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Majetschak verlässt Aue via Instagram: Kritik an der Vereinsführung und Anerkennung für „Leo“

Aue – Ein herber Verlust für Erzgebirge Aue! Nach sieben Jahren wird Erik Majetschak die Veilchen zum Saisonende verlassen. Am Pfingstmontagabend, nur zwei Tage nach dem Sieg im Sachsenpokal, verabschiedete sich der 26-jährige defensive Allrounder mit einem emotionalen Beitrag auf Instagram und richtete einige besondere Worte an seine Anhänger.

„Glück auf, Schachter! Wo fange ich an? Wie finde ich mit zwei weinenden Augen die passenden Worte für einen Abschied, der mir alles andere als leichtfällt?“, begann „Ede“ seine Abschiedsbotschaft.

„Mein herzlicher Dank gilt euch. Eure Unterstützung in den letzten Wochen, selbst als der Abstieg bereits feststand, war bemerkenswert“, fuhr der dienstälteste Veilchen nach Martin Männel fort.

Der verpasste Klassenerhalt und somit der Abstieg in die Regionalliga bedeuteten für ihn die schmerzlichste Niederlage in seiner bisherigen Profi-Laufbahn. „Der Wunsch, dies wieder geradezurücken – für mich persönlich, aber vor allem für euch, für das Erzgebirge und Aue – war allgegenwärtig. Umso wertvoller war der Derbysieg gegen Zwickau, der zugleich meine vorerst letzte ‚Schachtschicht‘ war“, erklärte Majetschak.

Vor einigen Wochen hatte er gegenüber TAG24 noch betont, dass er sich trotz Abstieg ein Verbleiben vorstellen könne. Dass es letztlich anders kam, führte er auf Differenzen mit der Vereinsführung zurück, die er in seinem Abschiedsstatement scharf kritisierte.

Majetschak ergänzte: „Ich wäre diesen Weg gern weiterhin mit euch gegangen. Doch meine Vorstellungen und die der Verantwortlichen bezüglich sportlicher Perspektive und Wertschätzung lagen am Ende zu weit auseinander.“

Dass er einer möglichen, eher nüchternen Abschiedsmeldung seines „Kumpelvereins“ mit einer persönlichen und wertschätzenden Nachricht zuvorkam, ist eine Sache. Dass er jedoch Ex-Präsident Helge Leonhardt ausdrücklich erwähnte, dürfte der jetzigen Führung besonders missfallen.

So bedankte sich Majetschak speziell bei Helge Leonhardt, der ihn vor sieben Jahren nach Erzgebirge Aue geholt habe. „Er schenkte mir als jungem Spieler Vertrauen und zeigte mir eine klare Perspektive [...].“

Auch der ehemalige Trainer Pavel Dotchev, Teambetreuer Thomas Romeyke und Ex-Sportchef Matthias Heidrich wurden namentlich genannt. Zum Abschluss richtete Majetschak einen eindringlichen Appell an die Fans: „Schafft es wieder, die Kumpelwerte zu leben und arbeitet nicht an allen Fronten gegeneinander. Ihr habt mit ‚Shubi‘ einen großartigen Trainer, schenkt ihm euer volles Vertrauen und die nötige Zeit, diesen besonderen Verein zurück in den Profifußball zu führen.“