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Blödsinnige Sperre vor brisantem Abstiegskracher: Kölner Profi pöbelt gegen Schiedsrichter

Hamburg/Köln – Der 1. FC Köln holt beim Hamburger SV ein 1:1-Unentschieden. Ein positives Signal war die Rückkehr von Verteidiger Sebastian Sebulonsen. Doch der 26-Jährige muss nun wieder pausieren, da er seine fünfte Gelbe Karte erhalten hat.

In der 96. Minute entschied Schiedsrichter Tobias Welz (48) nach einem Kopfball von Eric Martel (23) auf Abstoß für die Gastgeber.

Mit diesem Urteil war Sebulonsen, der Außenverteidiger aus Norwegen, überhaupt nicht einverstanden. Doch nicht nur verbale Kritik gab es von ihm – er verhinderte zudem, dass HSV-Torwart Daniel Heuer-Fernandes (33) den Abstoß schnell ausführen konnte.

Als Konsequenz zeigte Welz dem 26-Jährigen, der nach dreiwöchiger Verletzungspause erstmals wieder in der Bundesliga spielte, die Gelbe Karte. Diese hat nun Folgen: Sebulonsen wird dem wichtigen Rheinland-Derby gegen Borussia Mönchengladbach fehlen.

Nach dem Spiel ließ Sebulonsen seinen Frust freien Lauf und beschimpfte den Schiedsrichter in Anwesenheit von Torwarttrainer Peter Greiber (57).

Auf Englisch wetterte er: „He is so bad. So bad. Unbelievable. So bad at refereeing!“ – zu Deutsch: „Er ist so schlecht. So schlecht. Unglaublich! Ein wirklich schlechter Schiedsrichter.“

Doch nicht nur Sebulonsen, auch Nationalspieler Said El Mala (19), der mit seinem neunten Saisontor zumindest einen Punkt für die Geißböcke sicherte, äußerte Kritik an der Leistung des 48-jährigen Unparteiischen.

„Es gab heute einige Gelbe Karten, bei denen ich mich gefragt habe, warum sie gegeben wurden“, erklärte der junge Shootingstar.

Auch Kölns Trainer Lukas Kwasniok (44) zeigte sich wenig begeistert.

„Das Problem liegt in der uneinheitlichen Bewertung. Ich finde, man sollte immer Gelb zeigen, wenn die Spieler den Ball einfach wegschnappen. Lasst den Ball liegen, sonst gibt es Gelb! Das Problem ist, dass dies nicht konsequent umgesetzt wird“, ärgerte sich der 44-Jährige, der mit Sebulonsen ursprünglich in der nächsten Woche in der Startelf gerechnet hatte.

Nun müssen die Geißböcke wegen dieser unnötigen Sperre im Duell mit Borussia Mönchengladbach auf den Norweger verzichten.

1. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Ende der Saison wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 bedeuten den Abstieg in die 2. Bundesliga. Der Drittletzte auf Rang 16 darf in der Relegation den Klassenerhalt ausspielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.