Vom Flop zum Helden: Schießt sich Ljubicic doch noch von Union weg?
Berlin – Das Beste kommt oft zum Schluss! In der Nachspielzeit stand Marin Ljubicic (23) goldrichtig. Andrej Ilic (25) behielt im Strafraum den Überblick und passte den Ball zu Ljubicic, der nur noch den Fuß hinhalten musste – 1:1 und ein verdienter Zähler trotz Unterzahl.
Der Kroate, der zunächst als Transfer-Flop galt, hat seinen Torriecher wiedergefunden. Bereits im vorherigen Spiel erzielte er den Ausgleichstreffer und sicherte Union damit das Unentschieden gegen Mainz.
Nun avancierte der Stürmer erneut zum späten Retter. In zwei Partien traf Ljubicic zweimal – Union Berlin darf jubeln. Doch wie lange wird das noch so bleiben?
Schalke 04 möchte den Angreifer laut Sky ausleihen, da Ljubicic bei Union bislang kaum eine Rolle spielte. Seine beiden Tore fielen in seinen ersten Einsätzen der gesamten Saison.
„Vor zwei Spielen war Ljubi noch ein Kandidat. Wir haben oft darüber gesprochen – so ist das eben“, erklärte Steffen Baumgart (54) auf der Pressekonferenz zur Zukunft des Stürmers. „Es ist verständlich, dass er sich nun ins Zeug legt. Er hat zwei Tore erzielt, die er sich hart erarbeitet hat. Das zeigt, dass er ein echter Profi ist.“
Sein Einstieg war vielversprechend. Für vier Millionen Euro holte Union den Kroaten im vergangenen Winter aus Linz, und Ljubicic traf direkt beim Debüt. Doch das blieb lange sein letzter Treffer. Sportlich spielte er kaum noch eine Rolle. Von insgesamt 15 Bundesligaspielen stand er lediglich zweimal in der Startformation.
Mit seinen jüngsten Treffern macht er sich nicht nur für Union interessant. „Das beste Argument für einen Stürmer sind Tore. Das ist natürlich erfreulich für uns“, kommentierte Horst Heldt (56) beim Sky-Interview zurückhaltend. Die Treffer kommen den Eisernen gleich doppelt zugute: Bleibt Ljubicic, erhöht sich die Auswahl im Angriff, geht er, steigt sein Marktwert mit jedem weiteren Tor.
Heldt ergänzte: „Er hat bewiesen, dass er treffen kann. Viele Vereine suchen Qualität, aber das Entscheidende ist, dass wir die Kontrolle behalten.“
Manager und Trainer waren sich über die Spielanalyse einig: Der Hauptstadtklub hatte den Punkt durch den späten Ausgleich verdient. Mit nun 23 Zählern schließt Union die Hinrunde auf Rang neun ab. „Ein gutes Spiel mit einem guten Ergebnis für uns“, fasste Baumgart treffend zusammen.