Neuer sorgt für neuen Wirbel: Torwart fehlt im DFB-Pokalfinale mit Bayern München
München/Berlin – Nach der Aufregung um seine überraschende Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft trotz seines Rücktritts gibt es nun neue Schlagzeilen, die seine Kritiker bestätigen dürften: Manuel Neuer (40) wird am Samstagabend (20 Uhr) im DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart nicht im Tor stehen können.
Wie Transfer-Experte Florian Plettenberg am Freitag via Sky auf Twitter mitteilte, fällt der Torhüter wegen einer Wadenverletzung aus. Sein Vertreter wird Jonas Urbig sein, der zwischen den Pfosten ins Tor rückt.
Beim letzten Bundesliga-Spiel, das der FC Bayern mit 5:1 gewann, musste Neuer wegen einer Verletzung ausgewechselt werden. Gegenüber Sky erklärte er: „Ich habe in der Wade etwas gespürt und wollte kein Risiko eingehen, auch im Hinblick auf die kommende Woche.“
Obwohl diese Vorsichtsmaßnahme getroffen wurde, steht Manuel Neuer am Samstag im Berliner Olympiastadion nicht zur Verfügung. Laut Vereinsangaben handelt es sich um muskuläre Probleme, eine schwerwiegende strukturelle Verletzung wie ein Faserriss soll nicht vorliegen.
Am Donnerstag hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) den Torwart offiziell in die Nationalmannschaft zurückberufen. Ursprünglich hatte Neuer nach dem Aus im Viertelfinale der EM 2024 gegen Spanien seinen Rücktritt aus dem DFB-Team erklärt.
Neuer selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu seiner plötzlichen Kehrtwende geäußert. Nagelsmann berichtete jedoch, dass bereits vor einigen Monaten Gespräche zwischen den beiden stattgefunden hätten. Bereits im März habe er zudem Torhüter Oliver Baumann (35) von der TSG Hoffenheim über die Situation informiert.
Dennoch zeigte Nagelsmann Baumann weiterhin öffentlich sein Vertrauen als erste Wahl im Tor der Nationalmannschaft.
Vor der offiziellen Nominierung teilte der Bundestrainer Baumann mit, dass Manuel Neuer als Nummer eins zur WM fahren werde.
Offenbar möchte Neuer diesen Plan nicht gefährden und verzichtet deshalb auf den Einsatz im DFB-Pokal-Finale am Samstag.
Die Kommunikationspolitik rund um die Neuer-/Baumann-Thematik hatte bei vielen Stimmen harsche Kritik an Nagelsmann hervorgerufen. „Ich kann das nachvollziehen, aber ich kann auch nicht jeden einzelnen Aspekt der internen Abläufe mit der Öffentlichkeit teilen“, erklärte Nagelsmann am Donnerstag.
Für Baumann sei es natürlich ein herber Rückschlag, nicht als Stammtorwart zur WM nominiert worden zu sein.
Es bleibt abzuwarten, ob Nagelsmann in den nächsten Wochen doch noch auf Baumann zurückgreifen muss, falls sich Neuers Probleme als ernster erweisen sollten als bislang angenommen.