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Matthäus übt Kritik an Riera und prognostiziert Trainerentlassung in Frankfurt: „Selbstverschuldet“

Von Jordan Raza

Frankfurt am Main – Lothar Matthäus (65) ist der Ansicht, dass der umstrittene Coach Albert Riera (44) bei Eintracht Frankfurt keine langfristige Perspektive besitzt.

Der ehemalige Rekordnationalspieler Deutschlands macht den Spanier nicht nur für die aktuelle sportliche Krise des Hessischen Bundesligisten verantwortlich, sondern sieht auch die angespannte Atmosphäre im Verein durch ihn verursacht.

„Ich wünsche keinem Trainer einen Rausschmiss, selbst habe ich solche Situationen aus anderen Gründen erlebt, aber bei Riera liegt das Problem zum Teil bei ihm selbst“, schrieb Matthäus in seiner Kolumne beim Bezahlsender Sky. „In Frankfurt drehte sich in den letzten drei bis vier Monaten alles um den Trainer, was auch durch manche Äußerungen von Riera selbst ausgelöst wurde.“

Wie Medien berichten, wird Riera trotz der sportlichen Schwächephase auch beim Auswärtsspiel am Freitag (20.30 Uhr/Sky) auf der Trainerbank sitzen. Ob er auch im letzten Heimspiel der Saison gegen den VfB Stuttgart noch auf der Bank Platz nehmen darf, soll erst nach der Partie gegen den BVB entschieden werden.

„Ich halte es für unwahrscheinlich, dass Riera in Frankfurt noch eine Zukunft hat. Zu viele Dinge sind vorgefallen“, erklärte Matthäus.

Riera hatte im Februar das Traineramt von Dino Toppmöller (45) übernommen, konnte mit vier Siegen, vier Unentschieden und ebenso vielen Niederlagen jedoch kaum überzeugen.

Neben den Ergebnissen wird auch sein Umgang mit der Mannschaft kritisch gesehen. Sein Verhältnis zu Führungsspielern wie Mario Götze (33) und Jonathan Burkardt (25) gilt als eher distanziert.

Auch bei den Anhängern hat Riera durch sein Verhalten an Rückhalt verloren. Zuletzt sorgte er mit einer emotionalen Tirade gegen die Medien für Aufsehen.

Nach der 1:2-Niederlage gegen den Hamburger SV hatten die Frankfurter am vergangenen Spieltag sogar die Europapokalplätze verlassen und laufen Gefahr, international nicht vertreten zu sein.

Sportvorstand Markus Krösche (45) vermied nach dem Spiel eine klare Stellungnahme zu Riera. Matthäus zieht das Fazit, dass der Trainerwechsel bisher keine positive Wirkung zeigte.

1. Bundesliga Tabelle

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Spitzenreiter am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) spielt in der sogenannten Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt.