Siegen oder raus: Kwasnioks Entlassung beim 1. FC Köln rückt immer näher
Köln – Das letzte Bundesliga- Erfolgserlebnis des 1. FC Köln liegt schon eine Weile zurück: Am 2. November vergangenen Jahres gelang der letzte Sieg. In den anstehenden zwei Partien muss sich das ändern, denn sonst droht Trainer Lukas Kwasniok (44) das Aus!
Wie die „BILD“ berichtet, steht der 44-Jährige, der erst im Sommer zum Cheftrainer befördert wurde, beim Heimspiel am Samstag (17. Januar) gegen den FSV Mainz 05 unter massivem Druck. Ein deutlicher Misserfolg bei dieser Begegnung könnte seine Entlassung bedeuten.
Für das Duell am Mittwochabend (14. Januar) gegen den klaren Tabellenführer FC Bayern München sieht die Lage jedoch anders aus. Dieses Spiel wird als eine Art Bonus betrachtet.
Mut macht dabei auch die Leistung im DFB-Pokal Ende Oktober, als die Kölner mit großer Leidenschaft auftraten. Trotzdem unterlagen sie den Bayern mit 1:4 (1:2).
Abgesehen von den sportlichen Problemen gibt es zudem Spannungen zwischen Trainer und Fans. Bei der 2:2-Partie in Heidenheim zeigten Supporter ein Banner, das sich gegen Kwasniok richtete.
In großen Buchstaben war dort „KWASNI YOK“ zu lesen – „Yok“ bedeutet auf Türkisch „Nein“.
Vor allem das Verhalten des 44-Jährigen abseits des Spielfelds scheint die Ultras zu verärgern, weshalb laut „BILD“ intern bereits verschiedene Szenarien durchgespielt wurden.
Dem Bericht zufolge fanden bereits Gespräche mit Spielern und dem Trainerstab statt. Die Vereinsverantwortlichen bemühen sich, das Verhältnis zu den eigenen Fans zu verbessern und eine Eskalation zu vermeiden. Das Ziel ist, sich ausschließlich auf die sportliche Lage zu konzentrieren.
Diese sollte sich möglichst bald wieder stabilisieren, wofür die Rheinländer in der englischen Woche unbedingt Punkte sammeln müssen.
Andernfalls könnte der Klub innerhalb von neun Monaten zum zweiten Mal den Trainerwechsel vollziehen, auch wenn Sportdirektor Thomas Kessler (39) seinen Coach öffentlich unterstützt.
Bundesliga-Tabelle
Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle im Überblick: Der Spitzenreiter am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) hat die Möglichkeit, in der Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Gegner ist dabei der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.