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XL-Härtetest für Dynamo gegen „geilen Verein“

Antalya (Türkei) – Dynamo Dresden trifft auf Rot-Weiss Essen: Was zunächst wie ein gewöhnliches Freundschaftsspiel wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als deutlich bedeutender. Das Duell am Samstag um 12 Uhr MEZ (über DynamoTV) verspricht einiges.

Beide Mannschaften absolvieren ihr Training im Never Give Up Football Center, dem Austragungsort der Begegnung. Das an sich ist nicht außergewöhnlich, auch Waldhof Mannheim bereitet sich dort momentan vor. Doch Rot-Weiss Essen hat den Schwarz-Gelben den Trainingsplatz 1 mit der großen Tribüne streitig gemacht – dank der deutlich zahlreicheren mitgereisten Fans.

Bei Dynamo sind zu Spitzenzeiten etwa 150 Anhänger vor Ort, während die Essener gar über 250 mitbringen sollen. Insgesamt 400 bis 500 Zuschauer versprechen somit eine richtig stimmungsvolle Atmosphäre, obwohl das Spiel weit entfernt von der Heimatstadt stattfindet.

Beim Viertplatzierten der 3. Liga stehen mit Ahmet Arslan (31) und Tobias Kraulich (26) zudem zwei ehemalige Dresdner auf dem Feld.

Dynamo bringt mit Vinko Sapina (30) auch einen früheren Essener ins Team, der noch gute Kontakte zu seinem Ex-Klub pflegt. „Ich erwarte ein qualitativ hochwertiges Spiel. Zwar mit müden Beinen, dennoch wird es ordentlich. Darauf freue ich mich“, sagt der 30-Jährige, der gerade erst mit zwei Essenern gemeinsam im Urlaub war.

Neuzugang Jason Ceka (26) geht sogar noch weiter: „Als gebürtiger Essener bin ich natürlich auch ein RWE-Fan. Wenn ich in der Heimat bin, besuche ich gerne mal ein Spiel im Stadion. Mein großer Bruder ist da auch regelmäßig dabei.“

Alle hoffen darauf, dass das Team von Trainer Uwe Koschinat (54) am Saisonende direkt in die 2. Bundesliga aufsteigt. „Ich bin fest überzeugt, dass sie den Aufstieg schaffen. Das haben sie sich absolut verdient. Es ist ein großartiger Verein.“

Allerdings könnte es am Ende der Spielzeit, möglicherweise in der Relegation, genau zu einem Aufeinandertreffen der Mannschaften von Sapina, Ceka & Co. kommen. Vielleicht wollen die beiden Klubs vorab schon einmal zeigen, wer die besseren Zähne hat.

In zwei Halbzeiten zu je 60 Minuten werden sie sich jedenfalls nichts schenken. „Da ist noch eine Spur mehr Biss drin als gegen Aarau. Das wird ein sehr wertvoller Test für uns“, kündigt Christoph Daferner (27) an.

Die Tabelle der 2. Bundesliga

Die Platzierung in der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Ende der Saison wird Meister der 2. Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Gleiches gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte hingegen kämpft in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in Deutschlands höchster Spielklasse.