Neuer Trainer, Verträge der Spieler, bleibt Wachsmuth an Bord? So geht es bei Lok Leipzig weiter
Leipzig – Bei Lok Leipzig herrschen momentan turbulente Zeiten! Noch vor zwei Wochen feierte man in Probstheida die zweite Regionalliga-Meisterschaft in Folge in großer Euphorie. Doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet und dunkle Wolken ziehen über Blau-Gelb auf. Der Aufstieg ist gescheitert, der Trainer ist zurückgetreten – und das alles innerhalb eines Tages.
Am Dienstag traf die Meldung wie ein Donnerschlag ein und erschütterte den ohnehin schon angeschlagenen Verein. Chefcoach Jochen Seitz (49) gab seinen sofortigen Rücktritt bekannt. Neben der Enttäuschung über eine weitere Saison in der Regionalliga steht nun auch die Suche nach einem neuen starken Mann an der Seitenlinie an.
Für Sportgeschäftsführer Toni Wachsmuth (39) stehen damit offenbar äußerst herausfordernde Wochen bevor. Bei der Pressekonferenz am Mittwoch gewährte er einen kurzen Einblick in seine Gedanken und die Bedeutung des Rückzugs von Seitz.
„Obwohl unsere sportlichen Wege sich jetzt trennen, bleiben wir zu einhundert Prozent in Kontakt und Freunde. Das waren zwei sehr emotionale Tage, so etwas hatte niemand erwartet“, erklärte Wachsmuth, blickte jedoch schnell nach vorne und gab auch ein Statement zu seiner eigenen Zukunft ab.
„Mir ist es wichtig zu betonen: Es zerbricht nichts und es herrscht keine Unklarheit. Wir starten auch im kommenden Jahr mit viel Energie in die neue Saison. Und ja, ich werde definitiv bleiben. Mir ist klar, wie viel Verantwortung ich trage, das steht für mich außer Frage. Ich freue mich darauf, den Verein weiter voranzubringen.“
Warum Seitz seinen Rücktritt erklärt hat, möchte Wachsmuth dem ehemaligen Trainer selbst überlassen. „Man konnte merken, dass die letzten Wochen sehr anstrengend für ihn waren. Gestern zwischen 9 und 10 Uhr hat er mir dann seine Entscheidung mitgeteilt.“ Ob diese Entscheidung auch gefallen wäre, wenn der Aufstieg gelungen wäre, kann Wachsmuth nicht beurteilen.
Fest steht, dass in den nächsten Wochen ein großer Kraftakt bevorsteht, um alles rechtzeitig zu organisieren. Die Spieler genießen aktuell eine dreiwöchige Pause, das Training bei Lok soll am 24. Juni wieder starten.
Bereits kurz nach der Rücktrittsbekanntgabe von Seitz sollen die ersten Bewerbungen für die Trainerposition eingegangen sein.
Wachsmuth betonte: „Bei der Wahl eines neuen Trainers müssen wir sehr sorgfältig vorgehen. Aufgrund des engen Zeitplans stehen wir zwar unter Druck, aber es laufen bereits Gespräche, die jetzt vertieft werden.“
Ähnlich sieht es bei der Kaderplanung aus. „Der Großteil der Mannschaft, die in der Relegation auf dem Platz stand, hat Vertrag. Dennoch wird es sicher einige Abgänge geben. Wir möchten den Kader zudem etwas verjüngen.“