zurück

Bleibt RB Leipzig weiterhin Talentschmiede und steht Diomande kurz vor dem Abgang? „Für uns ist das vollkommen akzeptabel“

Leipzig – Marcel Schäfer, Geschäftsführer im Sportbereich, sieht RB Leipzig als hervorragende Plattform für vielversprechende Nachwuchsspieler, ordnet seinen Verein jedoch nicht auf dem Niveau der europäischen Spitzenklubs ein.

„Wir sollten ehrlich zu uns selbst sein und realistisch bleiben“, erklärte Schäfer gegenüber der Nachrichtenagentur AFP im Rahmen einer internationalen Medienrunde. „Je nach Situation gibt es etwa zehn bis fünfzehn Vereine, die vor uns rangieren.“

Als Beispiele nannte Schäfer renommierte Clubs wie den FC Barcelona, Real Madrid, Paris Saint-Germain sowie führende Teams aus England. Betrachtet man deren Historie, werden diese Klubs auch in den kommenden Jahren über RB Leipzig stehen. Zudem verfüge man dort über finanzielle Voraussetzungen, die weit über unseren Möglichkeiten liegen.“

Die Transferstrategie des Vereins besteht daher darin, „junge, ehrgeizige Spieler mit großem Potenzial“ zu verpflichten, mit ihnen zu arbeiten und sie bis zu einem gewissen Entwicklungsstand zu fördern.

„Wir sind uns bewusst, dass der Moment kommen wird, in dem wir akzeptieren müssen, dass ein Spieler für seine persönliche Karriere und Weiterentwicklung den nächsten Schritt gehen möchte“, so Schäfer. „Das ist für uns absolut in Ordnung.“

RB Leipzig hat in der Vergangenheit immer wieder vielversprechende Talente entdeckt, die anschließend den Sprung zu etablierten europäischen Top-Clubs geschafft haben. Beispiele hierfür sind Europameister Dani Olmo, Dayot Upamecano (beide 27), Christopher Nkunku (28), Josko Gvardiol (23) oder Dominik Szoboszlai (25).

In der aktuellen Spielzeit sticht vor allem Sommer-Neuzugang Yan Diomande (19) hervor und sorgt für Aufsehen.

„Wir suchen Spieler, die bereit sind, für ihre Ziele hart zu arbeiten“, so Schäfer weiter.

Die Philosophie bei Transfers schließt jedoch nicht aus, dass der Klub auch eigene Ambitionen hat: „Natürlich möchten wir in Zukunft um Titel mitspielen, so wie wir es bereits im DFB-Pokal getan haben. Das ist unser erklärtes Ziel.“