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Lok Leipzig trotz möglicher Torexplosion mit geringem Zuschauerinteresse? „Ich hoffe, dass noch einige Fans kommen“

Leipzig – Die letzten drei Duelle von Lok Leipzig gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC endeten mit klaren Ergebnissen: 6:0, 4:1 und 7:2. Am Sonntag um 14 Uhr steht im Bruno-Plache-Stadion die nächste Begegnung auf dem Programm. Wird es erneut eine Torflut geben?

Das ist gut denkbar, denn nach der enttäuschenden 1:2-Niederlage gegen den Verfolger Carl Zeiss Jena ist der Tabellenführer der Regionalliga Nordost voller Entschlossenheit. Mit einer starken Reaktion möchte man ein deutliches Zeichen im Kampf um die Meisterschaft setzen.

Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass die Zuschauerzahl voraussichtlich deutlich unter der vom vergangenen Heimspiel gegen Jena liegen dürfte, bei dem noch mehr als 10.000 Anhänger im Stadion waren. Trotz der Aussicht auf viele Tore und herrlichem Wetter am Sonntagnachmittag wird die Kulisse diesmal wohl kleiner ausfallen.

„Bislang wurden 3.751 Tickets abgesetzt. Das kommende Spiel ist immer das wichtigste. Wir peilen etwa 5.000 Zuschauer an. Also kommt vorbei, unterstützt unser Team und feuert es kräftig an. Dann können wir hoffentlich gemeinsam den Sieg feiern“, appellieren die Blau-Gelben an ihre Fans.

Auch Trainer Jochen Seitz (49) äußerte sich auf der Pressekonferenz am Freitag: „Ich hoffe, dass noch einige Zuschauer hinzukommen. Es wäre schön, wenn sie die Mannschaft wieder lautstark unterstützen. Wenn wir es schaffen, die Fans mitzunehmen, bin ich überzeugt, dass wir auch wieder drei Punkte einfahren.“

Obwohl Seitz betont, dass das Spiel „kein Selbstläufer“ wird, hat Hertha erst kürzlich gegen den Abstiegsaspiranten Greifswalder FC verloren. Für die Loks ist es daher das klare Ziel, als Sieger vom Platz zu gehen.

Fast ein Jahr ist vergangen, seit Malik McLemore (29) sich im Duell gegen die BSG Chemie Leipzig einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

Jetzt steht der Flügelspieler kurz vor seinem Comeback.

Nach zahlreichen Trainingseinheiten im Kraftraum konnte der 29-Jährige mittlerweile wieder mit der Mannschaft trainieren und brennt auf seinen ersten Einsatz. Laut seinem Trainer könnte dies innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen gelingen, sofern McLemore genug Sicherheit in den Zweikämpfen gewinnt.

„Ich fühle mich sehr gut, bin fit und freue mich, wieder dabei zu sein. Jetzt muss ich nur noch an meiner Kondition arbeiten“, so der Spieler.

Tabelle Regionalliga Nordost

Der Meister der Regionalliga Nordost spielt am Saisonende zwei Aufstiegsspiele gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Gewinner dieser Duelle steigt in die 3. Liga auf. Insgesamt können bis zu vier Mannschaften aufsteigen, abhängig von den Absteigern aus der 3. Liga.