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Großes Polizeiaufgebot in Leipzig: Wie stark eskaliert das Spiel diesmal?

Leipzig – Am Sonntag droht in Leipzig erneut eine Eskalation! Um 14 Uhr kommt es in der Regionalliga Nordost zum Aufeinandertreffen zwischen BSG Chemie Leipzig und dem Halleschen FC. Schon nach dem Hinspiel (0:0) war klar, dass die Begegnung hitzige Szenen mit sich bringen könnte.

Die Polizei hat sich auf alle Eventualitäten vorbereitet und wird mit einem umfangreichen Aufgebot, darunter mehrere Hundertschaften, Wasserwerfer sowie eine Reiterstaffel, präsent sein.

In einer Pressemitteilung heißt es: „Die Polizeidirektion Leipzig behält die Vorkommnisse des Hinspiels in Halle genau im Auge; ein zentraler Fokus des Einsatzes liegt auf der Trennung der Fanlager.“

Beim besagten Hinspiel gingen die Emotionen äußerst hoch, was sogar in einen Platzsturm mündete, bei dem sich die Spieler der BSG zur Verteidigung gezwungen sahen. Solche Vorfälle sollen dieses Mal hoffentlich vermieden werden.

HFC-Sportdirektor Daniel Meyer (46) erklärte vor der Partie: „Die Ausgangslage ist sehr speziell und das Thema Sicherheit steht über allem. Das Auswärtsticket-Kontingent für unsere Fans wurde bereits auf 500 Karten begrenzt. Zudem bringen wir eigene Ordner mit, die die Sicherheit in unserem Block gewährleisten sollen. Für unseren Mannschaftsbus ist ebenfalls eine frühzeitige Polizeibegleitung vorgesehen.“

Chemie-Trainer Alexander Schmidt (57) ergänzte bei der Pressekonferenz: „Natürlich hoffe ich, dass sich alles nur ums Sportliche dreht. Es sind zwei namhafte Traditionsvereine.“

Es wäre auf jeden Fall wünschenswert, wenn es auch abseits des Spielfelds friedlich bleibt, denn für beide Mannschaften steht sportlich viel auf dem Spiel. Nach dem überraschenden Erfolg des FC Eilenburg gegen Carl Zeiss Jena (2:1) hat sich die Lage für die Chemiker im Tabellenkeller weiter verschärft.

Schmidt betonte kämpferisch: „Wir werden alles geben, um die drei Punkte hier zu behalten.“

Ebenso klar ist, dass der HFC unbedingt siegen möchte, um noch eine Chance im Aufstiegsrennen zu wahren.

Das Unentschieden im Hinspiel stellte für den Klub einen negativen Wendepunkt dar, denn zuvor hatten sie keinen Punkt abgegeben und konnten danach nicht mehr richtig zurück in die Spur finden.

Regionalliga Nordost – Tabelle

Der Meister der Saison 2026 qualifiziert sich für zwei Aufstiegsspiele gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger dieser Begegnung steigt in die 3. Liga auf. Maximal vier Teams steigen ab, abhängig von den Absteigern aus der 3. Liga.