Was Dynamos Testspiel uns gelehrt hat
Dresden – „Manchmal ist die Vorgehensweise sogar wichtiger“, erklärte Thomas Stamm (43) nach Dynamos 2:1-Sieg am Donnerstag im 120-minütigen Testspiel gegen FK Mladá Boleslav. Trotz des eher schwachen Spiels äußerte sich der Schweizer Trainer überzeugt so und erläuterte auf Nachfrage auch die Gründe dafür.
„Viele der Punkte, die wir besprochen hatten und auf den Platz bringen wollten, haben wir umgesetzt. Besonders das konsequente Verteidigen ohne Gegentor. Genau das hat uns beim großen Wechsel zuletzt etwas gefehlt“, zog Stamm sein Fazit.
Christoph Daferner (28, 54. Minute) brachte die SGD per Strafstoß in Führung, Filip Lehky (23, 97.) glich knapp sieben Minuten nach Dresdens Zehn-Mann-Wechsel aus, bevor Stefan Kutschke (37, 115.) den Siegtreffer erzielte. Mehr passierte nicht.
„Während des Spiels haben wir auch immer wieder darauf geachtet, dass wir durch die Einwechslungen nicht an Stabilität verlieren und weiterhin präsent bleiben. Genau daran müssen wir in den kommenden Wochen arbeiten – gerade mit den Spielern, die von der Bank kommen, auch wenn es nicht so viele auf einmal sind.“
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Eine weitere Erkenntnis aus dem eher unspektakulären Duell vor rund 150 Zuschauern in Dynamos Trainingsakademie lautete: „Ich bin mit der Spielweise sehr zufrieden, denn über 120 Minuten haben wir kaum Chancen zugelassen.“
„Das sollte die Grundlage sein, um in vielen Partien in den entscheidenden Phasen kaum Gegentore zu kassieren – im besten Fall gar keines oder maximal eins. Ohne jemanden zu nahe treten zu wollen, aber genau das muss unser Anspruch sein“, betonte der Dresdner Coach und ergänzte: „Wir haben immerhin gegen einen Erstligisten gespielt, da ist schon Qualität auf dem Platz.“
Nächste Woche bei Hertha BSC wird das Niveau noch einmal deutlich höher liegen. Zuvor ist es aber wichtig, „die Akkus wieder aufzuladen, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen, vor allem für die Jungs, die nicht aus der Region stammen. Sie haben sich nach der Rückrunde eine kurze Erholung verdient.“
Stamm selbst zieht es in seine Heimat und eventuell noch einmal zum Skifahren – sofern der frische Schneefall und die Lawinengefahr das zulassen. Das Länderspiel Schweiz gegen Deutschland am Freitagabend lässt er jedoch ausfallen.
„Nein, eher Freiburg II am Samstag“, antwortete Stamm mit einem Schmunzeln und fügte hinzu: „Außer Sören Gonther möchte, dass ich noch einen Spieler beobachte. Dann schaue ich mir das gerne an.“
2. Bundesliga Tabelle im Überblick
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Meister der Zweiten Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte hingegen muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.