus liegt dabei vor allem auf der defensiven Stabilität, die St. Pauli in den letzten Spielen ausgezeichnet hat. „Dann wissen wir, dass wir die Qualität haben, auch Spiele zu gewinnen.“ Ein Dreier wäre im Abstiegskampf besonders wichtig.

Schlechte Nachrichten für die Kiezkicker vor der Auswärtspartie in Gladbach: James Sands (25) fällt bis Saisonende aus. Der US-Amerikaner zog sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt eine Verletzung zu.

Wie der Verein am Freitag mitteilte, muss der Mittelfeldspieler aufgrund einer Verletzung am linken Sprunggelenk operiert werden. Er wird daher mehrere Monate fehlen.

Das bedeutet auch: Sands wird vermutlich kein weiteres Spiel für St. Pauli bestreiten, da sein Leihvertrag zum Saisonende endet. Zudem sind seine Chancen auf eine Teilnahme an der Heim-WM stark gesunken.

„Er bleibt dran, wir stehen in engem Kontakt“, so Trainer Alexander Blessin (52). „Martijn brennt darauf, wieder zu spielen und versucht, unsere Vorgaben umzusetzen.“

Normalerweise wäre Kaars gegen Frankfurt eingewechselt worden, wie Blessin zugab, doch verletzungsbedingte Wechsel verhinderten dies. „Er hängt nicht durch und gibt weiterhin Vollgas.“

Der Trainer kennt die Schwächen seines Stürmers genau: „Wir müssen ihm helfen, in die Positionen zu kommen, in denen er seine Stärken ausspielen kann“, erläuterte Blessin und forderte vor allem mehr körperliche Präsenz vom Niederländer.

Wunderbare Neuigkeiten! Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden. Dies teilte der 30-Jährige über sein Instagram-Profil mit. Das Mädchen, dessen Name nicht bekannt ist, wurde bereits am 3. März geboren.

Für die Geburt verpasste Hartel auch ein Spiel bei seinem aktuellen Klub St. Louis FC. Sportlich läuft es bislang noch nicht optimal: Aus drei Partien holte die Mannschaft nur einen Punkt, das Playoff-Ziel gerät früh in Gefahr.

Die Bedeutung von Jackson Irvine (33) für den FC St. Pauli zeigt eine Statistik: Wenn der Australier die vollen 90 Minuten auf dem Platz steht, bleibt das Team ungeschlagen. Auch Trainer Alexander Blessin (52) zollte ihm großes Lob.

„Er ist unglaublich wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Feld“, sagte Blessin. „Er ist Sprachrohr und Taktgeber und bringt Ruhe ins Team, wenn es hektisch wird.“

Dabei hilft Irvine besonders seine Erfahrung mit über 430 Vereinsspielen und 79 Länderspielen für Australien. „Seine Präsenz ist enorm wertvoll. Für die Mannschaft und mich als Trainer ist er ein Fixpunkt“, betonte Blessin.

Eric Smith (29) wurde kürzlich Vater, und ein weiterer Spieler erwartet bald Nachwuchs: Abwehrspieler Adam Dzwigala (30) gab am Donnerstag bekannt, dass seine Frau Kiki erneut schwanger ist.

Das Paar hat bereits zwei Kinder und wird bald „in Unterzahl“ sein, wie sie auf Instagram schrieben. Einen genauen Termin gaben sie nicht bekannt. Bisher haben sie eine Tochter und einen Sohn.

Das Lazarett beim FC St. Pauli lichtet sich langsam! Am Freitagabend bei Borussia Mönchengladbach können Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) wieder mitwirken. „Beide sind im Kader“, bestätigte Trainer Alexander Blessin (52).

Besonders die Rückkehr von Hountondji weckt Hoffnungen. „Mit seiner Dynamik und Schnelligkeit ist er eine große Verstärkung. Er war im Training sehr ehrgeizig“, sagte Blessin und schließt einen etwa 15-minütigen Einsatz des Stürmers nicht aus.

Ob Abwehrspieler David Nemeth (24) die Reise nach Gladbach mit antritt, ist noch offen. Er wird jedoch auf jeden Fall am Sonntag bei der U23 Spielpraxis sammeln.

Definitiv fehlen werden Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) nach ihren Verletzungen aus dem Frankfurt-Spiel. „Bei Manos dachte ich erst, dass alles in Ordnung sei. Aber es sieht besser aus als erwartet. Es besteht die vage Hoffnung, dass er nächste Woche wieder zur Verfügung steht“, blickte der Trainer voraus. Bei Sands müsse man noch abwarten.

