Manuel Neuer kehrt nach Verletzung zurück ins Tor: FC Bayern setzt weiter auf bewährte Nummer eins
Von Klaus Bergmann
München – Nach einem Muskelfaserriss wird Manuel Neuer (39) im ersten Bundesligaspiel des neuen Jahres wieder das Tor des FC Bayern München hüten. Die Kombination zwischen dem erfahrenen Schlussmann und dem jungen Talenten Jonas Urbig (22) wird derzeit als „ideale Lösung“ angesehen.
Ob Deutschlands Rekordtorwart seine beeindruckende Laufbahn beim deutschen Rekordmeister über die aktuelle Saison hinaus fortsetzen wird, bleibt hingegen eine Frage, die voraussichtlich erst nach Neuers 40. Geburtstag Ende März beantwortet wird.
„Manu soll zunächst einmal in dieses neue Lebensjahr hineinwachsen“, erklärte Sportvorstand Max Eberl (52) vor dem Heimspiel der Münchner am Sonntag (17:30 Uhr/DAZN) gegen den VfL Wolfsburg.
Die Verantwortlichen beim FC Bayern wollen ebenso wie Kapitän Neuer selbst keine voreiligen Entscheidungen treffen und planen, eine mögliche Vertragsverlängerung erst im Frühjahr zu besprechen.
„Es ist ein bemerkenswertes Alter, über das wir sprechen. Manu wird im März 40 Jahre alt. Wir sprechen hier von Champions-League-Niveau, von Spitzenleistungen auf europäischer und weltweiter Bühne“, erläuterte Eberl. „Die Zeit ist dafür reif – und man muss sich diese Zeit auch nehmen. In so einem Alter kann man nicht mehr langfristig planen, sondern denkt eher kurzfristig“, fügte der Sportvorstand hinzu.
Die entscheidenden Fragen an Neuer im März werden lauten: „Wie fühlst du dich nach dieser Saison? Hast du noch die nötige Energie und Motivation?“ Neuer steht bereits seit 2011 im Bayern-Tor und gewann mit dem Verein unter anderem zweimal das Triple.
Vor dem Beginn der Rückrunde bezeichnen Trainer Vincent Kompany (39) und auch Max Eberl die aktuelle Torwartsituation mit Neuer als Stammtorhüter und dem 22-jährigen Urbig als Ersatz als „perfekte Konstellation“.
Kompany vermied jedoch eine klare Antwort auf die Frage, ob er dem jungen Urbig, der vor einem Jahr vom 1. FC Köln zum FC Bayern wechselte, bereits diesen Sommer den Posten als Neuer-Nachfolger zutrauen würde. „Diese Diskussion ist derzeit noch zu weit weg. Aber wir haben bereits gezeigt, dass wir großes Vertrauen in Jonas haben“, so der Trainer.
Urbig hatte während Neuers Oberschenkelverletzung im letzten Ligaspiel 2025 beim 4:0-Auswärtssieg in Heidenheim sowie im kürzlich absolvierten Testspiel gegen Red Bull Salzburg (5:0) im Tor gestanden.
„Das Vertrauen in Jonas ist groß. Wir sind überzeugt, dass er eines Tages die Nummer eins beim FC Bayern werden kann“, betonte Eberl.