Aluminium-Pech und ungewöhnlicher Wechsel! Mehr bot die Partie nicht
Hamburg – Mehr hätte drin sein können! Der FC St. Pauli spielte am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt 0:0, obwohl die Kiezkicker die besseren Chancen hatten. Besonders kurz vor der Pause kam es zu einer kuriosen Szene.
Die Anfangsphase verlief recht einseitig, denn die Eintracht kontrollierte phasenweise über 70 Prozent Ballbesitz, konnte daraus aber kaum Kapital schlagen – einzig ein abgeblockter Schuss von Burkardt sorgte in der 4. Minute für Gefahr.
Im weiteren Verlauf dominierten beide Mannschaften das Mittelfeld, Offensivaktionen blieben lange Mangelware.
Die besten Möglichkeiten im ersten Abschnitt gehörten tatsächlich St. Pauli, das sich zunehmend besser ins Spiel brachte. So traf Mathias Pereira Lage nach einer Ecke aus kurzer Distanz nur den Pfosten (24.), wenig später zielte Daniel Sinani aus der Distanz und landete ebenfalls nur am Aluminium (31.).
Zwischenzeitlich herrschte am Millerntor eine gedrückte Stimmung, ausgelöst durch einen Rettungseinsatz im oberen Bereich der Gegengeraden.
Eine ungewöhnliche Szene gab es kurz vor der Halbzeit. Assistent Christian Dietz signalisierte dem Schiedsrichter Felix Zwayer, dass er wegen Wadenproblemen nicht weitermachen könne. Für ihn übernahm der bisherige vierte Offizielle Eric Weisbach.
Mit dem 0:0 ging es schließlich in die Pause. Angesichts der Chancen hätten die Hamburger durchaus in Führung liegen können, während Frankfurt vor allem in der Offensive ideenlos wirkte.
Kaum war die zweite Halbzeit angebrochen, meldete sich die SGE mit einem Abschluss von Jean-Mattéo Bahoya aus elf Metern zurück, doch St. Paulis Torhüter Nikola Vasilj parierte sicher (46.). Danach blieb dies lange Zeit der einzige gefährliche Schuss, das Spiel verflachte spürbar.
Etwas Belebung brachte erst wieder Sinani, der sich gegen mehrere Gegenspieler durchsetzte und zum Abschluss kam. Doch auch hier war Frankfurts Keeper Michael Zetterer zur Stelle (67.). Insgesamt fehlte es beiden Teams an Durchschlagskraft.
Bis auf einen harmlosen Kopfball von Burkardt (84.) und einen schwachen Schuss von Sinani in der Nachspielzeit (90.+1) gab es vor den Toren kaum noch Szenen.
So sicherte sich St. Pauli einen weiteren wichtigen Punkt im Abstiegskampf und blieb im sechsten Heimspiel in Serie ungeschlagen. Die Eintracht dagegen verpasste es, sich zum 107. Geburtstag ihres Vereins selbst zu beschenken.
Bundesliga, 25. Spieltag
FC St. Pauli - Eintracht Frankfurt 0:0 (0:0)
FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Ando (66. Dzwigala) – Saliakas (48. Ritzka), Sands (81. Metcalfe), Irvine, Pyrka – Fujita, Pereira Lage – Sinani
Eintracht Frankfurt: Zetterer – Brown, Amenda, R. Koch, Collins – Larsson – Kalimuendo (82. Amaimouni-Echghouyab), Chaibi (87. Arrhov), O. Höjlund (66. Doan), Bahoya – Burkardt
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 29.546 (ausverkauft)
Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: Ando (2), Metcalfe (1), Blessin / Doan (4)