Schlechte Nachrichten für den FC St. Pauli: Wie am Dienstag bekannt wurde, fallen Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) vorerst aus. Beide hatten sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt verletzt.

Saliakas zog sich kurz nach der Halbzeitpause bei einem Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ zu und fehlt damit gegen Gladbach. Für das nächste Heimspiel gegen den SC Freiburg in zwei Wochen besteht noch Hoffnung auf sein Comeback.

Bei Sands sieht die Situation schlechter aus. Er musste nach einem Foul vom Platz getragen werden. Diagnose: „Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks“. Die Ausfalldauer ist noch ungewiss.

St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl (31) hatte den Frankfurter Angreifer Jonathan Burkardt (25) beim 0:0 gut im Griff. Nach dem Spiel fand der Eintracht-Stürmer lobende Worte.

„Gegen ihn zu spielen ist sehr unangenehm“, sagte Burkardt im DAZN-Interview und nannte mehrere Gründe: „Er ist ständig in Bewegung, immer im Rücken, körperlich stark. Er hat mich sehr gut kontrolliert.“

Wahl revanchierte sich sofort: „Er ist ein außergewöhnlicher Stürmer, wahrscheinlich einer der besten deutschen Angreifer. Ich hasse es ehrlich gesagt, gegen ihn zu spielen.“

Torwart Nikola Vasilj (30) erlebte beim 0:0 gegen Frankfurt einen eher ruhigen Nachmittag. „Ich hatte nicht viel zu tun, aber das ist das Verdienst der Mannschaft, die defensiv einen großartigen Job gemacht hat“, lobte der St.-Pauli-Keeper. Und wenn er gefordert war, war er da.

Am Freitag wartet mit dem Spiel in Gladbach ein weiteres wichtiges Duell im Abstiegskampf. „Wir müssen das zuletzt gezeigte hohe Niveau halten. Besonders das nächste Spiel gegen den direkten Konkurrenten Mönchengladbach ist enorm wichtig. Sie sind nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn fühlt sich für uns jedes Spiel wie ein Finale an“, betonte Vasilj.

Mit einem weiteren Zu-Null-Spiel könnte Vasilj einen neuen persönlichen Rekord aufstellen: Aktuell sind es 208 Minuten ohne Gegentor, sein Bestwert liegt bei 287 Minuten.

Die Rückkehr naht! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Verteidiger David Nemeth (24) haben die Trainingsarbeit beim FC St. Pauli wieder aufgenommen und stehen kurz vor dem Comeback.

„Andréas hat eine weitere Trainingswoche gut absolviert, das tut ihm gut, auch wenn die Woche kurz war. Im Training zeigte er bereits gute Aktionen“, berichtete Trainer Alexander Blessin (52). Einen Kurzeinsatz am Freitag in Gladbach schließt er nicht aus, die Rückkehr ist aber nah.

Ähnlich sieht es bei Nemeth aus, der zunächst Spielpraxis bei der U23 in der Regionalliga sammeln soll. „Wir schauen, wie die Woche verläuft, dann ergibt es Sinn, ihn einzusetzen“, so Blessin.

Die Lage nach dem 0:0 gegen Frankfurt war angespannt: Der FC St. Pauli bangte um zwei Spieler.

Kurz nach der Halbzeit musste Manolis Saliakas (29) verletzt vom Feld – er griff sich nach einem Sprint an den Oberschenkel. „Ich fühlte mich nicht gut. Wir müssen abwarten, was genau passiert ist. Im Sprint spürte ich plötzlich etwas im Oberschenkel“, erklärte er nach dem Spiel.

Trainer Blessin kommentierte: „Das sah nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung.“ Das würde mehrere Wochen Pause bedeuten.

Bei James Sands (25) sieht es etwas besser aus: „Jimmy ist nur umgeknickt, aber wir müssen noch genau klären, was es ist“, sagte Blessin zurückhaltend. Sands musste nach dem Spiel beim Verlassen des Feldes gestützt werden.

Mal ein ungünstiges Vorzeichen: Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel des FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt leiten. An seine letzten Begegnungen mit St. Pauli hat das Team keine guten Erinnerungen.

Zwayer hat bislang 25 Partien von St. Pauli gepfiffen, von denen acht gewonnen wurden, aber neun verloren gingen. Die letzten drei Spiele unter seiner Leitung endeten jeweils mit Niederlagen, zuletzt im November bei der 1:3-Pleite gegen Bayern München.

Bei Frankfurt ist Zwayer erfahrener: 44 Einsätze, davon 18 Siege und 15 Niederlagen. In dieser Saison leitete er für die SGE noch kein Spiel.

