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Außergewöhnliches Bundesliga-Debüt: Saisonende für Union-Protagonisten

Von Johannes Kohlstedt, Michael Rossmann

Berlin – Vom gefeierten Helden zum Pechvogel: Für Matheo Raab (27), den Ersatz-Torwart von Union Berlin, ist die Spielzeit vorzeitig beendet. Der Schlussmann zog sich im entscheidenden Auswärtsspiel in Freiburg in den letzten dramatischen Minuten eine Handverletzung zu.

Bereits am Montag verkündete der Traditionsverein aus Köpenick, dass der Keeper "mehrere Wochen" ausfallen wird. Näheres zur Verletzung an der Hand wurde von den Eisernen nicht bekanntgegeben.

Die „Bild“-Zeitung berichtete jedoch, dass sich der 27-Jährige bei seinem außergewöhnlichen Bundesliga-Einstand einen Handbruch zugezogen hat. Das bedeutet das vorzeitige Saison-Aus für ihn.

Beim Stand von 1:0 verletzte sich der Ersatzmann des verletzten Stammtorhüters Frederik Rönnow (33) in der Nachspielzeit bei einem Luftduell mit dem Freiburger Bruno Ogbus (20). Ein Wechsel war für Union zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Raab blieb im Tor und avancierte zum Matchwinner. Mit einer spektakulären Parade in der 11. Minute sicherte er den Sieg für seine Mannschaft. Trotz der verletzten rechten Hand lenkte er einen Distanzschuss von Freiburgs Niklas Beste (27) noch aus dem Winkel.

"In dem Moment habe ich nur noch Schmerzen gespürt. Da kein Wechsel mehr möglich war, wollte ich die verbleibenden Minuten irgendwie durchstehen", erklärte der 27-Jährige im Interview mit dem Pay-TV-Sender DAZN. "Es half nichts, ich biss die Zähne zusammen, zog den Handschuh wieder an und brachte das Spiel zu Ende."