Lok Leipzig auf dem Weg zum Aufstieg im dritten Anlauf? Wachsmuth kennt den Weg!
Leipzig – Vor zehn Jahren konnte Toni Wachsmuth (39) als Spieler mit dem FSV Zwickau im Relegationsduell gegen den späteren Bundesligisten SV Elversberg die Oberhand behalten und stieg gemeinsam mit seinem Team in die 3. Liga auf. Seitdem gelang dies lediglich noch Jena und Cottbus, während andere ostdeutsche Vereine in den Aufstiegsspielen leer ausgingen. Besonders Lok Leipzig musste zweimal die Folgen der ungleichen Behandlung zwischen den Staffeln tragen: Trotz Meistertiteln blieb ihnen 2020 und 2025 der Sprung in die höhere Liga verwehrt.
„Die Mannschaft hat jetzt die große Möglichkeit, ihre eigene Erfolgsgeschichte zu schreiben. Und wohl kaum jemand hat uns diese Chance zugetraut, nachdem wir im Vorjahr an Havelse gescheitert sind“, erklärt Wachsmuth vor dem heutigen Relegations-Hinspiel (Donnerstag, 19 Uhr, Magenta) gegen die Würzburger Kickers im Bruno-Plache-Stadion.
Den Probstheidaern gelang das seltene Kunststück, die Regionalliga Nordost zwei Mal hintereinander zu dominieren – auch wenn es in dieser Saison gegen Ende noch einmal richtig spannend wurde.
„Es stehen noch zwei entscheidende Spiele an, in denen alles gegeben werden muss, um eine bestmögliche Leistung abzurufen. Danach wird sich zeigen, ob es gereicht hat, denn Würzburg bringt viel Erfahrung mit“, geht Wachsmuth von einem knapp umkämpften Duell aus.
Die Verantwortlichen von Lok verfolgten den Finaltag der Amateure am Dallenberg, als die Kickers im bayerischen Toto-Pokal den Drittligisten 1860 München im Elfmeterschießen bezwangen.
Noch im vergangenen Jahr stand „Loksche“ selbst im Landespokal-Endspiel und hatte kaum Zeit zur Erholung. „Damals ging es hauptsächlich darum, sich zu regenerieren. Ein gezieltes Training oder eine Steigerung der Trainingsintensität waren kaum möglich, wir mussten vor allem darauf achten, elf fitte Spieler aufs Feld zu bringen“, erinnert sich Wachsmuth.
Diesmal lagen zwischen dem Saisonabschluss gegen Magdeburg II und dem Beginn der Relegation anderthalb Wochen Pause.
„Das war mental sehr hilfreich, um die Anspannung etwas abzubauen. Viele Spieler waren angeschlagen, daher war es wichtig, auch mal zwei Tage komplett frei zu geben. Seit Pfingstsonntag bereiten wir uns konzentriert auf Würzburg vor“, berichtet Wachsmuth.
Er kennt die Anforderungen, die eine Relegation als Spieler mit sich bringt, und betont: „Am Ende gehört auch ein Quäntchen Glück dazu.“ Vielleicht wird ja am Ende aller guten Dinge tatsächlich der dritte Versuch erfolgreich sein.