Der FC St. Pauli muss am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt auf einige Spieler verzichten. Neben David Nemeth (24) fehlen Trainer Alexander Blessin (52) drei weitere Akteure.

„Mathias Rasmussen (28) fällt erneut aus, er war diese Woche nur im Lauftraining“, erklärte Blessin. „Karol Mets (32) wird auch diese und nächste Woche nicht zur Verfügung stehen.“

Auch Andréas Hountondji (23) fehlt, obwohl sich seine Situation verbessert hat. „Die Untersuchungen sind gut verlaufen, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen, wir sind optimistisch, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir wieder auf ihn zählen können“, so Blessin.

Für das Spiel gegen Frankfurt ist Tomoya Ando (27) wieder mit von der Partie, der in der vorherigen Woche gegen Hoffenheim noch fehlte.

Eric Smith (29) war in den letzten Tagen nicht beim Training, der Grund ist nun bekannt: Der Schwede wurde kürzlich zum zweiten Mal Vater, wie er am Freitagnachmittag auf Instagram bekanntgab. Somit dürfte er am Sonntag gegen Frankfurt wieder einsatzbereit sein.

FCSP-Fans sollten sich den Termin vormerken: Die DFL hat die Ansetzungen für die Spieltage 28 bis 30 der Bundesliga veröffentlicht. St. Pauli spielt je einmal freitags, samstags und sonntags.

Die Partien im Überblick:

Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli

Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München

Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln

Schlechte Nachricht für St. Pauli! Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Der Verteidiger verletzte sich bei dem Auswärtserfolg in Hoffenheim an der linken Wade und wird auf unbestimmte Zeit fehlen.

Besonders bitter: Mets hatte sich nach langwierigen Problemen mit der Patellasehne erst zu Saisonbeginn zurückgekämpft und Mitte Oktober sein Comeback gefeiert.

Trainer Alexander Blessin (52) verfügt jedoch über Alternativen: Lars Ritzka (27), der Mets bereits in der zweiten Halbzeit ersetzte, sowie Adam Dzwigala (30) oder Tomoya Ando (27) können die Position übernehmen.

Mit zwei Siegen in Folge hat sich der FC St. Pauli etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und ist auf Rang 15 geklettert. Am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt wollen die Kiezkicker nachlegen. Doch wann war der Club zuletzt so erfolgreich?

Die letzte Serie von drei Siegen hintereinander gelang St. Pauli in der Saison 2010/11. Damals konnten die Siege gegen Köln, den HSV und Gladbach jedoch den späteren Abstieg nicht verhindern.

Den längsten Siegesspurt feierte der Kiezklub mit vier Siegen in Folge in der Saison 1989/90 gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Das war die Basis für einen zehnten Tabellenplatz.

Ein Jahr zuvor blieb St. Pauli sogar elf Spiele in Folge ungeschlagen – mit drei Siegen und acht Unentschieden.

Philipp Treu (25) erlebte mit dem FC St. Pauli zwei große Erfolge: den Aufstieg in die Bundesliga und den Klassenerhalt. Dennoch wechselte er im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erläuterte der Verteidiger seine Entscheidung.

„Nach dem starken Zweitliga-Jahr und dem stabilen Bundesliga-Jahr war für mich klar: Jetzt muss der nächste Schritt folgen“, erklärte Treu. „Ich habe auch überlegt, vielleicht bei St. Pauli zu bleiben, wollte aber zu einem größeren Bundesligisten, der auch international spielt.“

Den Wechsel bereut er jedoch nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten Liga in die Bundesliga und auf internationalem Parkett war mir zu groß. Deshalb wechselte ich zu einem ambitionierten Zweitligisten. So wie es lief, war es perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli kann ich später den Kindern erzählen. Danach haben wir auch die Klasse gehalten, das war etwas Besonderes.“

Mittlerweile hat sich Treu beim Sportclub einen Stammplatz erkämpft und freut sich besonders auf seine Rückkehr am 22. März ans Millerntor.

Nach dem wichtigen Sieg gegen Werder Bremen letzte Woche wollte der FC St. Pauli bei der TSG Hoffenheim direkt nachlegen – was den Kiezkickern auch eindrucksvoll gelang.

„Ich bin sehr erleichtert. Es war enorm wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs einzufahren, gerade in unserer Situation“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).

Mit dem Erfolg bewiesen die Kiezkicker erneut, dass sie auch gegen Spitzenteams der Liga bestehen können – schließlich ist Hoffenheim Tabellendritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Serie gewonnen.

In der ersten Halbzeit galt es einige brenzlige Momente zu überstehen, doch St. Pauli kam immer wieder gefährlich vor das Tor. „Wir haben es geschafft, ihnen immer wieder Probleme zu bereiten. Das 1:0 kurz vor der Pause war extrem wichtig“, so Wahl.

In der zweiten Hälfte stand das Überleben im Vordergrund, wie Wahl zugab: „Da ging es einfach ums Verteidigen. Und das haben wir heute nicht schlecht gemacht.“

Ein gutes Zeichen: Deniz Aytekin (47) wird am Samstag die Partie des FC St. Pauli bei der TSG Hoffenheim pfeifen. Unter ihm haben die Kiezkicker eine starke Bilanz.

Aytekin leitete bisher 17 Spiele von St. Pauli, zehn davon konnten gewonnen werden, nur drei gingen verloren. Die letzten fünf Begegnungen mit ihm als Schiedsrichter endeten mit Siegen, und unter seiner Leitung ist St. Pauli seit neun Spielen ungeschlagen.

Auch bei Hoffenheim ist die Bilanz unter Aytekin positiv: 14 Siege, 12 Niederlagen und 11 Unentschieden. Beide Teams trafen zuletzt in der Saison 2023/24 aufeinander, als St. Pauli den Zweitliga-Meistertitel bei Wehen Wiesbaden sicherte.

Am Samstag (15:30 Uhr) wird beim FC St. Pauli bei der TSG 1899 Hoffenheim vor allem die Defensive gefragt sein. Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) müssen viel Arbeit leisten, denn der Drittplatzierte verfügt über die zweitbeste Offensive der Liga.

„Sie haben viel Qualität und die richtigen Spieler auf den passenden Positionen“, lobte Mets. „Das ist ein starkes Team, das das Spiel kontrollieren will.“

Wie effektiv das funktioniert, zeigten sie im Hinspiel am Millerntor, als sie mit 3:0 gewannen und St. Pauli kaum Chancen ließen. „Sie haben vieles richtig gemacht“, räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal drehten die Kiezkicker jedoch den Spieß um. „Auch da machten sie wenig falsch, trotzdem gingen wir als Sieger vom Platz.“

Aus Sicht von Wahl befinden sich die Hoffenheimer, die ihre letzten acht Heimspiele allesamt gewannen, in einem Aufwärtstrend. „Sie haben viel Selbstvertrauen und aus dem letzten Jahr die richtigen Schlüsse gezogen“, erklärte er. „Die Mannschaft ist komplett anders. Über die individuelle Qualität brauchen wir nicht zu sprechen.“

Dass St. Pauli Hoffenheim im Pokal schlagen kann, wurde bewiesen – eine Wiederholung am Samstag wird jedoch sehr schwierig.

Der Einsatz von Taichi Hara (26) ist bislang begrenzt: Nur zwei Spiele mit insgesamt 22 Minuten. Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nun, wie der Plan mit dem japanischen Stürmer aussieht.

„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel passte es nicht, ich hatte kein gutes Gefühl“, begründete Blessin. Im Training zeigt Hara jedoch Engagement. „Da gibt er Gas.“ Blessin blickt voraus: „Vielleicht ist das nächste Spiel eine Gelegenheit für ihn.“

Ein Startelfeinsatz sei allerdings noch zu früh: „Aber als Option für die letzten 20 Minuten ist er definitiv dabei.“

Martijn Kaars (26) hat es bisher schwer. Für die Rekordablöse von vier Millionen Euro verpflichtete St. Pauli den Angreifer mit dem Ziel, Tore zu erzielen. In 24 Pflichtspielen gelangen ihm bisher fünf Treffer und eine Vorlage.

„Ich bewerte ihn nicht nur nach Toren, sondern auch danach, wie er der Mannschaft hilft“, sagte Trainer Blessin (52). Er habe sich mit Kaars zuletzt intensiv ausgetauscht und Videoanalysen durchgeführt.

Das Problem ist offensichtlich: „Kaars selbst sagt, dass ein Stürmer an Toren und Chancen gemessen wird. In letzter Zeit hatte er zu wenige davon, was ihn zögern lässt.“

Seine Mitspieler können Kaars noch nicht optimal in Szene setzen, obwohl er klare Qualitäten hat, vor allem im Strafraum. „Wir müssen ihm helfen, mehr Chancen zu bekommen – er aber auch.“

Blessin ist zuversichtlich, dass Kaars mit weiter harter Arbeit bald wieder glücklicher bei Interviews sein und über Tore sprechen wird.

Gute Nachrichten vom Trainingsplatz: Nach der Rückkehr von David Nemeth (24) in der Vorwoche ist nun auch Andréas Hountondji (23) wieder auf dem Rasen aktiv. „Er hat Lauftrainings absolviert“, bestätigte Trainer Blessin (52).

Der Stürmer war lange Zeit getrennt von der Mannschaft und musste individuell trainieren. „Jetzt geht es darum, ihn langsam wieder einzubauen. Das waren die ersten Schritte, bald sehen wir die nächsten“, erklärte Blessin.

Nemeth ist schon einen Schritt weiter: „Wir wollen die Trainingsintensität schrittweise erhöhen und überlegen dann, ihn bei der zweiten Mannschaft in der Regionalliga einzusetzen, um Spielpraxis zu sammeln“, erläuterte der Coach.

Zudem wird Connor Metcalfe (26) wieder dem Kader angehören. Der Mittelfeldspieler trainiert seit zwei Wochen komplett mit. „Er kann der Mannschaft viel geben, daher freue ich mich, ihn wieder auf der Bank zu haben.“

Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch ein historischer Erfolg. Das 2:1 markierte den 50. Heimdreier des FC St. Pauli in der Bundesliga.

Bislang konnten die Kiezkicker gegen Werder erst zwei Pflichtspiele gewinnen: das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und das legendäre Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist den Favoriten aus Bremen mit 3:1 ausschaltete.

Die Bilanz wurde damit leicht verbessert, allerdings stehen den drei Siegen noch fünf Unentschieden und 13 Niederlagen gegenüber.

Die Erleichterung nach dem 2:1-Erfolg war groß und wurde entsprechend gefeiert.

„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gab Verteidiger Karol Mets (32) zu. „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“

Zu Beginn agierte St. Pauli aus Sicht des Esten zu nachlässig und verlor zu viele Bälle, doch nach der Pause zeigte sich das Team verbessert. „Wir hatten viele gute Momente und Chancen. Das erste Tor fiel etwas glücklich, aber das Glück muss man sich auch erarbeiten“, sagte Mets. Am Ende zogen die Kiezkicker am Rivalen Bremen vorbei auf den Relegationsplatz.

Für James Sands (25) war der Sonntag ungewohnt: Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank, nachdem er zuvor bis auf eine verletzungsbedingte Pause stets in der Startelf stand.

Trainer Blessin begründete seine Entscheidung: „Das hatte auch mit Frische zu tun.“ Zudem kehrte mit Eric Smith (29) eine hochkarätige Alternative zurück.

„James bringt uns viel Qualität im Zweikampf. Er ist unauffällig, aber extrem wichtig. Es ist schwer, solche Spieler auf die Bank zu setzen“, räumte Blessin ein.

In den kommenden Partien könnte Sands häufiger auf der Bank Platz nehmen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei Führungsspieler auf seiner Position spielen.

Ein Sieg würde dem FC St. Pauli erlauben, an Abstiegskonkurrent Werder Bremen vorbeizuziehen. Die Bedeutung des Spiels ist dem Team bewusst, auch Kapitän Jackson Irvine (32).

„Der Druck ist hoch, das kann man nicht ignorieren“, sagte der Australier vor dem Spiel im DAZN-Interview. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele weitere bevorstehen.“

Irvine weiß um die Chancen bei einem Sieg. „Wir können einen großen Schritt machen.“ Gut, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammspieler zurück sind.

Auch Trainer Blessin macht einen guten Eindruck, so Irvine: „Er wirkt ruhig und konzentriert.“

Ein seltenes Ereignis: Sören Storks (37) wird das Abstiegsspiel zwischen FC St. Pauli und Werder Bremen am Sonntag (17:30 Uhr) leiten. Der gelernte Zimmermann pfiff bereits das Hinspiel an der Weser, das Bremen 1:0 gewann.

St. Pauli verbindet bessere Erinnerungen mit Storks: Im Spiel gegen Heidenheim im November gewannen sie mit 2:1, trotz einer umstrittenen roten Karte gegen Eric Smith (29). Insgesamt gab es unter seiner Leitung zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.

Bremen hat unter Storks ebenfalls eine negative Bilanz: vier Siege, drei Remis und fünf Niederlagen.

Vor dem direkten Duell zwischen FC St. Pauli und Werder Bremen erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und absolvierte mehr als 300 Pflichtspiele. Nach seiner aktiven Zeit war er von 1971 bis 1975 Trainer des Vereins.

Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti betreute Piontek auch St. Pauli in 39 Zweitliga-Partien.

Mehr Informationen zum Tod von Piontek findet Ihr im Beitrag „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.

Bundesliga-Tabelle – Bedeutung der Platzierungen

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende ist Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation um den Klassenerhalt gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.